Bücherverbannung


Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.
(Heinrich Heine)

Die klassische Methode, missliebigen Büchern den Garaus zu machen, gilt derzeit als (noch) überholt:



Einfacher und auch straflos kann man agieren, wenn man auf Bewertungsportalen wie „Amazon“ oder Blogs Rezensionen hinterlässt. Ich muss gestehen, dass mich die Hasskommentare arg verstörten, die vor beinahe zehn Jahren (und auch später) über meinem ersten Tangobuch zusammenschlugen. Nach dem Studium tausender „Bewertungen“ anderer Druckwerke weiß ich inzwischen: Die Methoden ähneln sich frappierend nahezu ohne Bezug zum Thema der jeweiligen Veröffentlichung!

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, dies anhand von drei Büchern darzustellen:

Lena Greiner / Carola Padtberg: „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!“
Die Autorinnen von „Spiegel online“ veröffentlichen und besprechen darin Zitate und Anekdoten, welche sie von Lehrern, Ärzten, Erziehern und anderen zum Thema „Helikopter-Eltern“ gesammelt haben. Näheres kann man hier erfahren:



Franziska Schreiber: Inside AfD
Die frühere Jugendfunktionärin der AfD schildert nach ihrem Ausstieg ihre ziemlich negativen Erfahrungen in der Partei und deren Umfeld. Näheres habe ich schon dargestellt:

Das dritte Werk ist mein Tangobuch. Es dürfte den meisten Lesern bekannt sein – wenn nicht:

Erziehung, Extremismus und Tango – unterschiedlicher geht es doch kaum, oder?

Ich habe mir zu den ersten beiden Werken die „Ein Stern-Rezensionen“ bei „Amazon“ durchgesehen – beim „Milonga-Führer“ zusätzlich die Kommentare auf dem bekannten Blog „Tangoplauderei“ und Bewertungen, die ich auf meinem Blog besprochen habe:

Die Bezüge auf das jeweilige Werk habe ich mit „GP“, „S“ und „R“ (also den Initialen der Autoren) gekennzeichnet.

Meine Resultate:

Negative Rezensionen sind meist recht kurz. Man sollte meinen, gerade vernichtende Urteile bedürften einer umso detaillierten Begründung – aber nein! Das Buch ist halt so schlecht, dass es gar nicht nötig ist, sich damit genauer zu befassen:

„Selten so einen Schwachsinn gelesen! Ich arbeite seit über 20 Jahren als Erzieherin und ich bin selbst noch nie auf solche extremen Eltern gestossen.“ (GP)
„einfach nur blah blah“ (S)
„Langatmig und langweilig“ (S)

Etliche Rezensenten geben offen zu, das betreffende Werk gar nicht oder höchstens punktuell gelesen zu haben – reicht doch, oder?

„Nach etwa der Hälfte des Buches war ich so genervt, das ich den Reader auf die Seite gelegt habe.“ (GP)
„Habe heute den Spiegel-Artikel der beiden Autorinnen gelesen. Was für ein unreflektierter Quark! Wenn das Buch genauso ist, dann kann man sich das Buch wirklich sparen.“ (GP)
„Ich habe das Ganze in etwa 10 Minuten überflogen, reichte ja.“ (GP)
„habe das Buch zur Hälfte gelesen … mehr konnte ich nicht ertragen“ (S)
„Nach der Hälfte habe ich das Buch in den bekannten Altpapiercontainer geworfen.“ (S)
„Ich habe (…) diesen langweilig geschriebenen Schinken nach den ersten Querlesen einzelner Kapitel wieder zu geklappt und ins Regal zurück gestellt.“ (S)
Ich habe das Buch inzwischen weggeworfen.“ (R)
„Ich habe das Buch auch gekauft, innerhalb von 1 Stunde quergelesen und mich dann über den überzogenen Preis geärgert.“ (R)
„Ich habe dieses Buch nicht von vorne bis hinten gelesen. Denn egal wo ich es aufschlug: in vier von fünf Fällen war der Ärger über des Autors Schreibe gross. Und nach einem halben Dutzend Versuche war meine Leselust dahin.“ (R)

Tja, Lesen scheint nicht die Kernkompetenz solcher „Rezensenten“ zu sein – peinlich, wenn sich dies durch nachweislich falsche Angaben erweist:

Offenbar haben beide Autorinnen keine Kinder.“ (GP)
„Die Autorinnen selbst haben keine Kinder“ (GP)
Wie man dem obigen Video entnehmen könnte, hat Carola Padtberg 3 Kinder…

„Zu Deiner Frage zum Lektorat: Ich denke der Wagner-Verlag besitzt kein Lektorat.“ (R)
Zitat aus dem Impressum: „Lektorat: Siegfried Eberle“…

„Ein Buch voller Behauptungen, das mit größter Wahrscheinlichkeit mit professioneller Hilfe geschrieben wurde.“ (S)
Nein, mit absoluter Sicherheit: Der Coautor Peter Köpf steht unter dem Titel…

Ein weiteres Kennzeichen: Mit Superlativen und anderen vollmundigen Sprüchen wird geradezu verschwenderisch umgegangen – Relativieren ist wohl unmännlich.

