Freitag, 27. März 2015

Einladung zur Karfreitags-Milonga


Liebe Tangofreunde,
diesmal haben wir für unsere Wohnzimmer-Milonga einen besonderen Termin gewählt, an dem es kaum öffentliche Tangoveranstaltungen gibt: den Karfreitag.
Daher ergeht herzliche Einladung zur
„Wohnzimmer-Milonga Riedlscher Prägung“
am Freitag, den 3. April 2015
von 15.30 bis 19.00 Uhr
Höchst privat und daher unbehelligt vom Tanzverbot an Stillen Feiertagen werden wir - dem Anlass gemäß - eines großen Tangosängers gedenken, zu dessen Aufnahmen man auf hiesigen Milongas kaum einmal tanzen darf: Carlos Gardel (1890-1935). Wir machen‘s trotzdem - und ansonsten, wie immer, zu vielen modernen Tangostücken!
Wegen der Begrenzung auf ein Dutzend Gäste bitten wir um vorherige Anmeldung (per Mail mamuta-kg@web.de oder telefonisch: 08446-732).
Der Eintritt ist frei, Getränke sowie vom Hausherrn gebackenen Napfkuchen gibt es zum Selbstkostenpreis.
Ort ist das Riedlsche Wohnzimmer:
Am Gaißberg 8, 85309 Pörnbach
Weitere Infos:

Mit lieben Grüßen
Karin und Gerhard

Donnerstag, 19. März 2015

„Tangoschmusen am Jadebusen“: die schönsten Seiten des Reise-Schwachsinns



„Ich muss die Nase meiner Ollen
an jeder Grenze neu verzollen.“
(Loriot)

Gerade zum beginnenden Frühjahr hin steigt in der Tangoszene die Sehnsucht nach der Ferne wieder erheblich. Während die Urväter dieses Tanzes sich aber – zusammengepfercht in den Zwischendecks von Auswandererschiffen – zu einer Reise ans andere Ende der Welt aufmachten, um dort eine materielle Existenz zu finden, ist es heute eher umgekehrt. Da buchen finanziell durchaus saturierte Herrschaften schon mal Tangokreuzfahrten, gerne auch zur Pilgerstätte aller Rechtgläubigen, also Buenos Aires – und das, wie uns der Prospekt eines Tangoreiseveranstalters verheißt: „mit garantiertem Meerblick“ (welcher den armen Schluckern von dereinst wohl höchstens durchs Bullauge gelang). Und zudem ist ja das „Getränkepaket Classic bei Buchung einer Außen- oder Balkonkabine im Reisepreis eingeschlossen“ (ob dies nun etwas mit einer alkoholverstärkten Seekrankheit zu tun hat, wird leider nicht verraten).

Aber es geht auch näher: Neben der bereits im Titel zitierten Kuschelgarantie in der Wesermarsch darf es auch die „Proitzer Mühle“ (29465 Schnega, also „naher Osten“, ebenso wie das „Oriente Festivalito“ in Dresden), der Spreewald, „Tango in der Rhön“, das „Pfingst-Campo“ im Harz oder gar das „Internationale Tango-Sommercamp Pfännerhall“ (06242 Braunsbedra) sein, welches mit meiner persönlichen „Geisterbahn-Liste“ lockt: „Tangourlaub + Schlafsack + Isomatte + Zelten + Lagerfeuer…“  Irritierenderweise fehlt in der Aufzählung das „Dixi-Klo“.
Fürs gehobene Portmonee natürlich weit exotischer klingen da schon Reiseziele wie Kreta, Elba, Gomera, Venedig oder Davos – jedenfalls, da, wo`s am schönsten ist!

