Sonntag, 30. August 2015

Warum tanzt der (nicht) mit mir?



Nachdem mein vorstehender Beitrag offenbar riesiges Interesse fand (allein bei Facebook 500 Zugriffe), möchte ich das Thema noch mit „positiven Nutzanwendungen“ ergänzen. (Keine Angst, wer mich kennt, weiß: So völlig tröstlich kann’s nicht werden!)

Schon lange versuche ich, in der Damenwelt des Tango auf die Gefährlichkeit zweier Fragen hinzuweisen:
„Warum tanzt der nicht mit mir?“ und
„Warum tanzt der mit mir?“

Die erste Frage krankt schon daran, dass sie negativ gestellt ist – nicht gut für Ihr Immunsystem! Aber auch mit den Antworten zur anderen würden Sie nicht glücklich: Was, wenn sich herausstellte, der Typ sei gar nicht von Ihren Tanzkünsten angelockt worden, sondern von Ihrem roten BH? Wollen Sie das wirklich wissen (oder wussten Sie es eh)?

Ohnehin gibt es auf beide Fragen unzählige Antworten – und oft genug habe ich auch nach 16 Jahren Tango im Einzelfall keine Ahnung, woran es liegen könnte: Da gibt es wunderbar tanzende, hübsche, toll aufgemachte und (für Tangoverhältnisse) sogar relativ junge Frauen, die wenig aufgefordert werden – und ebenso das Gegenteil. Es ist ähnlich wie bei Milongas: Warum haben Veranstaltungen, auf denen man bestes Parkett, bequeme Sitzgelegenheiten und herrlich vielfältige Musik bekommt, eher mäßigen Zulauf, während Events mit welligem Bohlenbelag, der Bequemlichkeit einer Skihütte und vorwiegend tangofernem Gesäusel geradezu gestürmt werden? Für all diese Fälle hätte ich allein an diesem Wochenende Beispiele vorzuweisen, doch was bringt’s? Kluge Erklärungen hierzu kann ich nicht bieten!

Bei einem dieser Anlässe hörte ich vor der Tür eine Diskussion, die sich um den üblichen „Frauenüberschuss“ auf Milongas drehte. Am liebsten hätte ich geantwortet: „Einen Überschuss an Tänzerinnen habe ich beim Tango noch nie erlebt.“ Zum Trost der aufgebrachten Damenwelt: Begabung hin oder her – 95 Prozent der Frauen könnten sich durchaus zu einer hervorragend agierenden Tanguera entwickeln. Wenn sie es denn wollten!

Also, meine Damen, Hand aufs Herz (wohin schon sonst beim Tango): Geht es Ihnen darum, möglichst viel zu tanzen oder möglichst gut? Um es gleich vorwegzunehmen: Die Kombination viel und gut ist von der deutschen Tangowirklichkeit weiter entfernt als der Andromedanebel: Forget it! (Sollte Sie hingegen die Verbindung „wenig und schlecht“ interessieren: Werden Sie halt Tangolehrerin!)

Wenn es Ihnen vorwiegend um den quantitativen Aspekt geht, sprich so oft wie möglich am Abend auf dem Parkett herumzuhoppeln, egal wie und mit wem: Brechen Sie in die Sozialstrukturen Ihrer örtlichen Szene ein! Schleppen Sie Stühle, verteilen Sie Kerzen, übernehmen Sie die Kasse, mutieren Sie bei „Festivalitos“ zur „Gemeinen Nudelsalatmitbringerin“! Und: Erfreuen Sie das Herz des heimischen Lehrpersonals durch Buchung möglichst vieler Stunden! Nach dem rheinischen Motto „Mer kennt sisch, mer hilft sisch“ wird dies auf Dauer sicherlich zu einer erhöhten Aufforderungsfrequenz führen. Aber seien Sie gewarnt: Sie müssten dann auch mit Ihrem Tangolehrer tanzen…

In der Parallelwelt hierzu sage ich gelegentlich zu meiner Partnerin nach den ersten drei traumhaften Tänzen: „Eigentlich könnten wir jetzt gleich wieder heimfahren!“ Sollten Sie es auf das Erleben solcher Glücksmomente abgesehen haben, müsste ich nur noch von Ihnen wissen: „Wie viele Jahre haben Sie Zeit?“ Aus nahe liegenden Quellen weiß ich, wie heftig sowie ausdauernd beispielsweise Musiker oder Zauberkünstler üben müssen, damit es irgendwann für wenige Minuten derartig locker und leicht wirken kann. Wieso sollte dies beim Tanzen anders sein? Daher erlauben Sie mir bitte noch einige Fragen:

Fasziniert Sie die Tangomusik auch im Sitzen? In dem Fall dürfte es Ihnen doch nicht allzu viel ausmachen, wenn Sie hierzu öfters Gelegenheit hätten! Und Sie besitzen doch sicher eine größere Sammlung von Tangotiteln und arbeiten daran, einen Streicherteppich à la Di Sarli anders zu vertanzen als eine Candombe von Cáceres oder einen Neotango von Gotan?