Unterstes Niveau und für mich wirklich eher zum in Rage kommen als zur lustigen Entspannung.“ (GP)
Ich hab das Buch wegen der vielen tollen Rezessionen gekauft... ein absoluter Fehlkauf!“ (GP)
reine Zeitverschwendung“ (GP)
„Ein vom Mainstream untersütztes Machwerk der übelsten Sorte“ (S)
„Das Buch ist meiner Meinung nach klare Zeitverschwendung.“ (S)
Es ist mit Abstand das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe.“ (R)
„Selten habe ich so viel Arroganz auf einem Haufen gefunden.“ (R)
„Was für ein unerträgliches Gegockel. Das wohl überflüssigste Tangobuch aller Zeiten.“ (R)
(Sicher kennt der Kritikus die gesamten Tangobücher aller Zeiten...)

Nicht ganz schlüssig wird die Frage beantwortet, ob man sich bei der Lektüre nun langweilen oder aufregen musste:

doch leider hat das Buch es nicht geschafft, mich zum Lachen zu bringen“ (GP)
So entsteht im Buch ein Einheitsbrei sonders gleichen.“ (GP)
(Anmerkung: Ein Einheitsbrei kommt stets mit Gleichem daher, sonst wäre er keiner…)
„Das wird man aber schnell müde zu lesen.“ (GP)
„Langweilig, alles bekannt.“ (S)
„recht langweil geschrieben“ (S)
„Die Minderheitenmeinungen von Herrn Riedl gespickt mit dubiosen Zitaten, ohne nennenswerten Unterhaltungswert, langweilig, langatmig und anstrengend beschrieben.“ (R)
„Der Autor schreibt langatmig, und was er für ‚satirisch-amüsant‘ hält, ringt mir nicht mal ein müdes Lächeln ab.“ (R)

Andererseits muss man sich dann doch aufregen, was man mit Kraft- und Saftausdrücken garniert:

Blosstellung und Herabwürdigen“ (GP)
„offenbar von Menschen geschrieben die gerne andere blossstellen und mobben“ (GP)
„Dabei werden Menschen erniedrigt, herabgesetzt und gedemütigt“ (GP)
„ganze Schichten zu erniedrigen und arrogant zu betrachten“ (GP)
„geistige Ausgeburt an Intoleranz und Boshaftigkeit“ (GP)
„Schrottlektüre für die Dummen“ (S)
„AFD-Bushing“ (S)
„Da fegt eine abgehalfterte zweitklassige Schreibkraft und drittrangige ‚Ex-Funktionärin‘ alle eh schon verwursteten AfD-Gossip-‚Skandälchen‘ zusammen, kocht ein dünnes braunes Süppchen daraus und garniert die Inhaltsleere mit einem verkaufsfördernden Mainstream-Sahnehäupchen als ‚Aussteigerin‘ auf der Jagd nach ein paar Euro ....“ (S)
„Es ist schon wirklich erstaunlich mit welcher Furchtlosigkeit sich Gerhard Riedl auf peinlichste Art und Weise der Lächerlichkeit preisgibt.“ (R)
„Wie der Autor andere Besucher der Milonga runtermacht, beleidigt und wirklich an niemandem ein gutes Haar lässt (…), das hat mir wirklich die Sprache verschlagen.“ (R)
(Hat es wohl nicht, sonst würde er nicht schreiben!)

Wenn ich diese Parallelen sehe, frage ich mich schon: War da bereits früher eine „Tango-Pegida“ am Werk?

Zum festen Verriss-Repertoire gehört schließlich: Ja nicht mit dem Inhalt des Buches beschäftigen (was mühselig wäre), lieber mit dem Autor! Dabei muss man natürlich differenzieren: Bei eher arrivierten Schreibern kommt man mit dem Vorwurf von Arroganz weiter, während die junge Franziska Schreiber sich wegen ihres abgebrochenen Jurastudiums natürlich vorhalten lassen muss, sie wolle nur ihre materielle Existenz sichern (was unmoralisch zu sein scheint). Bei älteren Menschen wie mir kann man auch das vermutlich Pathologische ansprechen.

