Samstag, 30. Dezember 2017

Playlist der Wohnzimmer-Milonga am 30.12.17



Elektro-Tangos
La Sanata (La Camorra)
La Yumba (Tango Crash)
Diablo Fast (Tango Siempre)

Brise Parisienne
El Choclo
Milonga de mis amores
Palomita blanca

Julio Sosa
Nunca tuvo novio
El último café
El firulete

Hyperion Ensemble: Tango Època de Oro
Fumando espero
Pocas palabras
La melodía del corazón

María Graña
Remembranza
A mi modo (My Way)
Violetas imperiales
Cautivo

Amores Tangos
Sanata
Marioneta
Los cosos de al lao
Parararaira

Las Sombras: Tango Café
Francia
Eurydice sings
Mélange à trois
Danzarin

Quinteto Real
El arranque
La trampera
Buenos Aires

Francisco Lomuto: fast alles Valses
Congojas que matan
Puerto nuevo
Un vals
Jugando jugando

Lidia Borda en vivo
Alma en pena
Qué te importa que te llore
Fragmento Gardeliano

Narcotango: Carlos Libedinsky
Vi luz y subi
Plano secuencia
Otra luna

Solo Tango Orquesta
Mano Brava
No hay tierra como la mía
Loca

Julia Zenko
Chiquilin de Bachin
Yo soy María
Siempre se vuelve a Buenos Aires
Vete de mí

Orquesta típica misteriosa Buenos Aires: Tu lado acústico
Gota de lluvia
La vida es una milonga
Tamboriles

Roberto Firpo: Valses
El aeroplano
Sueño florido
Noche calurosa

Color Tango: Con estilo para bailar
Malajunta
Buen amigo
El monito
La Luciernaga

Tango Harmony: Seasons in Buenos Aires
Libertango
Otoño porteño

Amores Tangos
Pequeña
Bésame mucho
Cuando llora la milonga
Sueño de juventud

Osvaldo Fresedo - Héctor Pacheco: Apasionado
Caprico de amor
Fugitiva
Muñequita de Paris

Neujahrs-Walzer: „Ballsirenen“
(Potpourri aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár)
Live gespielt vom „Duo Tango Varieté“:
Bettina Kollmannsberger, Akkordeon und Karin Law Robinson-Riedl, Violine

Die „Lustige Witwe“ hatte 1905 Premiere und wurde allein bis 1948 (dem Todesjahr des Komponisten) 300000 Mal aufgeführt. Auch heute noch ist sie die am häufigsten inszenierte Operette überhaupt. Lehár betrat mit diesem Stück Neuland: Eine starke und selbstbewusste Frau setzt sich in der Männerwelt durch!

Zum Beweis, dass man dazu tanzen kann:



P.S. Wir hatten wieder ein volles Haus mit äußerst motivierten Gästen. Unsere „führenden Frauen“ haben in der Practica viel dazugelernt – einfach durch Probieren. Wir werden die Übungsstunde auch das nächste Mal (20.1.18) wieder anbieten!

Und natürlich allen meinen Lesern ein gutes Neues Jahr mit vielen schönen Tangos! 

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Die Cortina zu und alle Fragen offen



„Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat.“
(Friedrich Dürrenmatt: „Die Physiker“)

Derzeit ist es mit anderen deutschsprachigen Tangoblogs ein bisschen schwierig: Immerhin Freund Cassiel hat nach fast einjährigem Schweigen einen längeren Text veröffentlicht, der angeblich Tangobezüge aufweist, dessen Faszination sich jedoch weitgehend auf Physiker und Soziologen beschränkt.

Auch Facebook-DJ Thomas Kröter ist kürzlich mit seiner Neuschöpfung „mYlonga“ ans Licht der Welt getreten, scheint aber momentan Probleme zu haben, wie wir sie sonst aus Cap Canaveral kennen: Der Countdown wird immer wieder unterbrochen – na ja, vielleicht steigt die Rakete ja an Silvester.

