Der kurze Weg zum langen Abschied



Manchmal müssen zwei Dinge zusammenkommen, damit es ein Blogtext wird. Kürzlich war es wieder so:

Kollege Thomas Kröter veröffentlichte eine Hommage an seine Lieblings-Tangolehrerin Ines Moussavi, eine Berliner Tanguera der ersten Stunde. Obwohl ihm „der Musikgeschmack der Djs nicht immer behagt“, ist er Stammgast auf ihrer Milonga.

Als die beiden wichtigsten Tanzpartner Moussavis nennt der Autor Eric Joerissen aus dem niederlänischen Nijmegen, wo er seinen (von Kröter so betitelten) „Tango-Ashram“ El Corte betreibt, und den Berliner Constantin Rüger. Von beiden hat er ein Video eingestellt. Während Joerissen mit Moussavi immerhin eine ganz ordentliche Milonga canyengue zeigt, ist mit dem Partner Rüger halt „Schleichtango der neueren Art“ angesagt:



Persönlich kann ich nur sagen: Hätte ich 1999 den Tango argentino in dieser Form kennengelernt, würde ich heute Salsa tanzen!

Sehr interessant ist es nun, die historische Perspektive der anderen Seite kennenzulernen:

Für Moussavi war vor 30 Jahren Tango der „komische Tanz, wo man immer den Kopf hin und her schmeißt“. Vom damaligen Partner Ulrich Demmel verführt, lernte sie dann die „Basse“ und wohl auch einiges Wildere: Als sie schließlich selber auflegte, musste „jede dritte oder vierte Tanda aus Non-Tangos bestehen. Davon war ich ein unbedingter Fan, damals aktuelle Popmusik, aber auch Chansons oder eine Kurzversion des Bolero von Maurice Ravel. Alles Mögliche eben, worauf man Tango tanzen konnte.“ Inzwischen, so Kröter, dem diese Veränderung nicht so ganz zu gefallen scheint, wirbt Ines „mit der Versicherung, dass es nur ‚sorgsam ausgewählte, klassische Tangos‘ zu hören gibt.“  

Was hat den Umschwung bewirkt? Na klar, eine „Pilgerfahrt“ nach Buenos Aires: „Gleich in ihrer ersten Nachmittagsmilonga erhielten die beiden eine unbezahlte Lektion, die sie nie wieder vergessen sollten. Das deutsche Paar tanzte die großen Figuren, auf die es so stolz war. So sah der Tango im Film und in den Shows aus. Aber eben nicht in Buenos Aires. Hier kesselte die Schwarmintelligenz der erfahrenen Milongueros und Milongueras die beiden ein, bis sie … jedenfalls nicht mehr so tanzen konnten, wie sie es gewohnt waren.
Aber sie wollten doch den ‚richtigen‘ Tango tanzen und zu Hause lehren, so wie er hier in Mekka‘ üblich war. (…) Privatstunde um Privatstunde quälte sich das Paar aus Alemania mit der engen Tanzhaltung, die beide zunächst ‚furchtbar unbequem‘ fanden, wie Ines sich erinnert. Ihre Figuren passten nicht zu dem für sie neuen Stil.
Heute ist bei Ines genau richtig, wer lernen will, die kleinen, kaum wahrnehmbaren gelaufenen Rückwärtsachten im Milonguero-Stil zu tanzen und zu führen."

Hier der Original-Artikel:

Man muss es wirklich durchbuchstabieren: Da hat ein junges deutsches Tangopaar moderne Musik entdeckt und ist auf dem Weg, seinen eigenen Tanzstil zu entwickeln – und dann ist nach der ersten Milonga in Buenos Aires schon wieder Sense!

Man hätte natürlich – bei Vorhandensein eines Hinterns in der Hose – auch anders reagieren können: Na prima, sehr interessant, mal den historischen Tango zu entdecken – davon kann man sich sicher inspirieren lassen. Und wir hoffen, die Porteños lernen auch, wie man inzwischen in Europa tanzt: Schließlich sind wir gerade dabei, den Tango vor dem Aussterben zu bewahren!

Aber nix da: Respekt vor einer fremden Kultur reicht nicht – man muss gleich auf allen Vieren kriechen! Also wurde flugs eine historische Tanzweise nach Europa exportiert, die sich ja heute hervorragend verkauft – gerade auch bei Vollpension-Lehrgängen an romantischen Orten.