„Die beiden Autorinnen nutzen ihre privilegierte Stellung beim SPIEGEL, um sich über Eltern lustig zu machen.“ (GP)
„Statt humorvoller Satire mit einem kleinen Augenzwinkern wurde uns arrogant vorgetragen“ (GP)
„eine erschreckend überhebliche Verurteilung“ (GP)
„sehr unwissende möchtegern Autoren“ (GP)
„Hier wird versucht mit einer zur Zeit polarisierenden Partei das schnelle Geld zu machen.“ (S)
„Ein Versuch mit ‚Copy und Paste‘ die durch eigene Faulheit entstandene Existenznot etwas zu lindern.“ (S)
„hofft mit merkeldienlicher Rabulistik nicht nur eine ‚flotte Mark‘ zu machen, sondern auch einen Bedeutungsgewinn zu erlangen“ (S)
„Wenn es mit der Karriere in der Partei nicht klappt, dann wenigsten noch ein paar Euro mit dem angeblichen Insider Wissen verdienen.“ (S)
„Wenn eine Frau, die die Karriereleiter hochklettern wollte und nicht konnte, nichts Besseres einfällt, als zu lügen und zu hetzen, ist das erbärmlich. Schlimm!“ (S)
„ein an Kommerz interessierter Maulwurf“ (S)
„Seit Jahren schreibt der Autor das Gleiche, wohl mit der Hoffnung umso wichtiger zu sein, je mehr und öfter er Gleiches von sich gibt.“ (R)
„Penetrante Selbstbeweihräucherung“ (R)

„Zwar ist das pubertäre Schreiben intellektuell und satirisch getarnt,- aber wie sonst könnte der schon betagte Autor an seiner Pubertät festhalten?“ (R)
„Ein furchtbares Buch, ein unangenehmer Mensch!“ (R)
„Ich habe den akuten Ausbruch des Tourette-Syndroms bei G.R. äußerst verwundert zur Kenntnis genommen.“ (R)
„Er gibt sich große Mühe und schafft es auch, als unverbessrlicher Besserwisser rüberzukommen.“ (R)

Fast schon überflüssig zu erwähnen: So gut wie alle Rezensionen sind unter Pseudonym veröffentlicht.

Fazit:

Auch der mieseste Autor braucht einige tausend Stunden, bis ein mittelgroßes Buch entsteht. Man zeigt nicht den mindesten Respekt vor dieser Arbeit, wenn man ihn dann mit drei Zeilen abfertigt. Und selbstredend darf man kritisieren, auch hart wenn deutlich wird, dass halbwegs sorgfältig recherchiert wurde. Alles andere aber ist eine dummdreiste Zumutung, die nur etwas über die eigene Unfähigkeit aussagt, sich mit geistiger Materie zu beschäftigen.    

Wahrlich, man muss Bücher heute nicht mehr verbrennen (Feuer wäre auch wegen der Kohlendioxid-Bilanz unökologisch) – ein paar Sprüche in lausiger Rechtschreibung ins Kommentarfenster hacken reicht doch auch! Und uns Autoren mag es zum Trost gereichen: Zwischen solchen virtuellen Angriffen auf Geist und Sprache und dem Intelligenzgrad der grölenden SA- und Burschenschaftler-Horden von einst besteht wohl kein allzu großer Unterschied.

Ich beruhige mich jedenfalls damit, was einst eine Schreiberin im Blog „Tangoplauderei“ zum Vorwurf sagte, es werde „Gerhard-Bashing“  betrieben:   

Gerhard-bashing‘ ist übrigens ein netter Ausdruck! Aber er trifft es überhaupt nicht. Hier wird auf niemeanden eingeschlagen. Ganz und gar nicht. Hier wird sachlich diskutiert und jegliche Kritik fundiert belegt.“

Na dann…

P.S. Das Schwierigste an diesem Artikel war die Auswahl der riesigen Menge an Zitaten - im Sinne der "Müllvermeidung"... 

Kommentare

  1. Soeben erreichte mich ein Kommentar von Ute Theimer:

    Lieber Gerhard Riedl,

    zu Ihrem Artikel „Bücherverbannung“:

    Warum beschweren Sie sich nicht über kurze positive Kritiken, die nur aus Schlagwörtern bestehen und vollkommen uninformativ sind?
    Hier ein paar Beispiele (ich beziehe mich nur auf das von Ihnen erstgenannte Buch):

    „Sehr schön. Vieles was beschrieben wird hat man so oder so ähnlich selbst schon erlebt. Einiges ließ mich aber einfach nur staunen....“ (Autor(in): nadinerode)
    „Sehr amüsantes Buch, was leider total der Wahrheit entspricht. Es lässt einen immer wieder mit Aha- Effekten schmunzeln oder auch nachdenken.“ (Autor(in): Bounty)
    „Kann man gut zwischendurch lesen . Zum Teil wirklich absurd, aber es spiegelt das Verhalten so einiger Eltern wider.“ (Autor(in): Isabell)
    „Sehr Amüsantes Buch. Es schildert viele kleine Punkte aus dem alltäglichen Leben.“ (Autor(in): Wuppi)
    „Sehr unterhaltsames Buch ich hab es ungern aus der Hand gelegt und hatte es auch RuckZuck ausgelesen !“ (Autor(in): Hampel)
    „Dieses Buch ist für alle was, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Egal in welchem Sinne. Sehr lesenswert.“ (Autor(in): Amazon Kunde)
    „Super lustige Geschichten aus dem Alltag mit Kindern...nicht nur einmal musste ich den Kopf über die Helikoptereltern von heute schütteln...und herzhaft lachen“ (Autor(in): GudJung)
    „Ein wirklich schönes Buch, bei dem ich an einigen Stellen den Kopf schütteln musste, aber auch herzlich gelacht habe. Ich kann es weiterempfehlen.“ (Autor(in): Langraf)
    „Tolles Buch so ist es bei vielen Menschen, viele Menschen können nicht loslassen. Ich hab das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen“ (Autor(in): Britta Schwab)
    „Das Buch spricht mir aus der Seele. Es beschreibt sehr gut wie ambivalent unsere Gesellschaft in der Kindererziehung unterwegs ist.“ (Autor(in): Amazon Kunde)
    u.s.w. ….