Ist Ihr Blick auf die Tanzfläche gerichtet, um andere Paare zu beobachten? Was ist in einem üblichen Tangokurs eigentlich so anders? Sie bekommen etwas vorgemacht (in welchem Sinn auch immer) und sollen es entsprechend anwenden. So gesehen kriegen Sie auf einer Milonga mehrere Stunden Tangounterricht für einen einstelligen Eurobetrag!

Sie üben doch auch zu Hause? Bedenken Sie den Vorteil: Wenn Sie sich dort auf einen Stuhl stützen und Ochos üben, kann der Ihnen – obwohl es sich um einen Vierbeiner handelt – weder den Brustkorb komprimieren noch unmoralische Anträge machen! Und um Gleichgewicht und Achse zu trainieren, benötigen Sie niemand, welcher Sie aus beidem reißt… Sicher kann das gelegentlich langweilig werden, aber das Problem hat ein Pianist, der mit Czerny-Etüden oder Bach-Inventionen seine Geläufigkeit schult, allerdings ebenfalls!

Sie achten schon darauf, wer eventuell ein Interesse daran hat, mit Ihnen zu tanzen? Schon oft habe ich es aufgegeben, eine Frau aufzufordern, weil sie mir einfach keine Gelegenheit dazu bot und stattdessen von einer Bekannten zur nächsten rannte, ellenlange Gespräche führte und anschließend ihr Smartphone zückte, um diese noch digital fortzusetzen. Und auch bei einem Cabeceo ist der geschlossene Mund mindestens ebenso wichtig wie die offenen Augen…

Sie wählen Kleidung und Schuhe nach der tänzerischen Funktionalität aus? Ich habe bei den vorherrschenden Riemchenschuhen, die vor allem aus etwas Neonglimmer, viel Luft sowie lackierten Zehennägeln bestehen, oft nicht den Eindruck, dass die Damen ihre Aktionen wirklich „in den Boden bringen“ – und niemand hat etwas davon, wenn sich ein nadelspitzer Absatz dann noch im Volant des boutiquengestilten Zipfelröckchens verfängt. Wenn diese Frauen wüssten, wie erotisch sie sich in Jeans und Sneakers bewegen könnten…

Sie fahren schon öfters mal mehr als hundert Kilometer zu einem Tangotermin? Ich behaupte hiermit: 99 Prozent der Tangomenschen, die ich für hervorragende Tänzer/innen halte, tun das! Wenn Sie dagegen eine furchtbare Milonga mit unterirdischem Personal nur besuchen, weil sie kurzfristig erreichbar ist, oder es Sie bei einem Hampelmann als Tangolehrer nur interessiert, dass er seinen Unterricht gleich nebenan verübt, kann und mag ich Ihnen nicht helfen. Dank des Internets ist es wahrlich einfach herauszukriegen, was im angesprochenen Radius um Sie herum passiert. Werden Sie aktiv, vergleichen Sie, wählen Sie aus!

Eine sehr begabte Tänzerin, die jahrelang fast nur eine bestimmte Milonga besuchte, bat ich eines Abends vor die Tür des Lokals. Dort forderte ich sie auf, ihren Blick auf den Horizont zu richten und sich einmal um die eigene Achse zu drehen. „Was siehst du?“, fragte ich sie. Meine Erklärung: „Dort überall ist Tango – und du wirst hinfahren und ihn kennenlernen.“ Das tat sie – und mit dem Auffordern hat sie schon deshalb keine Probleme, weil es ihr einerseits egal ist und sie außerdem führen kann und sich ihre Tanzpartnerinnen selber sucht.

„El tango te espera“ („der Tango wartet auf dich“) – dieses Wort Aníbal Troilos bedeutet halt auch, dass man selber etwas mehr tun muss als dazusitzen und zu warten. Doch „Blut, Schweiß und Tränen“ werden sich auszahlen und zu wunderbaren Tangos führen. Wer es einfacher möchte, wird es nicht bekommen, und er hat es ehrlich gesagt auch nicht verdient.

So gerecht ist der Tango!

