Dienstag, 30. August 2016

Salsa: Tango ohne Krampf



“Dancing is the only place where you can put
your hands all over a girl’s body for 5 minutes,
and at the end she thanks you for it.”
(Enio Cordoba, amerikanischer Salsa-Lehrer)

Schon öfters geriet ich auf der Suche nach Tanzthemen auf eine Salsa-Seite und war jedes Mal angetan von dem freundlichen Umgangston und der lockeren Einstellung – ganz im Gegensatz zum Tango muss man dort lange suchen, um einmal eine heftigere Diskussion zu finden.

Daher habe ich mich nun auf der Website http://www.salsaland.de ausführlich umgesehen: Sie ist optisch klar und ansprechend, leicht zu navigieren und enthält eine Menge Wissenswertes über die deutsche Salsa-Szene inklusive aktueller Daten zu den diversen Veranstaltungen.

Besonders interessiert hat mich aber der Blogbereich von „Salsaland“, welcher eine größere Zahl von Beiträgen zu Fragen enthält, die im Tango ebenso relevant sind. Und das Ganze wird in einem derart vernünftigen, zugewandten und ideologiefreien Ton abgehandelt, dass mir als Veteranen diverser Tangokriege die Tränen kommen!

Verbissene Auseinandersetzungen um den allein seligmachenden Tanzstil fallen schon deshalb weg, da Salsa ja bekanntlich als „Soße“ aus verschiedenen Latino-Rhythmen (angereichert mit Jazz und Pop) entstand und je nach Ursprungsort in diversen Varianten getanzt wird:

Salsa Cubana ist der ‚klassische‘ Stil und der in Deutschland noch immer am weitesten verbreitete. Er benötigt wenig Platz und ist daher ideal geeignet für volle Tanzflächen. Die Bewegungen wirken sehr fließend, und das Spiel mit der Hüfte wird besonders hervorgehoben. Charakteristisch sind die offene Tanzhaltung, das Führen mit nur einer Hand und das kreisförmige Tanzen der Partner um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Daher sagt man, dass der Cuban Style ‚im Kreis‘ getanzt wird – im Gegensatz zu ‚auf der Linie‘ bei New York Style, L.A. Style und Puerto Rican Style.

Für alle diese Stile ist das Tanzen auf der Linie charakteristisch. Mann und Frau bewegen sich sehr viel vor und zurück auf der Linie. Ein wichtiges Merkmal sind auch die Shines (Solo-Schrittkombinationen). Zunächst entwickelte sich aus der puerto-ricanischen Schule der New York Style, als die Musik dort populär wurde – dann schwappte das Fieber an die Westküste über und es entwickelte sich der L.A. Style Salsa. Allen Unterschieden zum Trotz unterscheiden sich die Stile nicht im Grundsatz, so dass man problemlos mit Partnern tanzen kann, die einen anderen dieser Stile erlernt haben.“

Wie erfreulich, dass hier keine engen Grenzen gezogen werden, obwohl dazu noch verschiedene rhythmische Betonungen kommen, je nach Stil auf der 1, 2 oder 3 der Musik.

Hier ein Eindruck vom „Cuban Style“:


Und so sieht das beim „New York Style“ aus:


Nun gut, auch der Tango entstand ja als „Soße“ aus ganz verschiedenen Musikarten und wurde im Lauf von hundert Jahren in unterschiedlichsten Stilen getanzt – aber das hat man in unserer Szene erfolgreich verdrängt…

Vielleicht hat dies mit dem Durchschnittalter zu tun, welches bei der Salsa nach meinen Recherchen Anfang bis Mitte Dreißig beträgt – und damit zirka zwei Jahrzehnte von dem des Tango entfernt ist: Die Vermutung einer größeren Flexibilität und (auch mentalen) Beweglichkeit liegt durchaus nahe.