Die drei Damen der Seite „Berlin Tango Vibes“ lassen es zwar in hoher Frequenz schwingen, aber von den kurzen Textfragmenten, welche sie in rascher Folge heraushauen, ergäben erst zirka zehn einen gestandenen Artikel.

Aber immerhin: Nachdenkenswert ist der eine oder andere Beitrag schon. „Heimliches Tanz-Date“ nennen sie eine kürzlich erschienene Schöpfung. Der Inhalt ist rasch erzählt: Eine der drei „Erbsen-Prinzessinnen“ des Blogs hat zu Beginn der Cortina einen „unverbindlichen Augen-Kontakt“ (Cassiel würde ihn „Prä-Cabeceo“ nennen), der von ihr wie folgt verstanden wird: „Ich hab‘ Dich für die nächste Tanda im Blick.“ (Für Regelunkundige: Auffordern darf man jetzt noch nicht, da man ja nicht weiß, ob man die folgende Musik überhaupt tanzen kann!)

Während dergestalt Wurm plus Widerhaken vor dem Maul des fetten Fisches zappeln, wird die Dame von einem Kerl, den sie gar nicht kennt (!), unsanft an den Schultern gepackt und direktemang uffjefordert. Na, so geht’s aber gar nicht, wo sie „ja schon irgendwie vielleicht verabredet“ ist… Mithin kriegt der unverschämte Bursche einen Korb.

Unmittelbar darauf  schiebt sich ein weiterer Typ, zudringlich nickend, in ihr Blickfeld – und obwohl sie sich abwendet, probiert der doch glatt, erneut ihren Blick zu erhaschen! „Nein, nein, nein, ich will nicht! Was ist daran so schwer zu verstehen?“

Endlich ist die Zwischenmusik vorbei (Mann, haben die Berliner lange Cortinas), die Prinzessin kann sich nun ihrem stillen Verehrer zuwenden: „Er fängt meinen Blick auf, ein schöner Cabeceo. Na bitte, geht doch.“

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute…

Was, so fragt sich der ergriffene Leser, will uns die gar nicht immer huldvolle Dame mit diesem Text sagen? Sicherlich zuvörderst, dass sie tänzerisch sehr begehrt ist – gleich drei Kerle, die sich um sie balgen! Für viele Tänzerinnen sicherlich Tango-Fantasy… Und natürlich: Nur der Beste ist für sie gut genug! Für mich ein Grund, meine Pläne für eine Tangoreise nach Berlin doch noch ein wenig hinauszuschieben.

Leider endet der Text dort, wo es spannend würde: Wie nun, wenn der Ersehnte sich im letzten Moment doch eine andere geschnappt hätte? Wäre dann ein Rückgriff auf den Schulterpacker oder den Glotzer erfolgt, hätte Mamsell mit säuerlicher Miene die ganze Tanda durchgesessen oder wäre in letzter Sekunde noch der große, unbekannte Vierte aufgetaucht? Und wie war nun der Tanz mit dem Traumprinzen – manchmal ist „weißer Schimmel“ ja doch ein mykologischer Begriff… Fragen über Fragen!

Und so sehen wir betroffen die Cortina zu und alle Fragen offen…

Schlauerweise hat die Autorin allerdings ihren Beitrag auf der Facebook-Seite „Tango München“ verlinkt. Wusste sie etwa, dass man dort gemeinhin einen solchen Müll labert, dass selbst schwache Texte qualitativ höherwertig erscheinen?
Die darauf folgenden Kommentare jedenfalls müssen zum Großteil nicht mehr satirisch nachbearbeitet werden:

Benimm-Experte Oliver Fleidl liefert seinen üblichen „Hintern ins Gesicht-Aufsager“: „Was für ein oberflächlicher, überflüssiger Text. Ich konnte nicht glauben dass es das war und scrollte weiter, aber nein. Was ist jetzt das Thema? Ein neuer Beitrag über Rüpel im Tango? Oder eine romantische Verklärung des Cabaceo?“
(Die falsche Schreibweise wird dann übrigens von anderen Kommentatoren glatt übernommen – herrlich!)