P.S. Politisch unkorrekte Anekdote (allein deshalb, weil sich viele eh schon aufregen): Kürzlich kehrte ich nach einer Runde mit einer anderen Tänzerin zu meiner Frau zurück. Auf ihren fragenden Blick sprach ich nur: „Por una cabeza“. Ihren Einwand, das Stück sei ja gar nicht gespielt worden, beantwortete ich: „Nein, aber das Pferd hat gewonnen.“

Dienstag, 25. August 2015

Hilfe, keiner tanzt mit mir!



Derzeit verfolge ich eine interessante Diskussion, in welcher der Berliner Journalist und Tangotänzer Thomas Kröter sich mächtig darüber aufregt, dass bei einer Wochenend-Tangosause in Ostwestfalen kaum ein Tänzer seine Frau aufgefordert habe:

„ich kann es einfach nicht nachvollziehen, dass die großartige männlichkeit (…) meist nach dem motto verfährt: wat de buur nit kennt...“ (…) sorry, ich kenne alle ausreden, warum in den verschiedenen regionalen subscenes so selten 'fremd' getanzt wird. ich finde keine einleuchtend. mir bleibt als erklärung nur (und da mindere ich meinen formulierungsfreundlichkeitscoeffizienten ein wenig): ein gerüttelt maß an feigheit. dass dies auch ein wenig unhöflich gegenüber gästen ist, sei nur am rande erwähnt.“

Klar, dass ich diesem scharfsinnigen Beobachter der Tangoszene, mit dem mich ein Herz und mehrere Seelen verbinden, zunächst nur aufrichtigen Beifall zollen kann: Ja, so isses!  Übrigens muss man da nicht erst nach Ostwestfalen (einen für seine überbordenden Emotionen bundesweit bekannten Landstrich) fahren: Wie mir Tangobekannte immer wieder berichten, kann man als Fremder auch auf Berliner Milongas ein Maß an spiritueller Abgeschiedenheit erreichen, das den Urlaub in einem bayerischen Trappistenkloster mühelos ersetzt: Also, lieber Thomas, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Ersatzweise werden nun Maßnahmen wie „Damenwahl“ oder „Tanda mit einer Fremden“ erwogen – also eine Runde, bei welcher die Gäste angehalten sind, sich einen bislang unbekannten Tanzpartner zu suchen. (Von der Cabeceo- und Código-Expertin Theresa Faus erfahren wir zudem, dass sie hierbei als Cortina das Bert Kaempfert-Thema „Strangers in the night“ auflege – eine schönere Satire auf ihre Veranstaltungen brächte ich kaum zustande…)

Zu Recht wird in dieser Diskussion betont, derlei Maßnahmen seien wohl nur als „Krücken“ zu betrachten, welche das Problem grundsätzlich nicht änderten. Was also kann man generell unternehmen?

Zunächst sehe ich die Zunahme solcher Unsitten als Indiz für die von mir nicht erst jetzt beklagte Verspießerung der Tangoszene. Aus einem „Treff junger Wilder“ früherer Zeiten sind wir längst beim „Ehepaar-Übungsabend“ der ADTV-Tanzschulen angekommen (wobei man einem dort wenigstens kaum mit Parkettbenutzungs- und Aufforderungsregeln zusetzt). Also tanzt man halt brav paarweise oder bestenfalls mit Leuten, die man seit Jahren kennt. Die „Vollkasko-Mentalität“ hat sich längst flächendeckend verbreitet – Tango ist kein Spaß, sondern eine ernste Sache, bei der man viel falsch und wenig richtig machen kann. In der Internet-Ankündigung einer Münchner Milonga heißt es: Wir legen Wert auf einen harmonischen Tanzfluss und rufen notorische Kreuz-und-Quer Tänzer diskret zur Ordnung. Für Anfänger und experimentierfreudige Tänzer gibt es einen separaten Bereich für ungestörtes Üben.“ Wahrlich – der Tango ist in der Adenauer-Ära angekommen: „Keine Experimente!“

Ferner muss ich ehrlicherweise zugeben, dass sich im Lauf der Jahre mein eigenes Sozialverhalten nicht gerade höherentwickelt hat. Daher kann ich routinierte Tänzer verstehen, deren Lust auf heruntermarschierte Tangos zu Plempermusik sich in immer engeren Grenzen hält. Weiteres dazu siehe http://milongafuehrer.blogspot.de/2015/06/mein-asozialer-tango.html