Wichtig ist natürlich stets die Schleiflack-Rhetorik hinsichtlich der schwärmerischen Beschreibung von Hotel plus Landschaft. Einige Kostproben: „Apassionata-Tangohotel“, „verwunschener Landschaftspark mit Barockschloss“, „Tango im Märchenschloss“, „Sommermärchen auf einer der schönsten kroatischen Inseln“, „Tangoferien an einem magischen Ort“ oder gar „Die von mir persönlich ausgewählten Schiffe sind international“ (Verdacht: Billigflagge mit hauptsächlich unterbezahlten Philippinos als Personal). Selbstredend muss das Kind einen schöneren Namen bekommen als das schnöde „Tangoreise“. Stattdessen gibt es „Weihnachtsseminarios“, „Himmelfahrtsseminarios“, „Ladies Easter“, „Herbst-Tangolabs“ und „Tangoakademien“.

Gerne wird auch das tangomäßige Lehrpersonal vorgestellt, dessen Namen – seffaständlich – fast durchwegs südlichen Klang haben und gerade der weiblichen Kundschaft Lust auf Meer (oder gar mehr) machen sollen. So lautet die Antwort eines Tangolehrers auf die Frage nach seiner „Inspiration“ beim Tango: "Lass die Frau, Deine Partnerin, sich wie eine Königin fühlen und wie eine kostbare Blüte erblühen. Dann fühlst auch Du als Mann den Tango in einer neuen Dimension." Die Frage bleibt natürlich, welchen Mann er damit meint…

Zu Höhepunkten dichterischen Schmelzes – verbunden mit einem bunten Wortgeklingel sämtlicher als cool geltender Sprachen – kommt es natürlich bei der Schilderung der gebotenen Eindrücke und Leistungen: Dies reicht von „Verbindung, Balance, Eleganz, Musikalität und Spaß“ über „exquisite Technik und Charme (Unterrichtssprache englisch)“, „Seminare Ladystyling & Manstyling“ oder sogar „nachmittags frei wählbare Specials, Massageteam: Saskia & Sabine“. Na, na… Richtig bedrohlich gereimt wird aber in einer Workshop-Ankündigung zum Corte:
„Auch die Para da kann ein Corte sein.
Ob Tango-, Vals-, Milongarhythmus,
der Schnitt im Schritt stets mit muss.“
O jessas, gerate ich da eventuell in eine Tango-Initiation per Beschneidungsritus? Ich glaube, ich fahre doch nicht ins Vogtland…

Aber vielleicht wird ja doch nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. In den AGB eines Tangoreiseveranstalters fand ich – in zwei aufeinanderfolgenden Absätzen – diese rechtlichen Belehrungen:
„Die von uns im Internet oder in sonstigen der Buchung zugrunde liegenden Beschreibungen der Reiseleistungen dargestellten Angebote stellen kein verbindliches Vertragsangebot dar.“
Allein maßgeblich für die vom Veranstalter geschuldete Leistung ist die Leistungsbeschreibung im Internet und der Inhalt der Reisebestätigung.“
Na gut, nach einem abgeschlossenen Jurastudium erschließt sich mir bestimmt der tiefere Sinn und ich darf dann gerne eine Tangoreise unternehmen…

Dennoch werden manche Männer eventuell schon von Kastrationsängsten heimgesucht, wenn ihre Partnerin mal schnell für beide eine Tangoreise bucht, so nach dem Motto: „Gell, Schatz, damit wir mal wieder was gemeinsam unternehmen!“ Das weibliche Ziel ist natürlich nicht nur ein touristisches Erlebnis, sondern das Kalkül, dem Männe, welcher „mir sonst kaum zum Tango geht“, mal für eine Woche keine Fluchtmöglichkeit zu lassen (bei Tangokreuzfahrten höchstens per Rettungsboot). Doch Vorsicht, meine Damen! Nach meiner Erfahrung könnten die Herren Partner im Gegenzug eine solche Beziehung endlich gestalten - schon, weil ihre Sekretärin sie nicht zum Tango zwingt!