    Fast schon überflüssig zu erwähnen: So gut wie alle Rezensionen sind unter Pseudonym veröffentlicht.
    Was unterscheidet also die positiven Kritiken von den negativen in der Art und Weise? [rhethorische Frage] Antwort: NICHTS.

    Was Sie nicht erwähnen: es gibt auch viele lange schlechte Kritiken.
    Hier ein Beispiel:
    „Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es mir in Facebook-Werbeanzeigen immer wieder "über den Weg lief". Da auch ich Helikoptereltern kenne, dachte ich mir, zwischen all den Thrillern, die ich sonst lese, kaufe ich mir auch mal etwas zur Erheiterung.
    Erwartet habe ich ein Buch, was zum Schmunzeln ist, aber auch zum Nachdenken anregt. Was man gern in die Hand nimmt, in manchen Situationen bestimmte Menschen wiedererkennt und letztlich ein rund um amüsantes Storytelling mit Kommentaren, zu denen wohl ein Augenzwinkern angebracht ist. Denn: der Titel des Buches ist sensationell gewählt.

    Was dann aber im Buch war? Aneinandergereihte kurze "Leserbriefe" von Menschen, die Helikoptereltern erlebt haben. Selbstverständlich schüttelt man auch mal ungläubig den Kopf, aber: es liest sich eher wie eine "Rankingshow" ohne Ranking. Niveau die täglichen Nachmittags-Reality-Shows der Privatsender.

    Die Kommentare im Buch bauen in sofern aufeinander auf, als dass Sie sich um die verschiedenen Stadien des Kindesalters drehen (Krabbelgruppe, Kindergarten, Grundschule....), aber ansonsten - kein fließender Übergang, wenn man irgendwo auf S. 50 startet hat man hinterher genauso viel Input wie wenn man von Beginn an liest.

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  2. (Fortsetzung)

    Gewünscht hätte ich mir:
    - mehr fundiert recherchiertes Hintergrundwissen über das Phänomen Helikoptereltern
    - evtl. auch psychologisch vertiefte Einblicke
    - eine fließendere Verknüpfung der einzelnen Kapitel
    - eine kritischere Betrachtung des Themas, nicht nur teils denke ich übertriebene Geschichten, die Menschen anonym vorführen
    - nicht nur eine Aneinanderreihung von Erlebnissen, sondern eher eine "Geschichte drumherum", in der ab und zu vielleicht mal eine Anekdote einfließen kann.
    - einen wirklichen "Experten", der vernünftige Tipps gibt - und nicht das skurrile Geschreibsel am Ende des Buchs - als würde es wirklich nützen, dass Helikoptereltern für mehrere Stunden ohne Handy allein in den Wald gehen - das Problem bei solchen Extremfällen liegt deutlich tiefer und sollte nicht so ins Lächerliche gezogen werden.

    PS: ja, ich habe Kinder, 4 Stück sogar - von Kleinkind bis Teenie. Und nein: ich besitze nicht die Handynummer der Lehrer. Ich diskutiere auch nicht über Noten. Und hier wird Geburtstag gefeiert, egal welche schulischen Termine anstehen ;o) …“ (Autor(in): Engelinchen)

    Wenn wir wollen, können wir nun unzählige Zitate aneinanderreihen und die Leserschaft in diesem Blog weiterhin schrecklich langweilen. Aber wozu?

    Aus Ihrem Artikel entnehme ich lediglich, dass Sie eine schlechte Kritik nicht vertragen und nicht verkraften. Ich habe das ja schon bei meiner Kritik am „Duo Tango Varieté“ bemerkt. Ich habe Ihnen angeboten, meine Kritik aufgrund Ihrer Aufforderung ganz genau zu präzisieren – doch da sind Sie auf einmal stumm geblieben. Und zu den Musikern schreiben Sie bzgl. Engagements: „Natürlich schätze ich die Musik des „Duo Tango Varieté“ – und so sehen es offenbar auch zahlreiche Veranstalter, auf deren Milongas die Damen schon spielen durften: Übrigens stets auf eine Einladung hin – beworben haben sie sich nie und werden es weiter nicht tun.“ Kurz dazu: Stimmt nicht. Auf der Homepage wird das „Angebot“ beworben.