Ich glaube jedoch nicht, dass wir damit schon am Kern der Problematik angelangt sind. Im Tango sind beim „starken Geschlecht“ volle Hosen häufiger als gestreifte – oft genug hören Frauen dann nach Jahren bei der ersten Aufforderung das männliche Bekenntnis: „Ich habe mich die ganze Zeit nicht getraut, dich aufzufordern, weil ich Angst hatte, dir nicht genug bieten zu können.“ Ob man dies als Feigheit oder Realitätsbewusstsein bezeichnen mag, sei dahingestellt… Insofern müssen große Tanzkünste die Aufforderungschancen für Tangueras nicht unbedingt verbessern. Sollten sie dagegen dem Muster „unter 35, Anfängerin, naiv, kurzes Röckchen, einwärts gedrehte Fußspitzen, Überbiss“ entsprechen, kommen sie höchstwahrscheinlich in den Genuss stemmbogengestählter, gefühlter „Tangolehrer“, welche ihnen mit arthrotischen Bewegungen auf die korrekten Sprünge helfen – ob sie wollen oder nicht. So gesehen kann das Alter beim Tango durchaus für beide Geschlechter eine Gnade bedeuten!

Die nach abgestandener Tanzstunden-Atmosphäre der 50-er Jahre müffelnde „Damenwahl“ wurde ja vor einiger Zeit bezeichnenderweise von der deutschen Tango-Society exhumiert (nach Theresa Faus gilt hierbei noch dazu ein „implizites Korbverbot“). Damit schreibt man dann endgültig fest, dass die Frauen – mit Ausnahme der für sie reservierten Runde – gefälligst nicht auffordern sollen: Ein weiteres Indiz für den Rücksturz des Tango in Gesellschaftsmodelle, welche wir optimistischerweise als längst überholt ansahen. Näheres dazu: http://milongafuehrer.blogspot.de/2014/07/damenqual.html

Gleichermaßen ist die Idee der „Tanda mit einer Fremden“ sicherlich gut gemeint. Ich würde mich als Frau dennoch veräppelt vorkommen, mit einer solchen „Quoten-Tanzrunde“ als Alibi abgespeist zu werden – und dann noch erleben zu müssen, wie sich Veranstalter als vermeintliche Vorkämpfer für die Frauenrechte selber auf die Schulter klopfen. Altmeister Tucholsky hätte hierzu geäußert: „Gut, das ist der Pfennig, doch wo bleibt die Mark?“

Zu unserer Anfängerzeit lernten wir noch, dass im Tango beide Geschlechter auffordern dürften – und dass man für einen Korb wahrlich gewichtige Gründe haben müsse. Ich habe nie verstanden, wieso diese „Tradition“ weitgehend verloren ging – das wäre doch einmal eine lohnende Aufgabe für die derzeit so zahlreichen „Código-Erfinder“ (und man bräuchte hierzu nicht einmal „Workshops“)! Und wieso tanzen nicht mehr Frauen und auch mal Männer (!) miteinander? Aber offenbar ist man in der Traditionsabteilung an Themen, welche nicht ins Schema eines vermufften Bürgertums passen, eher uninteressiert – da wird gleich so mancher (Pferde-)schwanz eingezogen…

Mein Rat an das „schwache“ Geschlecht ist stets der gleiche – ob es sich nun um „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ oder „Mauerblümchen-Schicksale“ handelt: Wenn ihr meint, die Herren würden die Probleme für euch lösen, könnt ihr lange warten! (Bezeichnenderweise ist es ja auch im vorliegenden Fall so, dass sich wieder der Mann stellvertretend für seine Gattin empören musste.) An der Parole „Hintern aufheben und aktiv werden“ führt kein Weg vorbei. Wenn ihr wirklich mit einem Typen tanzen wollt, dann fordert ihn auf (per Cabeceo müsste das ja ganz geschlechtsneutral funktionieren) – oder marschiert‘s hin und fragt‘s ihn notfalls, ob er Schiss hat (wirkt bei Männern Wunder und hat schon zu größerem Blödsinn geführt als einer Tangorunde). Oder lernt führen und „erlöst“ damit nicht nur euch, sondern auch das einsame Herz gegenüber! Der Tango bietet so viele Möglichkeiten, welche sich jedoch alle nicht durch Herbeijammern eröffnen.

Und selbst wenn ich davon betroffen sein sollte – ihr kriegt’s keinen Korb, versprochen!