Eine sinnvolle Alternative fand ich jüngst im Internet. Ein Tangolehrer bietet dort einen zum Patent angemeldeten „Tango Pop Trainer“ an: An einer senkrechten Stange (!) mit Handgriffen können die Tangueras da per Schwungübungen ihre „Ochos, Giros, Voleos, Enrosques“ etc. üben. Die Beschreibung liefert den genialen Satz: „Wer sucht nicht den perfekten Partner, der jederzeit verfügbar ist, stundenlang durchhält, inspirierendes Feedback gibt und nie meckert?“

Mag es auch eine märchenhafte Vorstellung sein – wie in einem Tangoreiseprospekt in Technicolor abgebildet – am Meer bei Sonnenuntergang mit einer hübschen Chica auf dem Bootssteg zu tanzen: Das Bild ist ziemlich schlecht fotomontiert, sonst wäre die Tangotante schon längst mit ihren Stilettos zwischen den Planken hängengeblieben. In der Realität ist es leider wurscht, ob man am Meeresstrand, unter einem Kandelaber im Feenschloss oder bei Neonlicht in der Turnhalle aus der Achse fällt. Letzteres ist allerdings wesentlich preiswerter…

Übrigens musste ich nach all dem geblümelten Dünnsinn nicht lange suchen: Das meiste davon fand ich auf den letzten 12 Reklameseiten (plus einem beiliegenden Reiseflyer) in der Ausgabe 1/2015 der Zeitschrift „Tangodanza“ – nebst zirka 30 Abbildungen brünstiger Tangopaare. Für mich war dies das letzte Heft, da ich das Abo inzwischen gekündigt habe. Sollte man in Bielefeld allerdings dereinst einmal den Reklameteil gesondert anbieten, werde ich mir eine Bestellung dieses Anhangs überlegen – der ist Vergnügen pur!

„Allein reisen heißt Erfahrungen machen – zu zweit reisen bedeutet, Erfahrungen transportieren.“
(Werner Schneyder)

Samstag, 14. März 2015

CARLOS COPELLO und die Schubladen


Der Argentinier Carlos Copello ist ein professioneller Tänzer, Choreograf und Tangolehrer, der weltweit (u.a. am Broadway und in Japan) in Shows auftrat, oft mit seiner Partnerin Alicia Monti. Er wirkte auch in etlichen Filmen (z.B. “Tango Lesson”) mit. In einem Interview schreibt der heute 75-jährige Milonguero den “Tango-Schubladen-Sortierern” so einiges ins Stammbuch, das diese bestimmt nicht gerne lesen.
Ein Auszug, bei dem es anfangs um heutige Tangolehrer geht (meine Übersetzung der englischen Untertitel):

“Ich möchte nicht über die Dinge reden, die ich da sehe, weil ich an meiner Schule Schreckliches erblickte: ‘Dieser Hurensohn macht den Tango kaputt!’, verstehen Sie? Denn er fängt an, über die Art der Muskulatur und die Technik zu reden, die einzelnen Muskeln hier und dort... und ich schaue zurück auf meine frühen Tage, als ich einen Schritt lernte: Ich konnte nicht mal gehen, verdammt nochmal! Was konnte ich da über Muskeln, Energie und Technik wissen? Keine Ahnung, über was alles die reden! Ich versteh’s gar nicht! Und dann geht einer tanzen und hat überhaupt nichts kapiert! Glauben Sie mir, er versteht nichts! Weil der Junge, der tanzen geht – so war es bei mir – hört den Anfang und das Ende eines Stücks, alles dazwischen war für mich nur Geräusch, nur Lärm. Und ich tanzte einfach, verstehen Sie? (...)

Ich sah die Vorrunden der Tango-Weltmeisterschaft – und mit allem Respekt für die Jungs und Mädels – weil ich hab sie wirklich gern – von den Anfängern bis zu den weit Fortgeschrittenen: Hebt euren Hintern auf und los geht’s, tanzt! Und sie starten allen Ernstes mit dem ‘Villa Urquiza-Stil’. Ich möchte mal wissen, ob jemand von Ihnen den ‘Villa Urquiza-Stil’ kennt? Ich bin sicher, keiner weiß, was das ist. Weil Portalea nicht tanzte wie Perita, Perita nicht wie Turco José oder Francisquito oder Milonguita oder Fino. Keiner tanzte wie der andere! Oder Lampazo! Schaut euch eine Reihe von Videos an – worüber redet man da überhaupt? 'Villa Urquiza-Stil'? Ganz ehrlich: Da bin ich persönlich ratlos, glauben Sie mir!