    Und besonder witzig finde ich, dass eine tolle positive Kritik gleich aus Ihrem unmittelbaren Umfeld kommt. Da kann man sich als Autor doch auf die Schulter klopfen!

    Übrigens muss man ein Buch, Musikstück, eine Aufführung oder einen Film nicht bis zum bitteren Ende ertragen, wenn man's schlecht findet. Dennoch hat man das Recht, darüber zu schreiben.

    Und zum Schluss:
    GUTE AUTOREN/SCHAUSPIELER/MUSIKER/KOMPONISTEN/KÜNSTLER ALLER ART VERTRAGEN AUCH SCHLECHTE KRITIK.

    Alle anderen werden sich, so wie Sie, immer beleidigt fühlen.

    Liebe Grüße,
    Ute Theimer

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    1. Karin Law Robinson-Riedl richtete folgenden Kommentar an mich:

      1. Klar gibt es „gute" und „schlechte" Kritiken zu Büchern u.a., die sowohl lang als auch kurz sind.

      Nun hast du hier eben mal über die schlechten geschrieben – eigentlich ein positiver Ansatz, mal die zu verteidigen, die nicht so gut wegkommen; ja nicht nur dich und dein Buch!

      Eine Auseinandersetzung mit „guten" Kritiken wäre einen eigenen Artikel wert. Themaverfehlung mal wieder. Ich schreibe über Bäume und einer beschwert sich, dass es nicht auch um Sträucher geht ...

      2. Auch kurze, oberflächliche „gute" Kritiken finde ich nicht wirklich hilfreich. Es fehlt das Fundament in beiden Fällen.

      3. Eine Auseinandersetzung mit der Musik des Duo T.V. hat deshalb nicht stattgefunden, weil die Dame „Vorleistungen" verlangt hat (Notenmaterial, das wir zum Großteil selber bearbeitet haben!). Das ist grenzt an eine Zumutung: Wenn man jemanden „verreißen" will, soll der einem auch noch Materialien dazu liefern!

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  3. Liebe Ute Theimer,

    ich „beschwere“ mich über gar nichts und bin erst recht nicht „beleidigt“ – ich will mich ja nicht in Ihre Kernkompetenz einmischen. Thema des Artikels waren die Methoden, mit denen man Bücher ohne große geistige Anstrengung heruntermachen kann. Ich halte es jedenfalls für interessant, wie die Argumente sich – von Tangoblogs bis zu Rechtsextremisten – ähneln.

    Ich habe auch nicht behauptet, dass positive Rezensionen mehrheitlich sehr lang sind – auch an kurzen und nichtssagenden guten Beurteilungen orientiere ich mein Kaufverhalten nicht. Ich halte es jedoch für den Normalfall, dass etwas, das für Geld verkauft wird, seinen Preis einigermaßen wert ist. Insofern sehe ich für den, welcher das Gegenteil behauptet, schon einen noch größeren Begründungsbedarf. Zudem hat man bei „Amazon“ bei den meisten Büchern Gelegenheit zu einer umfangreichen Leseprobe – und Sie betonen ja, man müsse ein Buch nicht bis zum Ende verfolgen, um sich ein Urteil bilden zu können. Wenn man es also bestellt und dann sehr schlecht findet, sollte man schon genauer dartun, warum.

    Leider gehen Sie auf etliche weitere Kennzeichen, die ich bei negativen Besprechungen gefunden habe, überhaupt nicht ein.

    Schlechte Kritiken vertrage und verkrafte ich seit Jahren – und ich bestreite niemandem das Recht, solche zu veröffentlichen, selbst wenn es reiner Unsinn ist. Allerdings nehme ich mir in genau gleicher Weise das Recht, darauf öffentlich zu antworten – insbesondere, wenn ich meine, der Rezensent habe es an einer adäquaten geistigen Bemühung fehlen lassen. Leider verkraften dies die Kritiker dann oft nicht: Ich habe schon von „Internetpranger“ und „Verstoß gegen die Amazon-Richtlinien“ lesen müssen. Apropos: Mir ist nicht bekannt, dass Personen, die mich persönlich kennen, meine Bücher nicht besprechen dürften. Falls Sie das anders sehen, können Sie es ja beim Online-Händler melden.

    Zum „Duo Tango Varieté“: Ich habe Sie mehrfach zur genaueren Erläuterung Ihrer Kritik aufgefordert. Darauf gehen Sie überhaupt nicht ein, sondern beantworteten dies (auch per Mail) mit Anforderungen wie der, die Musikerinnen sollten Ihnen ihr Notenmaterial zukommen lassen. Dazu erübrigt sich jeder Kommentar. Nebenbei: Sie verwechseln „etwas bewerben“ (transitiv) mit „sich bewerben“ (intransitiv): Die Damen bewerben sich weiterhin nicht bei Veranstaltern, ich „bewerbe“ allerdings ihre Auftritte auf Facebook und meinem Blog.