Das Lustigste daran: Inzwischen tanzen in Mekka die jungen Leute durchaus „vorschriftswidrig“, aber wenn sie aus finanziellen Gründen in die Welt ziehen, um Tango zu verkaufen, bekommen sie wahrscheinlich gesagt: „Dort müsst ihr aber tanzen wie der Opa!“

Fast zeitgleich hat mich die Wiener Tangofreundin Alessandra Seitz auf einen Beitrag des Privatkanals „Okto TV“ hingewiesen, der von Gastspielen zweier Tangointerpreten berichtet: des Mundharmonika-Virtuosen Joe Powers und des „Ensemble Hyperion“.

Letzteres wird auch durch ein Interview mit dem Chef der Gruppe, Bruno Fiorentini, vorgestellt. 1992 habe man das erste Konzert mit Werken Piazzollas gespielt, und dann fortlaufend, auch auf Milongas, bis ins Jahr 2000. Dann war ein Umschwenken erforderlich:

„Wenn wir Konzerte spielen, können wir sehr viel Piazzolla spielen, diese Musik ist aber nicht so gut tanzbar. Wenn wir für Tangotänzer spielen, stellen wir fest, dass das Interesse und die Kenntnis der Musik sehr weit fortgeschritten ist. Die Tänzer kennen sich mittlerweile sehr gut aus in der Tangomusik, und wir müssen unser Repertoire und den Programmaufbau sehr sorgfältig zusammenstellen.
Das hat sich sehr verändert. Bis 2000 konnten wir alles spielen, und die Leute waren so enthusiastisch und tanzten praktisch zu allem. Aber in den letzten 10 Jahren achten die Leute sehr auf Arrangements, der Musikgeschmack hat sich sehr entwickelt. (…)
Die Leute mögen es auch sehr, wenn zum Beispiel die Tangomusik der 40-er Jahre in den klassischen Arrangements gespielt wird (…) Für moderne Orchester stellt es folglich eine besondere Herausforderung dar, diese Musik der Goldenen Ära entsprechend zu interpretieren und einerseits den Musikgeschmack der Tänzer zu treffen, zum anderen aber auch einen eigenen, originären Stil und Sound zu finden.“

Im Klartext: Musik zum Eiertanz zwischen dem künstlerischen Anspruch und der immer stärkeren Forderung, sich an das heutige tänzerische Können anzupassen. Die schlichte Tatsache, dass derzeit das Publikum weitgehend nicht mehr Lage ist, schwierigere Arrangements zu vertanzen, wird euphemistisch mit „sehr weit fortgeschrittenem Interesse“ und ebensolcher „Kenntnis der Musik“ umschrieben. Klar, sonst gibt es auf Milongas kaum noch Engagements mehr.
Waren das Zeiten, in denen die Leute noch „praktisch zu allem“ tanzen konnten…

Vor 10, 15 Jahren glaubte man nicht, von Musik auf Milongas, Festivals etc. leben zu können. Inzwischen geht das – aber halt nur, wenn man brav ist – wobei das „Ensemble Hyperion“ sich hörbar schwer tut, seine Qualität zu unterdrücken.

Der Sänger Martin Troncozo bestätigt immerhin, was man hierzulande gerne verdrängt: In den 90-er Jahren, als ich noch ein Kind war, war der Tango in Buenos Aires am Verschwinden. Ich glaube, dass er vor allem durch die Europäer gerettet wurde.“ Dafür müssten die Argentinier diesen sehr dankbar sein. Tja, wenn wir sie nur ließen…      

Hier das Video:

Auch der Mundharmonika-Spieler Joe Powers kann bei der Frage nach dem Zuspruch für Livemusik auf Milongas ein Grinsen nicht unterdrücken:

„Gefährliche Frage (…) Ich denke, viele Leute schätzen Livemusik. Aber es gibt auch andere, die es gemütlicher wollen und es vorziehen, zu Platten zu tanzen. Wenn ich spiele, schätzen die Leute die Energie, die ich in dieser Vorstellung bringe. Diese Energie kann man nicht wirklich in einer Platten-Aufnahme einfangen.“

Selber tanzt er jedenfalls (im Unterschied zu vielen seiner Kollegen) auch Tango, und das habe ihm viel gebracht: „Wenn man sich dem Tango nur von den Noten nähert, fehlt so viel, die Rhythmen des Tanzes zu verstehen.“  (Übrigens spielt er auf einer chromatischen Mundharmonika – also, wie uns jüngst eine Expertin belehrte, „out of tune“).