Jedenfalls kommt man hier zum Fazit: „Kein Stil ist besser als der andere, er ist einfach nur anders - und andere fühlen in Bezug auf die anderen Stile genauso, wie Du für Deinen Feuer und Flamme bist. Bleib' gerecht!
Für das Gefühl, etwas Besseres zu sein, liefert die beste Salsa-Performance keinen Anlass, und auch enzyklopädisches Wissen berechtigt dazu nicht.“

Generell hütet man sich davor, das Salsa-Tanzen im Sinne eines Exklusivitäts-Gedudels (wie man es beim Tango gerne verwendet) künstlich zu überhöhen:
„Ein Tänzer ist ein besserer Mensch.
Wirklich? Viele scheinen das zu glauben - wenn man hört, wie manche Salsatänzer über das Tanzen vor Freunden sprechen, die nicht tanzen, so bekommt man das Gefühl, letztere seien eigentlich Menschen zweiter Klasse. Schlimmer noch, diese Salsatänzer scheinen tatsächlich zu glauben, Nicht-Tänzer seien Menschen zweiter Klasse. Hier fehlt es eindeutig an Sozialkompetenz... und die ist unverzichtbar beim Tanzen!
Wir alle lieben Salsa. Aber zu glauben, dass einen diese Fähigkeit und Leidenschaft in irgendeiner Form über andere erhebt, ist Unfug.“

Kein Zweifel: Bei der Salsa sucht man Lebensfreude, beim Tango Erleuchtung - mit unterschiedlichem Erfolg...

Salsa gilt nach einem gerne genommenen Klischee als besonders „sexy“ (Tango als „erotisch“). Hierzu finden Frauen auf dem „Salsaland“-Blog grundvernünftige Hinweise zur „besonderen Männergattung“: Wenn er den von Dir gewünschten Abstand nicht akzeptiert, dann sei nicht zu höflich, und lass‘ ihn einfach mitten im Tanz stehen. Das ist für ihn natürlich peinlich, und das ist auch gut so – vielleicht überlegt er sich nächstes Mal zweimal, ob er eine Frau so respektlos behandelt. Und selbst wenn nicht: Du wirst Dich besser fühlen. Salsa tanzen soll Freude und Entspannung sein, also lass‘ Dir nicht den Spaß verderben!“

Obwohl hier die Gefahr „sexueller Nötigungen“ sicher nicht geringer ist, macht man um das Auffordern nicht annähernd so ein Geschiss wie beim Tango:
„Zum Auffordern einer Frau ist es völlig ausreichend, ihr die Hand ausstrecken und freundlich zu lächeln. Wenn du unbedingt etwas sagen möchtest, wähle kurze Sätze wie ‚Tanzen?‘, ‚Magst du tanzen?‘, ‚Lust auf einen Tanz?‘ oder ähnliches.
Ein Nein in der Salsa Szene hat einfach keine Bedeutung. Sag‘ einfach höflich ‚Schönen Abend noch!‘ oder ‚Ok!‘ und gehe weiter. Warum? Weil es Dir nichts ausmachen darf. Sogar die besten und attraktivsten Tänzer bekommen ab und zu ein ‚Nein zu hören. Frag‘ einfach die nächste.“

Darf man Körbe geben? Hierzu liefert das Blog eine wunderbar dialektische Auskunft:
„Nach dem allgemeinen, ungeschriebenen Salsa-Gesetz hast Du als Tänzer jeden Tanz anzunehmen - oder aber Du wirst den Rest Deines Lebens in der Salsa-Hölle schmoren. (...)
Das Recht, abzulehnen:
Gibt es das also doch? Wir finden schon. Es ist Dein Körper, Deine Zeit – und das Tanzen soll Spaß machen und nicht zur sozialen Pflichtübung werden. Natürlich solltest Du aber dennoch nie aus Arroganz und Überheblichkeit ablehnen, beispielsweise, weil Du glaubst, Du tanzt zu gut für den, der Dich um einen Tanz bittet.“

Die einzigen kleineren Konflikte habe ich – wen wundert’s – zur Musik gefunden:

Da es bei der Salsa eine Unzahl verwandter Tänze gibt, ist die Grundeinstellung sehr liberal:
„Wird auf Salsa Partys nur Salsa getanzt?
Nein, und das ist auch gut so! Vor allem für Anfänger. Neben der relativ schnellen Salsa-Musik werden in der Szene auch die einfacher zu tanzenden Bachata, Kizomba oder Merengue gespielt.“

Für den von EdO-Debatten gebeutelten Tangomenschen klingen die Ratschläge für DJs geradezu rührend:
„Als guter DJ brauchst Du nicht nur ein breites Repertoire, Du musst auch alle neuen Trends kennen. Denn sonst klingen Deine Tracks schnell veraltet, und sie ermüden Dein Publikum. Musik entwickelt sich ständig weiter, neue Musiker werden bekannt, neue Musik erscheint fast täglich.“

Also echt jetzt, nach aktuellen Musiktrends suchen? O mei‘!