Die Administratorin der Gruppe wehrt sich gegen den Anschein von Pflichtversäumnissen: Ich hatte ihn schon gelöscht und dann erschien er wieder“. Aber: „heieiei, am Heiligen Abend gabs noch Kredit.

Ein anderer Schreiber mag jedoch die freie Meinungsäußerung nicht in Bausch und Bogen verdammen: „Ich finde gut dass auch Hinweise auf Tango Blogs hier in der Gruppe sein dürfen. Ich selbst habe sehr von Blogs profitiert und ich glaube die evtl Störung wird durch den evtl Mehrwert mehr als aufgewogen.“

Klar, dass wieder einmal die Ungerechtigkeiten in der Geschlechterverteilung angesprochen werden müssen:

Es gibt einfach zu wenige tanzende Männer !! (ausgenommen wohl in Berlin)

„Aus meiner Sicht gibt es zuwenig gut tanzende Frauen! Das ist jedenfalls der Grund, weshalb ich kaum mehr ausgehe.“

Klar, dass bei solch gegensätzlichen Aussagen die Kampel mal wieder aneinander geraten:

„wenn einem die Frauen nicht gut genug tanzen, dann hat mann als führender in der regel selber noch viel zu lernen.“ (Und wenn es Groß- und Kleinschreibung ist…)

„In der Regel ist das so, und idR findet sich auch immer irgendein Schlaumeier, der glaubt andere schulmeistern zu dürfen.

Gelegentlich verliert sich die Debatte dann fachlich in derartige Höhen, dass man als Laie kaum noch mitkommt:

„Dar Cabaceo ist aber letztlich aber die nonverbalen Frage eines ggf. Fremden während der Cortina, oder habe ich da etwas falsch verstanden?“

„Tangowissenschaftlich gesehen ist der Artikel dann also fundiert angreifbar, weil Cabaceo zum Ende der Vortanda von allen relevanten Gelehrten als undenkbar eingestuft wird.

„…aber ich schwinge mich auf im Internet etwas zu Cabaceo in einem Tangoblog zu schreiben. Das muss man zum Glück nicht kommentierten, es spricht ja für sich selbst“

Da kann ich einem Kommentator nur aus vollem Herzen zustimmen:

„Religionskriege waren und sind für Ungläubige eine immerwährende Quelle der Erheiterung ! Also weiter so...“

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Für den Satiriker gibt es immer weniger zu tun, wenn schwache Texte dann auch noch durch den Schredder eines sozialen Netzwerks gezogen werden.

Das Schlusswort jedoch möchte ich einer Tanguera überlassen, die zur Partnerwahl im Tango eine erfrischend nüchterne Einstellung hat:

„Ich persönlich freue mich über jede Tanzaufforderung, bedeutet sie nicht jeweils eine neue Erfahrung.“

Dienstag, 26. Dezember 2017

Pest Neujahr



„Der Hund bellt immer.
Er bellt, wenn jemand kommt, sowie auch, wenn jemand geht – er bellt zwischendurch, und wenn er keinen Anlass hat, erbellt er sich einen.“
(Kurt Tucholsky: „Traktat über den Hund, sowie über Lerm und Geräusch“, 1927)

Heute fand ich auf Facebook diesen Aufruf:

„Alle Jahre wieder! Holland hat private Feuerwerke verboten, bravo Holland! Ich hoffe, dass andere Länder nachziehen und diese sinnlose Knallerei verbieten. Es ist ja nicht nur an Silvester, sondern schon Tage davor und auch danach noch. Muss denn das wirklich sein? Kann man nicht einfach etwas Rücksicht nehmen? Kann man das den Kindern nicht erklären? Das es Tiere gibt, welche schreckliche Angst haben davor! Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Pferde, Wildtiere, Kühe usw. Mit diesem Geld könnte man so viel Gutes tun! Bitte denkt an die Tiere, wenn es in ein paar Tagen wieder heißt: Silvesterknallerei!“

Das Schlimme ist nur: Ich mag Pyrotechnik. Schon als Kind war für mich Silvester daher ein höherer Feiertag als Weihnachten – nur vergleichbar mit dem alljährlichen Volksfest, wo das Abschlussfeuerwerk ein Pflichttermin war. Für mein Chemiestudium bildete dies zwar nicht den alleinigen, jedoch sicherlich einen primären Anreiz.