    Ob der die Leser langweilt, überlasse ich deren Urteil. Die steigenden Zugriffszahlen sprechen jedenfalls dagegen. Und Sie selber verfolgen meine Veröffentlichungen offenbar sehr genau und wenden mit Recherchen wie oben viel Zeit auf – auch und gerade, obwohl Sie Probleme mit Schwerpunktsetzung und Themenerfassung haben sowie sprachlich wohl nicht zu den Hochbegabten gehören. Sehen Sie: So soll es doch sein – dass man sich Mühe mit Verrissen gibt.

    Herzlichen Dank dafür!
    Gerhard Riedl

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    1. Die Antwort von Ute Theimer:

      Liebe Familie Riedl,

      schön langsam sollten Sie wissen, was Sie wollen! Einerseits verlangen Sie, dass ich eine Interpretationsanalyse schreibe, andererseits werfen Sie mir vor, mich nicht über das vorgegebene Thema zu äußern. Dass ich stilistisch nicht mit Ihrer "Genialität" mithalten kann, liegt auf der Hand und ist auch von mir nicht angestrebt - ich bin schließlich keine Autorin. Wie stellen Sie sich eine Interpretationsanalyse ohne Noten vor?

      Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und erwarte Ihren Vorschlag!
      U.T.

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    2. Liebe Ute Theimer,

      ich fürchte, Sie sollten sich einmal überlegen, was Sie wollen – außer semantische Tinte à la Maaßen auszustoßen:

      Eine „Interpretationsanalyse“ haben wir nicht verlangt – übrigens nicht einmal, dass Sie sich überhaupt zur Musik des Duos äußern. Ich bat Sie nur, ihre Behauptung zu erläutern, die Musikerinnen spielten „out of tune“ (also „falsch“ bzw. „verstimmt“). Dazu benötigen Sie vor allem ein gutes Gehör. Anschließend zählen Sie die Takte ab und erklären, welche Töne „falsch“ waren. Und wenn Sie Notenmaterial brauchen und sich in der Branche auskennen, dann steht es Ihnen frei, sich die im Video gespielten Titel bei Musikverlagen zu bestellen. Falls sie in vorliegendem Fall transponiert wurden, wird es ihnen Ihr Gehör ermöglichen, die Tonart zu erkennen.

      Erst recht müsste es Ihnen ohne Notenmaterial möglich sein, fachlich zu umschreiben, was Sie an der Interpretation für „langweilig“ oder „steif“ halten.

      Ich habe jedoch bei Ihnen überhaupt nichts bestellt – ob Sie nun liefern oder nicht, ist Ihr Problem. Ob ich weitere Nichtlieferungen oder neue sophistische Pseudoargumente hier veröffentliche, entscheide ich dann allein.

      Schöne Grüße
      Gerhard Riedl

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    3. Hier die Antwort von Ute Theimer:

      Liebes Ehepaar Riedl,

      Sie wollen wirklich wissen, warum Ihre musikalische Darbietung „out of tune“ ist?
      Nun: ich fürchte, Sie werden „Bahnhof“ verstehen – bzw. werden Ihre Ohren nicht mitkommen..... Und fassen Sie die folgenden Zeilen bitte nicht als Kritik auf – Sie sind eine hervorragende Hobbymusikerin!!!

      Haben Sie eigentlich ein Stimmgerät? O.k. - blöde Frage. Natürlich haben Sie eines. Und Sie verwenden es - hoffentlich - auch brav. Das ist aus Ihrer Sicht auch gut so! Immerhin kann man damit jeder Zeit nachweisen, dass man den Ton genau getroffen hat. Das ist doch super, gell?

      Und es stimmt wirklich: Wenn man am Klavier oder mit der Fisharmonica die einzelnen Töne spielt, ist der Zeiger des Stimmgeräts hoffentlich immer brav in der Mitte (vorausgesetzt, das Instrument ist gut gewartet und ordentlich gestimmt). Da jauchzen die Ohren der deutschen Gründlichkeit, gell?

      So gut das auch sein mag: meine Ohren jauchzen überhaupt nicht – im Gegenteil: ich bekomme gerade Ohrenkrebs! Warum ist das so?
      Das, was ein Stimmgerät anzeigt, ist die chromatische Stimmung. Ein wahrer Segen für die Musik ab dem Barock, denn endlich konnte man durch alle erdenklichen Tonarten modulieren. Ihr geliebter Piazzolla wäre ohne dieser Stimmung ziemlich aufgeschmissen! Bach widmete eines seiner zentralen Werke genau dieser Stimmung: „Das wohltemperierte Klavier“. Die Chromatik ist also die Grundlage unseres heutigen Musikverständnisses. Und das ist auch gut so. Falls Sie es nicht wissen: die Chromatik unterteilt die Oktave in zwölf gleiche Teile (das nennt man Halbtonschritte).