Die kurzen Proben seiner Kunst (Hugo Diaz lässt grüßen) im Video haben mich begeistert – und demnächst wird sein Album „Apasionado“ auch auf unserer „Wohnzimmer-Milonga“ zu hören sein. Da spielt jedenfalls einer, der sich nicht anpasst – so wie jeder gute Tango. Und auch wir werden unsere „Jugendträume“ vom Tango nicht verabschieden!

Bei mir jedenfalls erzeugen seine Lieder eine Gänsehaut in dem Maße, wie mir bei Schleichtangos à la Moussavi und Rüger die Lider schwer werden. Zum Aufwachen daher eine Kostprobe (und wie man sieht, ist Tanzen dazu in der Ronda kein Problem):

 

Kommentare

  1. Soeben erreichte mich ein Kommentar von Hellmuth Schaller:



    Lieber Gerhard,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel!
    Als Wiener gehe ich scheinbar blind durch die Gegend und versäume so die besten Events der Stadt! Ich habe die Veranstaltung in der Tango-Bar jedenfalls versäumt und das trotz Live-Musik :-(. Schade! Denn das, was dort geboten wurde, war einfach toll! Die Band hat super gespielt – allen voran der Sänger Martin Troncozo und der Mundharmonikaspieler Joe Powers. Das war Spitzenklasse – und welche Expertin auch immer behauptet, das wäre "out of tune“ gewesen, kann wohl wirklich keine Expertin sein und hat vermutlich Petersilie im Ohr.

    Nochmals vielen Dank für diesen Hinweis – das nächste Mal versäume ich so einen Event nicht!

    Herzliche Grüße aus Wien!
    Helmuth

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    1. Lieber Hellmuth,

      herzlichen Dank für das Lob!
      Ich verdanke es Alessandra Seitz, dass ich auf dieses Ereignis aufmerksam wurde. Ja, die Musik ist wirklich sehr inspirierend.

      Das mit den "out of tune" betrifft nicht Joe Powers. Wir mussten nur neulich einige Belehrungen einer Dame über uns ergehen lassen hinsichtlich der Mängel chromatisch gestimmter Instrumente - daher die kleine Ironie.

      Falls ich Deinen Kommentar auf meinem Blog veröffentlichen darf, sag bitte Bescheid.

      Herzliche Grüße nach Wien
      Gerhard

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  2. Hier die Antwort von Helmuth Schaller:

    Lieber Gerhard,

    jetzt habe ich nachgelesen, was denn diese "Expertin" so geschrieben hat.
    Nun, abgesehen, dass sie sich ziemlich "patschert" ausdrückt (wie wir hier in Wien zu sagen pflegen), muss ich ihr im Grunde allerdings recht geben. Zwar übertreibt sie in ihrer Kritik meiner Ansicht nach maßlos, aber die angesprochene Aufnahme ist schon an einigen Stellen - ich sage das einmal so - "unsauber". Das, was die "Expertin" vermutlich erklären wollte, ist die Tatsache, dass die rein chromatische Stimmung unsauber klingt. Das ist allgemein bekannt. Darum hat man ja die wohltemperierte Stimmung eingeführt. Nicht umsonst werden Klaviere vor jedem Konzert neu gestimmt. Dass man auf einer Mundharmonika nur "out of tune" spielen kann, hat sie jedenfalls wirklich nirgends behauptet. Aber o.k., die Gute kann sich ja wortreich wehren :-).

    Liebe Grüße,
    Helmuth - mit einem L - bin nicht hell sondern eine dunkle Gestalt :-)

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    1. Lieber Helmuth Schaller,

      das mag ja alles sein, und selbstverständlich kann man an der Interpretation der Musikerinnen unserer „Pörnbacher Dorfkapelle“ Kritik üben. Die Damen bereiten sich zwar durchaus professionell auf ihre Darbietungen vor, sehen sich jedoch als reine Amateure, die sich niemals mit berühmten Tangointerpreten vergleichen würden.

      Ich bin kein Musikexperte, daher möchte ich es auch dahingestellt lassen, ob man Tangomusik mit den Kriterien der klassischen Harmonielehre gerecht wird. Ich kenne jedenfalls die Vorwürfe an Gesangsstars wie Roberto Goyeneche oder Adriana Varela, sie könnten nicht wirklich singen, das alles sei nur raues Gekrächze. Für mich sind es aufregende Interpretationen, und vielleicht ist es gerade das „Schräge“, was mich – ebenso an Chansonniers wie Aznavour oder Piaf – reizt. Für mich müssen gute Tangos tänzerische Dynamik und Emotionen transportieren. Opern- oder Liedgesang ist eine ganz andere Baustelle.