P.S. Lieber Thomas Kröter, du schreibst: völlig ohne ironie behaupte ich: allein das reden (oder schreiben) darüber, hilft dazu beizutragen, das bewusstsein mancher männer (und vielleicht auch sie 'bewachender' frauen) zu ändern.“ In der Hoffnung, dass dies stimmt, habe ich zu dem Thema einige Worte verloren, welche bestimmt nicht jedem passen. Aber wie sagst du so schön? „genau das isses, was mir in teilen der szene so auf den zeiger geht: wer nicht ausschließlich das weihrauch-fässchen schwenkt (…), ist gleich ein nörgler, selbst wenn man ihm zustimmt.“

In diesem Sinne viele Grüße vom
„Grantler“ Gerhard Riedl

Sonntag, 23. August 2015

Einladung zur Wohnzimmer-Milonga am 6.9.15



Liebe Tangofreunde,
wir machen weiter nach unserem Motto "Genieße das Leben, tanze die Cortinas" – und laden wieder herzlich ein zur
 „Wohnzimmer-Milonga Riedlscher Prägung“
am Sonntag, den 6. September 2015
von 15.30 bis 19.00 Uhr
Wie immer gibt es vorwiegend moderne Tangomusik - diesmal im Mittelpunkt die Geschwister Lidia und Luis Borda: Der Gitarrist, Komponist und Arrangeur gilt als wichtiger Vertreter des Tango nuevo, seine Schwester Lidia ist eine hervorragende Sängerin. Ihr Film "12 Tangos – Adiós Buenos Aires" hat damals meine Sicht auf den Tango geprägt.
Wir haben Platz für zirka ein Dutzend Gäste (Singles oder Paare). Anmeldung daher erforderlich per Mail: mamuta-kg@web.de oder telefonisch: 08446-732.
Der Eintritt ist frei, Getränke sowie hausgebackenen Kuchen gibt es zum Selbstkostenpreis.
Ort ist das Riedlsche Wohnzimmer: Am Gaißberg 8, 85309 Pörnbach

Bei schönem Wetter können wir auch die Terrasse und den Garten nutzen!

Weitere Infos:

Liebe Grüße

Karin und Gerhard

Montag, 17. August 2015

Kleines Código-Quiz



Jüngst fand ich auf einer Milonga einen Zettel des Veranstalters mit „20 Goldenen Regeln für ein schönes Tanzerlebnis“.

Da ich zu meinem Bedauern feststellen muss, dass in der Tangoszene solche Verordnungen bislang nur mäßig internalisiert wurden, hier ein kleiner Test: Sechs der folgenden Regeln sind Originalzitate aus dem Flyer, die anderen sechs entsprangen meiner (man entschuldige in diesem Zusammenhang das harte Wort) Fantasie.

Meine Leser sind herzlich eingeladen, per Kommentar die richtigen Lösungen (z.B. Nr. 1 richtig, Nr. 2 falsch…) vorzuschlagen. Also auf, ihr (wie Kevin Seidel sagen würde) „Tangoächzperten“! Unter den richtigen Einsendungen verlose ich eine Tango-CD, und zwar je nach Glaubensrichtung des Verfassers von Las Sombras oder Francisco Canaro (letztere sogar im Original, da ich sie nicht mehr brauche). In vier Wochen werde ich dann hier die Auflösung veröffentlichen! Dabei ist der rechte Weg natürlich ausgeschlossen.

Und wegen der Zusendung des Preises schön den echten Namen angeben, gell?  

1.    Je nach Räumlichkeit gibt es eine, zwei oder drei Tanzspuren auf einer Tanzfläche.
2.    Bitte auf frische Kleidung und Körperpflege achten.
3.    Der Genuss von Bier macht einen schlechten Atem und sollte daher unterbleiben.
4.    Man löst die Umarmung nach dem Ende einer Tanda.
5.    Man bleibt in der Spur, die man einmal gewählt hat.
6.    Wenn man doch überholen will, dann nur links!
7.    Ganchos und Boleos sollte man unterlassen.
8.    Man tanzt nicht allein im Paar, sondern mit dem ganzen Raum.
9.    Auch wenn nicht alles gelingt, tanzt man weiter.
10. Während eines Tanzes sollten alle Gäste leise sein, damit man der Musik zuhören kann.
11. Die Mitte der Tanzfläche ist den Fortgeschrittenen vorbehalten.
12. Man belehrt oder korrigiert seine Partner/-innen nicht.

Nicht vergessen: „Die traditionellen Códigos de la Milonga (Milonga-Regeln) sind nicht als ‚Maßregelung‘ zu verstehen, sondern ermöglichen allen ein entspanntes Tanzerlebnis.“

Na dann, viel Spaß!

Wie versprochen jetzt die Auflösung bei den Kommentaren!