Gelegentlich tauchen auf Blogs ebenfalls vereinzelte Klagen auf, es würde zuviel „artfremde Musik“ (wie die afrikanische Kizomba) gespielt. Während jedoch die Debatten beim Tango dann schnell immer verbissener werden, kommt bei der Salsa meist rasch das „Spaß-Argument“: „Da muss man die Musikrichtungen wirklich in Räume trennen. Man tanzt natürlich auch nur, um zu zeigen, was man kann und nicht, um die Musik zu fühlen, sich tragen zu lassen und einfach Spaß zu haben. Leute, tanzt mal wieder aus Spaß und hört auf mit der Diskussion.“
(http://www.salsa-stuttgart.com/forum/posts.php?parent=1613&PHPSESSID=21b85d3ad5976a787a8ea763b77949df)

Und, Schreck lass nach, es werden einfach irgendwelche „Lieder“ hintereinander gespielt – ohne Tandas und Cortinas! Man tanzt mit einem Partner nur ein oder zwei Stücke. Ein Wunder, dass die Salsaleute da nicht jegliche Orientierung verlieren!

Auch die Ehrfurcht vor südamerikanischem Tanzpersonal hält sich in engen Grenzen:
„Nur Latinos tanzen richtig gut Salsa –
aah, das berühmte Vorurteil mit dem ‚Im-Blut-Haben‘! (…) Das hat wohl etwas mit Talent, mit Naturbegabung zu tun. Aber mit dem ethnischen Hintergrund ganz sicher nicht! Richtig ist natürlich, dass Menschen aus dem lateinamerikanischen Raum – oder entsprechenden Subkulturen in Nordamerika – einfach oft früher und intensiver mit Salsa in Berührung kommen, und dadurch schon in einem Alter ziemlich gut tanzen können, wenn viele von uns diese Musik und den Tanz erst gerade entdecken.
Schau‘ aber mal auf die Profi-Salsaszene: Dann wirst Du feststellen, dass es auch sehr viele Profitänzer gibt, die andere kulturelle Wurzeln haben. Kein Grund zu verzagen also!“

Introversion beim Tanzen wird in der Salsa-Szene nicht direkt verlangt: Auffällige Köperbewegungen und Posen laufen unter dem Begriff „Styling“ und sind durchaus nicht verboten. Allerdings sollte man die Grenzen kennen:
„Okay, wir alle sind manchmal stolz auf das, was wir können. Das ist doch auch prima so. Aber vergesst darüber nicht, dass Ihr noch eine Tanzpartnerin habt, die gerne auch mal angeschaut werden will. Wenn gerade ein Spiegel in der Nähe ist: Beobachtet nicht die ganze Zeit Euch selbst. Ein kleiner Seitenblick ab und an genügt doch auch...“
Im Vergleich mit dem derzeitigen, scheinheiligen „Ja-nicht-auffall-Getue“ beim Tango könnte man da schon neidisch werden…

Man kann sogar Tänzertypen veräppeln, welche man für suboptimal hält (wofür man mich als Buchautor bekanntlich gesteinigt hat):
„Little Miss Schnattergans“
„Mr. Wichtig und seine Gadgets“

Und Hurra, man darf als Single Salsa lernen – nix da mit „Anmeldung nur paarweise“:
„Muss ich einen Tanzpartner mitbringen?
Nein. Du musst keinen festen Tanzpartner mitbringen. Ein Rotieren der Tanzpartner wird von den Tanzlehrern eingesetzt, um Spannungen abzubauen und das Tanzen mit möglichst unterschiedlichen Partnern zu üben – denn schließlich hat jeder einzelne Mensch seine ganz eigenen Bewegungen. Je früher man übt, sich auf verschiedene Partner einzustellen, desto leichter fällt später das Tanzen in Salsa Clubs.“

Das könnte ja glatt von mir sein…

Kaum zu glauben, dass beide Tänze ihren Siegeszug in Europa ab den 1980-er Jahren angetreten haben - Salsa allerdings, ohne eine 70-jährige, schellackknisternde Vergangenheit hinter sich herzuziehen!