      Es gibt nur eine Reihe von Zeitgenossen, welche mein Blog akribisch nach Fehlern und Mängeln durchforsten – so wurde neulich auf FB die falsche Schreibweise einer Tangosängerin triumphierend als Beleg meiner mangelnden Fachkenntnisse aufgeführt.

      Ich versuche zunächst geduldig, zu derartigen „Kritiken“ Stellung zu nehmen, worauf solche Schreiber dann gerne auf das nächste Thema kommen – irgendwas muss man doch finden! Auch die betreffende Dame hat – im Blog und in einer Vielzahl von Mails – ständig wieder neue Themen aufgetan, um zu beweisen, wie fürchterlich meine Seite ist. Dabei steigert sich von Mal zu Mal die Gehässigkeit der Formulierungen. Irgendwann drehe ich dann den Saft ab.

      Für mich ist halt die Frage, warum man ein Blog liest, welches man für minderwertig hält, oder sich in Musikdarbietungen vertieft, die subjektiv Ohrenschmerz bereiten. Nach diesem Maßstab könnte ich täglich Hunderte von vernichtenden Kommentaren absenden. Ich nehme solchen Menschen nicht ab, dass es ihnen um Sachthemen geht – eher darum, Menschen, die sich irgendwann ihr Missfallen zugezogen haben, dauerhaft zu nerven. Aber auch eine Zeitung würde Leserbriefe irgendwann nicht mehr abdrucken, wenn ihnen zweimal die Woche jemand mitteilt, welches Schmierblatt sie herausgeben.

      Danke für Deinen Kommentar und herzliche Grüße
      Gerhard

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    2. Helmuth Schaller hat mir wiederum einige Anmerkungen geschickt, die er in meinen Text hineinkopiert hat. Da ich hier keine Farben, Kursivdruck etc. verwenden kann, habe ich meine Textzeilen eingeklammert und hoffe, dass deutlich wird, wer was geschrieben hat:

      Lieber Gerhard,

      eigentlich wollte ich nichts mehr zu diesem Randthema schreiben, aber da Du es wieder aufgreifst, möchte ich doch nochmals Stellung nehmen – um Missverständnisse zu vermeiden, füge ich meine Kommentare direkt in Deine Antwort ein - sonst wird es eine Ende-Nie-Story: Einer Veröffentlichung steht auch nichts im Weg.

      (Lieber Helmuth Schaller
      das mag ja alles sein, und selbstverständlich kann man an der Interpretation der Musikerinnen unserer „Pörnbacher Dorfkapelle“ Kritik üben. Die Damen bereiten sich zwar durchaus professionell auf ihre Darbietungen vor, sehen sich jedoch als reine Amateure, die sich niemals mit berühmten Tangointerpreten vergleichen würden.)

      Gut so - das sehe ich auch so.

      (Ich bin kein Musikexperte,)

      Ja. ;-)

      (daher möchte ich es auch dahingestellt lassen, ob man Tangomusik mit den Kriterien der klassischen Harmonielehre gerecht wird.)

      Tonale Musik unterliegt der Harmonielehre, die allerdings sehr komplex ist. Eine "klassische" Harmonielehre gibt es nicht, es gibt nur DIE Harmonie. Dass Tangomusik tonal ist und damit der Harmonielehre unterliegt, müssen wir ja hoffentlich nicht diskutieren oder bestreiten.

      (Ich kenne jedenfalls die Vorwürfe an Gesangsstars wie Roberto Goyeneche oder Adriana Varela, sie könnten nicht wirklich singen, das alles sei nur raues Gekrächze. Für mich sind es aufregende Interpretationen, und vielleicht ist es gerade das „Schräge“, was mich – ebenso an Chansonniers wie Aznavour oder Piaf – reizt. Für mich müssen gute Tangos tänzerische Dynamik und Emotionen transportieren.)

      DAS zu besprechen würde jetzt den Rahmen sprengen. Ist auch nicht Thema.

      (Opern- oder Liedgesang ist eine ganz andere Baustelle.)

      Wurde ja auch - bis jetzt - nicht angesprochen. Auch das ist nicht Thema.