Ich meine, in einem Tango-Wettbewerb sollte jeder auf seine Weise tanzen. Oder Ihnen wird erzählt, so wie uns, als wir mit El Negro sprachen: ‘Ich mache Bühnentango!’ Zum Teufel, entweder ihr tanzt Tango oder nicht! Umarmt euren Tango! Ich tanze Tango, fertig! ‘Nein, ich tanze Bühnentango, nein, ich tanze...’ Nein, ich tanze Tango auf meine Weise. Wenn es Ihnen gefällt, applaudieren Sie – wenn nicht, dann nicht. Fertig!

Und deshalb sage ich nicht: ‘Ich bin der König des Tango.’ Nein, ich habe meinen Stil, meine Art. Das ist mein Tango. Ich weiß nicht, ob er ganz toll ist, ganz schlecht oder Mittelmaß. Und mich kümmert es nicht, es herauszufinden. Ich weiß, was ich fühle, wenn ich tanze, und ich weiß, was ich tue. Das war’s dann schon, verstehen Sie? Jeder muss sich in seine eigene Art hineinfühlen – und hört auf mit dem Quatsch wie dem ‘Villa Urquiza-Stil’! Vergesst es!”

(Frage: “Denken Sie also, es gibt keine Stile?”)

"Jeder von uns hat seinen Stil.Und ich mag die Leute, die einen persönlichen Stil haben, einen individuellen Stil für alles. In ihrer Aufmachung, ihrem Tanz, in allem, ganz egal, was sie tun. (...) Persönlichkeit, das ist es!"

Das ganze Interview findet man hier:

Mittwoch, 11. März 2015

Hüpfen oder schlurfen



Warum nur komme ich auf manchen Milongas so überhaupt nicht in Stimmung? In letzter Zeit plagt mich öfters dieses Gefühl, obwohl mein Großhirn von den objektiven Aspekten her eigentlich sein Okay gibt: nette Menschen, ein freundlicher Gastgeber, gutes Parkett, halbwegs Platz zum Tanzen und die Musik nicht ausschließlich langweilig und fad. Dennoch muss ich die Veranstaltung relativ früh verlassen, da die Differenz zwischen dem fröhlichen Treiben rundherum und der Kälte in meinem Herzen irgendwann unerträglich wird. Ich fürchte, man sieht es mir an, und ich möchte ja dem Rest auch nicht den Spaß verderben – dann lieber raus und weg!

Ein Grund könnte sein: Was da – durchaus lustig und sympathisch – um mich herum tobt, ist für mein Empfinden weder Fisch noch Fleisch. Da gibt es Events, die laut Veranstaltungskalender „mit traditionellen Tangos, Valses und Milongas“ ausgestattet sind, auf Facebook hingegen mit „wunderschöner Musik neo & traditionell“ werben – und diese Widersprüche prangen monatelang im Internet, obwohl die Veranstalter sich dort ständig tummeln und geradezu spamartig Werbung machen. Wirklich nur ein Versehen?

Ich halte es eher für eine völlige Kapitulation vor dem Mainstream – so nach dem Motto: halt mal sehen, wer (oder besser: was) kommt. Sind (ausnahmsweise) einmal ein paar Gäste da, die wirklich gut tanzen, werden aus dem traditionellen Segment, manchmal sogar der Moderne, wirklich interessante und tänzerisch anspruchsvolle Titel aufgelegt – angesichts der heute üblicherweise auftretenden Tangopopulation lautet die Überlegung allerdings meist: Stehen die mehr auf langweilige Traditionsmusik oder Disco-Beats – oder, einfacher gefragt: „Wollen die eher schlurfen oder hüpfen?“ Entsprechend wird dann aufgelegt, und persönlich hoffe ich in solchen Situationen, man präferiert das Erstere – dann wird zumindest Tango gespielt.