      Und jetzt kommt das große Problem:

      Die chromatische Stimmung ist unnatürlich und klingt leider scheußlich. Das liegt daran, weil die Obertonreihe sich leider nicht an die chromatische Stimmung hält – anders ausgedrückt: die chromatische Stimmung ist ein Kompromiss. Gut klingen tut sie nicht.

      Was klingt aber nun gut? Gute Frage, gell? Darauf gibt es nämlich keine eindeutige Antwort. Es gibt nämlich MEHRERE Stimmungen, die natürlich sind und auch gut klingen. Als Interpret muss man sich da entscheinden …. Aber eines ist sicher: all diese Stimmungen (reine, pytagoreische, … Stimmung) klingen wensentlich BESSER als die künstliche chromatische. Als Musikerin (mit Ohren!) kann man jederzeit die Probe aufs Exempel machen: Man nehme einen x-beliebigen Dur-Dreiklang und stimme diesen mit einem Stimmgerät aus. Das Ergebnis: einfach grauslich! Nun werfe man das Stimmgerät weg und stimmt einmal die Quint ordentlich aus, dann die Dur-Terz dazu. Und zwar so, dass der Durakkord wirklich sauber und gut klingt. Geschafft? (Bei Ihren Ohren wage ich das zu bezweiflen.) Wenn ja, messen Sie doch mal die Töne nach – Sie werden Ihre blauen Wunder erleben! Die Terz ist viel zu tief und die Quint ein wenig zu hoch. Sagt das Stimmgerät. Aber der Akkord klingt super! Fazit: werfen Sie's Stimmgerät weg! NEIN, tun Sie's bitte nicht!!! Gerade Sie brauchen es!

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    4. (Fortsetzung)

      Und nun komme ich zu Ihrer Intonation, Frau Riedl: Sie versuchen mit der Fisharmonica brav mitzuspielen. Das funktioniert aber nicht! Sie müssen mit der Harmonie der Musik mitgehen – sonst wird’s immer „out of tune“ klingen. Pianistinnen und Fisharmonica-Spielerinnen und alle anderen Musikerinnen, die mit fix gestimmten Instrumenten zurechtkommen müssen, sind arm dran (die sind abhängig vom Stimmer ihrer Instrumente bzw. müssen mit Tricks arbeiten) – aber Sie könnten ordentlich intonieren. Tun Sie aber nicht, weil Sie es einfach nicht hören. Und darum klingt es „out of tune“. Hören Sie sich doch die Beispielvideos an, die ich Ihnen geschickt habe!

      So, das war die Textversion. Vielleicht habe ich den Ehrgeiz, Ihnen das alles pratklisch zu BEWEISEN. Man könnte nämlich Ihre Aufnahme mit der heutigen Technik so herrichten, dass sie auch wirklich gut klingt. Das ist aber äußerst arbeitsintensiv und möglicherweise veröffentlichen Sie das gar nicht (weil's für Sie einfach zu peinlich ist). Nachdem Sie der Meinung sind, dass ich ohnedies nicht richtig hören kann und von Musik keine Ahnung habe, wird sich diese Arbeit wohl nicht lohnen.

      Liebe Grüße,
      U.T.

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    5. Liebe Ute Theimer,

      nein, wirklich, lassen Sie es! Ich würde es auch nicht veröffentlichen – nicht, weil es mir peinlich wäre, sondern weil wir nur mit Leuten zusammenarbeiten, die unsere Bemühungen wertschätzen, zumindest aber respektieren.

      Ihre wissenschaftlich klingenden Ausführungen kann ich nicht beurteilen, da mir dazu die musikalische Ausbildung fehlt. Als jemand, der seit 50 Jahren tanzt, kann ich allerdings sicher sagen, welche Musik mich zum Tanzen animiert. Und erst letzten Sonntag habe ich wieder erleben dürfen, dass dabei die Interpretationen unseres Duos ganz weit vorne stehen.

      Zufälligerweise kommen wir gerade von einer Milonga, wo meine Frau von Gästen auf das besagte Video angesprochen wurde. Sie hätten es erst kürzlich entdeckt und fänden es wunderschön. Ich bemerkte dazu: „Ich muss mich aber gerade mit einer Kritikerin auseinandersetzen, für die das ‚out oft tune‘, also verstimmt klingt.“ Die Reaktion: ‚Die spinnt ja.‘“

      Wie gesagt: Wie wissenschaftlich haltbar Ihre Ausführungen sind, kann ich nicht beurteilen – sehr wohl aber, dass Sie diese auf eine Musik beziehen, die einst von einfachen Leuten geschaffen wurde, die Gitarre spielten oder auf dem Kamm bliesen und nicht mal Noten lesen konnten. Heute dagegen wird der Tango von Menschen dominiert, die mit einem Wust an Theoriegeschwätz versuchen, ein Herrschaftswissen zu etablieren, gegen das man keinen Widerspruch mehr wagen soll. Die Parallele zu den Herren Cassiel und Tobler hinsichtlich der „ultimativen Geheimnisse der Tontechnik“ ist unübersehbar. Keiner zwingt Sie, sich Musik anzuhören, von der Sie „Ohrenkrebs“ bekommen – außer Ihr eigenes Vergnügen am Runtermachen.