      (Es gibt nur eine Reihe von Zeitgenossen, welche mein Blog akribisch nach Fehlern und Mängeln durchforsten – so wurde neulich auf FB die falsche Schreibweise einer Tangosängerin triumphierend als Beleg meiner mangelnden Fachkenntnisse aufgeführt.)

      Das interessiert mich nicht und wurde von mir auch nicht angeprochen. Ebenfalls nicht Thema.

      (Ich versuche zunächst geduldig, zu derartigen „Kritiken“ Stellung zu nehmen, worauf solche Schreiber dann gerne auf das nächste Thema kommen – irgendwas muss man doch finden! Auch die betreffende Dame hat – im Blog und in einer Vielzahl von Mails – ständig wieder neue Themen aufgetan, um zu beweisen, wie fürchterlich meine Seite ist. Dabei steigert sich von Mal zu Mal die Gehässigkeit der Formulierungen. Irgendwann drehe ich dann den Saft ab.)

      Kann ich nicht nachvollziehen. Das ist nicht mein Thema und wurde von mir auch nicht angesprochen.

      (Für mich ist halt die Frage, warum man ein Blog liest, welches man für minderwertig hält, oder sich in Musikdarbietungen vertieft, die subjektiv Ohrenschmerz bereiten. Nach diesem Maßstab könnte ich täglich Hunderte von vernichtenden Kommentaren absenden.)

      Jeder, wie er mag - oder? Aber auch das interessiert mich nicht. Wieder nicht mein Thema.

      (Ich nehme solchen Menschen nicht ab, dass es ihnen um Sachthemen geht – eher darum, Menschen, die sich irgendwann ihr Missfallen zugezogen haben, dauerhaft zu nerven. Aber auch eine Zeitung würde Leserbriefe irgendwann nicht mehr abdrucken, wenn ihnen zweimal die Woche jemand mitteilt, welches Schmierblatt sie herausgeben.)

      Keine Ahnung - auch das interessiert mich nicht. Nicht mein Thema.
      Ich habe nicht vor, mich an all diesen themenfremden Inhalten zu beteiligen.

      (Danke für Deinen Kommentar und herzliche Grüße
      Gerhard)

      Danke auch – und nochmals vielen Dank für Deinen Artikel über die Veranstaltung in der Tango-Bar! Nur das interessiert mich letztlich. Und bitte mich nicht in den Sumpf diverser Blog-Streitigkeiten hineinziehen!

      Liebe Grüße,
      Helmuth

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    3. Lieber Helmuth,

      das eigentliche Thema meines Artikels war kein Konzertbericht, sondern die Frage, inwieweit Künstler ihre eigenen Ambitionen einschränken, um dem Publikumsgeschmack zu genügen – speziell im Tango und seiner Entwicklung hin zu historischer Musik und Tanzweise.

      Meine Randbemerkung zu besagter „Expertin“ hast Du leider missverstanden – und da die Dame sich hier nicht mehr wehren kann, musste ich den Irrtum schon aufklären. Allerdings hat Dich keiner gezwungen, in einem Folgebeitrag weiter auf die Dame einzugehen – und schon gar nicht auf das „Duo Tango Varieté“, um das es im obigen Artikel nun wirklich nicht geht. Du wirst mir dann schon gestatten, den Gesamtzusammenhang der Kontroverse kurz darzustellen. Da ziehe ich niemand in den „Sumpf“, der nicht schon drinsteht.

      Dass ich kein Musikexperte bin, habe ich mit geschätzten 98 Prozent aller Milongabesucher gemeinsam. Allerdings tanze ich seit fast 20 Jahren Tango, lege gelegentlich auf und erlaube mir so ein gewisses Urteil darüber, welche Musik mich und andere aufs Parkett zieht. Und da sind Tango (wie Chanson) ganz andere Baustellen, die man nicht ausschließlich mit Kriterien der E-Musik beurteilen kann – nach meiner bescheidenen Meinung.

      Üblicherweise beantworte ich Kommentare, damit der Autor nicht das Gefühl hat, „ins Leere“ zu schreiben. Dass ich dabei nicht ausschließlich Dinge anspreche, die den Schreiber interessieren (und umgekehrt), hat vor allem damit zu tun, dass viele andere mitlesen, ohne sich zu äußern. Auch diesen fühle ich mich verpflichtet.

      Beste Grüße
      Gerhard

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