Dürfen sich nun meine werten Gegner im Tango Hoffnungen machen, dass ich wegen dieser krampfarmen Tanzart zur Salsa abdrifte? Nun, ich fürchte, dass ich den lockeren Hüftschwung in meinem fortgeschrittenen Greisenalter vielleicht doch nicht mehr perfekt hinbekomme – und ich will auch nicht noch mehr Neid erzeugen, wenn ich dann mit bauchfreien Zwanzigjährigen durch die Clubs tobe…

Vermutlich werde ich doch beim Tanz vom Rio de la Plata bleiben – schon, um meine Kollegen an das zu erinnern, was mir der werte Cassiel einmal fettgedruckt ins Stammbuch schrieb:

Es geht auch anders.

P.S. Natürlich habe ich auch nach Schattenseiten der Salsa gefahndet, wurde jedoch im Netz mit Suchbegriffen wie „Salsa Probleme“ kaum fündig. Einen Treffer kann ich anbieten:
Es handelt sich um ein Problem mit dem Zahlenschloss des Reisekoffers „Rimowa Salsa Deluxe“.

Sonntag, 28. August 2016

Manuela Bößel: Die mobilisierende Fußmassage



Schmerzende Füße sind für Tänzer ein absolutes „No Go“. Nachdem ich in den ersten Jahrzehnten meiner Aktivitäten auf dem Parkett damit keine Probleme hatte, erwischte es mich vor zirka anderthalb Jahren:  Bereits das Kopfsteinpflaster auf dem kurzen Fußweg  zu einer Milonga war eine Qual! Und auf dem Parkett konnte ich zum ersten Mal nachvollziehen, wieso manche Zeitgenossen sich gerne zu schleppender Musik mit ebensolchen Schritten bewegen…

Natürlich wehren sich die Füße gegen unnatürliche Belastungen mittels verstärkter Verhornung an den entsprechenden Stellen – vulgo mit Hühneraugen. Klar kann man denen per Tinkturen, Feile und Druckpflastern zu Leibe rücken, aber wenn die Ursache weiter besteht, kommen sie garantiert wieder. (Eine radikalere Lösung bietet, wie ich einige Zeit vorher feststellen durfte, eine Chemotherapie, welche ziemlich allen Horngebilden den Garaus macht – diese ist jedoch wegen des Preises und der Nebenwirkungen nicht unbedingt empfehlenswert…)

Glücklicherweise bot mir Manuela Bößel, welche meine Schwierigkeiten beim Tango ziemlich hautnah mitbekam, eine Fußmassage an. Ich war zunächst skeptisch: Was konnte eine Viertelstunde Herumkneten an meinen Füßen langfristig schon bringen? Schaden konnte es jedoch auch nichts – also ging ich darauf ein.

Sehr erstaunt war ich schon einmal, wie viele Verbindungen zum restlichen Körper von unseren Gehorganen aus bestehen. Wahlweise kribbelte es an meinen Ohren oder trafen mich „Stromschläge“ in fast beliebigen Regionen! Klar, die Fußreflexzonen-Theorie – sie hat aber noch viel überzeugendere praktische Seiten. Eindrucksvoll auch, welche Unzahl von Muskeln und Gelenken an Füßen und Unterschenkeln verspannt bzw. blockiert sein können, und wie diese Fehlregulationen sich nicht nur dort, sondern auch in den oberen Körperabschnitten negativ auswirken. Und ich erfuhr, dass mein Würfelbein sich entschlossen hatte, wieder an seinen angestammten Platz zurückzukehren – und mein Fußgewölbe sich daran erinnerte, einmal eines gewesen zu sein…