Besonders furchtbar wird es nämlich, wenn das Event im Laufe des Abends immer mehr zur „80-er Jahre-Disco“ verkommt und das angejahrte Publikum per ekstatischer Verrenkungen zu wummernder Rhythmik seine dritte Jugend abfeiert. Bewegung mag ja gegen Adipositas und Wechseljahresbeschwerden helfen, aber könnte man zur Therapie nicht weiterhin mit Skistöcken den Waldboden erstechen, anstatt etwas zu persiflieren, was mit dem Tanz aus den Hinterhöfen am Rio de la Plata nun wirklich gar nichts mehr zu tun hat? Meine Antipathie gegen Netzstrümpfe im Tango habe ich ja schon genügend dargetan – Stützstrümpfe allerdings machen das Kraut auch nicht fetter. Und das Ganze dann garniert mit dem üblichen Gedöns und Gekreische, welches sogar eine solche Beschallung noch übertönt…

Ich fürchte, die deutsche Szene tanzt immer mehr um ein goldenes Kalb, welches sich nur noch zur Tarnung Tango nennt. Auf dem Parkett gibt es – je nach Ausrichtung der Veranstaltung – entweder uniformes Herumgeschiebe oder „Spaßtanz“ à la „50 plus-Party“ zu sehen. Es fehlen einfach die Vorbilder für sensitives, filigranes und raffiniertes Tanzen – und diese können auch nicht dadurch ersetzt werden, dass man von Zeit zu Zeit ein argentinisches Lehrerpaar durchs Dorf treibt. Ein 90 Minuten-„Workshop“ am Samstagnachmittag bringt da gar nichts, wenn die täglich gelebte Praxis fehlt. Auf den Tanzböden sieht man zunehmend die Musik ignorierende Tangoparodien, gegen welche die Szene heftig protestieren würde, wenn sie schauspielerisch gestellt wären und nicht real.

Auch das allgemeine Wissen um den Tango nähert sich allmählich dem Nullpunkt: Wem sagen Namen wie D’Arienzo, Demare, Troilo oder Manzi noch etwas? Gelegentlich werden ja den Lesern oder Besuchern Gewinnspiele angeboten. Während es da früher beispielsweise um das Erkennen bestimmter Orchester oder Tangotitel ging, darf man heute tippen, welche Füße zu welchem Tangolehrer gehören oder persönliche Lebensdaten des DJ erraten. Und man kann bekanntlich auch Milongas ausrichten, ohne zu wissen, was „Tango nuevo“ bedeutet. Die Förderschule lässt grüßen…

Und die Veranstalter? Selbst bei profundem persönlichem Wissenshintergrund und großem tänzerischem Können ignorieren sie tapfer die Entwicklung zum Gaga-Tango. Nach außen hin finden sie alles „gaaanz, gaaanz toll“ – könnte ja sonst Kundschaft kosten…Warum trauen sich bei uns immer weniger Kritiker, Mist auch Mist zu nennen? ("Leuchtende Beispiele" wie Dieter Bohlen vermögen mich da nicht zu beruhigen...)

Ich glaube, ich muss mich hinfort noch stärker auf die Ausnahmen denn die Regel konzentrieren. Immerhin durfte ich neulich, mitten in der platten Einöde, bei Sonnenuntergang Piazzollas „Balada para un loco“  tanzen  – noch dazu mit jemandem, der das konnte. Das war Gänsehaut pur und nicht – auch wenn dies physiologisch vergleichbar ist – gesträubte Haare.

P.S. Sorry für die Belästigung mit meinen Depressionen – wahrscheinlich ist in Wirklichkeit alles halb so schlimm, und ich kriege nur eine Erkältung…