      Schlimmstenfalls verstehen Sie, Frau Theimer, zwar fachlich viel über Stimmungen und Harmonien in der Musik, von denen im zwischenmenschlichen Bereich hingegen gar nichts – und vom Tango ebenso wenig. Aber das ist eine Tragik, mit der Sie selbst zurechtkommen müssen.

      Wenn es ersichtlich nicht mehr um einen fairen Meinungsaustausch geht, sondern nur noch darum, so lange zu suchen, bis man wieder einen vermeintlichen Dreck gegen andere ausgegraben hat, endet für mich jede Diskussionsbereitschaft. Daher werde ich Kommentare von Ihnen – gleich zu welchem Thema – nicht mehr veröffentlichen. Sollten Sie mir weiterhin Mails schicken, müssen Sie allerdings damit rechnen, dass ich diese in Blogartikeln zitiere.

      Gerhard Riedl

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    6. Hier noch die Antwort der angesprochenen Musikerin:

      Liebe Ute Theimer,

      auch von mir noch eine letzte Stellungnahme:

      Ich bedanke mich ausdrücklich für Ihre anregende Darstellung (sogar ohne unser Notenmaterial!) und Ihr Kompliment bezüglich meiner Fähigkeiten als Laienmusikerin.

      Über Ihre herablassenden Bemerkungen zu meinem musiktheoretischen Wissen bzw. meinem Gehör sehe ich hier einfach mal hinweg, da mir deren provozierende Absicht schon klar ist, ich aber keine Lust habe, Ihnen durch irgendwelche Repliken Genugtuung zu verschaffen.

      Allerdings muss ich Sie doch ein wenig ent-täuschen:

      Nur Bahnhof verstehe ich tatsächlich nicht. Ihren letztlich für Tontechniker (Musikhistoriker, -theoretiker u.v.m.) wichtigen Überlegungen kann ich doch einigermaßen folgen. Allerdings befinde ich mich in der Position der ausübenden Musikerin, da liegen die Schwerpunkte woanders. So sind mir aber die Feinheiten der – ich nenne sie mal „Abstimmung" zwischen Instrumenten durchaus bewusst. Auch, dass die Verantwortung dafür den in dieser Hinsicht flexibleren Instrumenten in der Aufführungssituation zukommt.

      Wenn Ihr Musikgenuss unter der für Sie misstönenden – spätestens seit Bachs Zeiten gängigen „Wohltemperiertheit" leidet, dann bedauere ich das. Beruhigend nur, dass wenigstens die wohl zumeist tontechnisch (und optisch) professionell bearbeiteten Youtube-Videos, die Sie empfohlen haben, Sie zufriedenstellen.

      Vielleicht sollten Sie aber über Folgendes einmal nachdenken:

      1. Ein begnadeter Klarinettist (mit Studium und hervorragendem Examen, also weit jenseits der Laienhaftigkeit ) meinte einmal, er könne nicht mit Kollegen musizieren, die ein Crescendo mit dem Zentimetermaß ausmessen würden.

      2. Der legendäre Sergiu Celibidache war sehr ablehnend gegenüber (Ton-)Aufnahmen seiner Konzerte, weil die Musik aus dem Augenblick heraus entstehe, so seine feste Überzeugung.

      Das physikalische exakte Messen und Austarieren von Tönen und Schwingungen ist eine Sache – eine wichtige zweifellos. So kann man im Studio makellose Einspielungen herstellen (danke für Ihre diesbezügliche Idee – mir ist das Procedere aus früheren Jahren bereits bekannt, und es wäre mir mitnichten peinlich, weil ich den Unterschied zwischen Menschen und Maschinen kenne...).
      Solche Einspielungen befriedigen sicherlich das feinste Gehör und bringen beeindruckende Ergebnisse.

      Aber war's das dann?

      Frequenzen und Obertonreihen sind nützlich, wirkliche Musik ereignet sich jedoch nicht nur in den Gehörgängen, sondern – ich wage es auszusprechen – im Herzen. Klingt pathetisch, ist aber so, zumindest bei Vorhandensein selbigen Organs.

      Wenn unsere Musik Sie nicht erreicht, dann meiden Sie sie doch bitte in Zukunft. Wir haben einen großen Kreis von Menschen, denen sie etwas bedeutet und die sie mögen.

      Und mehr wollen wir gar nicht – vielleicht so: Herz statt Hertz!

      Mit bestem Gruß
      Karin Law Robinson-Riedl

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