Kurz und gut, mir ging es nach der ersten Behandlung schon deutlich besser, und nach einem halben Dutzend Anwendungen waren meine Füße wieder so einsatzfähig wie vor dem ersten Auftreten der Beschwerden. Derzeit gönne ich mir etwa einmal im Monat eine Massage – einfach, um kleine Rückschläge aufzufangen und neuen Problemen vorzubeugen. Und da Manuela ja Heilpraktikerin ist, übernehmen bei mir Beihilfe sowie private Krankenversicherung den Großteil der Kosten. (Nebenbei: Was hätte ein Orthopäde veranstaltet, und zu welchem Honorar? Bereits für Röntgen und CT dürfte Manuela wahrscheinlich ziemlich lang massieren…)

Und meine Therapeutin überzeugte mich davon, beim Tango Sneakers (für meine Generation Turnschuhe") zu benutzen - anstatt meiner bisherigen Lederkästen"...

Ich bestärkte sie jedenfalls nachdrücklich in ihrem Vorhaben, die Erfahrungen, welche sie in den letzten anderthalb Jahren mit ihrer Methode gesammelt hat, in einem Manuskript herauszubringen. Vorgestern hat sie dieses Projekt nun vollendet:



Die Bestellmöglichkeiten für dieses PDF (das man sich auch ausdrucken kann) hat sie auf ihrem Blog bzw. ihrer Website beschrieben (auf letzterer gibt es auch ein Inhaltsverzeichnis):


Der Text geht weit über eine reine „Massage-Gebrauchsanleitung“ hinaus: Man erfährt viel zur allgemeinen Bedeutung gesunder Füße, speziell auch für bettlägerige Patienten und zur Sturzprophylaxe bei älteren Menschen, sowie die Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem inklusive der von ihm gesteuerten Zustände. Ein besonderes Anliegen ist der Autorin die Einbeziehung dieser Behandlung in die Pflege.

Ausführlich beschreibt sie den Stütz- und Bewegungsapparat der Füße inklusive der daran beteiligten Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder. (Da war auch für mich als gelernten Biologen noch viel Neues dabei!)

Beeindruckt hat mich vor allem, wie überlegt Manuela Bößel bereits vor Beginn der Massage vorgeht: Was gibt es alles zu beobachten und zu bedenken, bevor man „Hand anlegt“? Hier zeigt sich für mich der auffallendste Unterschied zur „Drei-Minuten-Medizin“!

Der Praxisteil besteht aus einer schrittweisen, leicht nachvollziehbaren Anleitung mit schön bearbeiteten Fotos – immer wieder bezogen auf die vorher besprochenen Grundlagen zu Anatomie und Funktionen des Fußes. Der Ablauf ist am Ende des PDF zu einem „Spickzettel“ zusammengefasst – zudem gibt ein Video der gesamten Prozedur:



Im Anhang findet man nützliche Informationen zur richtigen Wahl von Schuhen, Stützstrümpfen bzw. Wickeln, Manuelas Patentrezept für „Magnesiumöl“ und vieles mehr. Auch die Meridiane und Reflexzonen werden mit Bildern dargestellt.

Insgesamt ist die Autorin erfreulich unideologisch eingestellt: Man muss nicht an Akupunkturpunkte, Reflexzonen, Meridiane und Chi glauben – sie benützt einfach das, was erfahrungsgemäß wirkt, unabhängig vom Fachbegriff!

Wer Manuela kennt, den wundert es nicht, dass auch ihr schräger Humor nicht zu kurz kommt, mit dem sie den Text immer wieder auflockert. Entspannung und Gelassenheit sind wichtige Faktoren der Heilung.

Und da sie ausdrücklich um ein „Feetback“ bittet: Ich meine, dass sie ein ganz wichtiges Thema gekonnt, ja souverän behandelt hat. Und wer trotz allem mit ihrer Anleitung nicht zurechtkommt, kann sich ja eventuell einmal persönlich schulen oder behandeln lassen.

Ja, ich weiß… was so ein Heilpraktiker kostet – und schließlich gibt es doch hierzulande Medizin kostenlos auf Krankenschein!

Ja, sicher, aber diese Art von Therapie nicht! Ich jedenfalls verdanke ihrer Schatzkiste", dass ich mich weiterhin – auch auf dem Tangoparkett – einigermaßen elegant bewegen kann und nicht auf Encuentros ausweichen muss.

Und das ist doch schon eine ganze Menge…