Als wir noch Kaninchen als Haustiere hatten, wurden die Hoppelmänner selbstredend zum Rutsch ins Neue Jahr in einen schallgedämpften Kellerraum verbracht und mit einer Decke geschützt. Posttraumatische Belastungsstörungen konnte ich an ihnen nie feststellen, nicht einmal an den Spatzen und Kohlmeisen im Garten, welche sich auch am Neujahrstag mit unvermindertem Appetit am Vogelhäuschen bedienten.

Warum auch? Seit vielen Millionen Jahren sind die Tiere an Gewitter gewöhnt. Mindestens 60 Mal pro Sekunde knallt es auf unserem Planeten, und das bei Spannungen von 10 Millionen Volt aufwärts und mit Stromstärken von durchschnittlich 20000 Ampere. Einmal pro Quadratkilometer schlägt es jährlich in unserem Landkreis ein – das macht insgesamt zirka 800 Blitze. Dabei entstehen nicht nur Röntgen- und Gammastrahlung, sondern bei Temperaturen von 20000 bis 30000 °C auch jede Menge giftiger Gase:

In den unteren Atmosphärenschichten entstehen durch Blitze deutlich mehr Ozon und Stickoxide als durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Gewitter sind also höchst umweltbelastend und sollten daher verboten werden! Allerdings ist zu bedenken, dass sie wegen der vom Regen ausgewaschenen Stickstoffverbindungen maßgeblich zur Düngung des Bodens beitragen und ohne die bösen künstlichen Düngemittel und auch den chemischen Pflanzenschutz, Glyphosat hin oder her, wäre die heutige Menschheit nicht mehr ansatzweise mit Nahrung zu versorgen!

Und übrigens ernähren wir uns seit einigen Jahrtausenden von genmanipulierten Pflanzen: Man nennt dies Züchtung. Der heutige Kulturweizen entwickelte sich vor zirka 8000 Jahren durch die Kombination der Chromosomensätze dreier Grasarten. Wäre dies unterblieben, könnten wir heute noch auf winzigen Grasfrüchten herumkauen wie dereinst unsere Hominiden-Vorfahren. Gluten-Allergiker hätten jedoch auch damit Probleme, solange sie nicht auf Amaranth, Mais und Hirse umstiegen.

Um wieder auf den Tierschutz zu kommen: Es ist ja ehrenwert, unsere geliebten Vierbeiner vor Schall-Immissionen schützen zu wollen. Ein bisschen sollte man dabei aber auch an Zweibeiner denken, welche gelegentlich als Nachbarn täglich (und nicht nur am 31.12. und 1.1.) und stundenlang von Kötergekläff genervt werden. Einen Facebook-Aufruf in dieser Richtung habe ich jedoch noch nie gelesen…

Die Ursache scheint mir tiefer zu liegen: Es gibt einen Menschenschlag, der selber große Probleme sowohl mit Genuss als auch mit Genus hat. Trifft dieser auf Artgenossen (hier kein Partizip Perfekt), welche sich an etwas freuen, wird das so genannte „Spaß-Verhinderungs-Gen“ aktiviert. Während man seinen Mitmenschen früher noch analog auf den Zeiger gehen musste, bieten sich hierfür heute „soziale“ Netzwerke an, in denen man dann moralinsaure Aufrufe oder Schock-Bilder postet.

So werden wir rechtzeitig vor Festtagen auf die grausame Aufzucht und das Abschlachten leckeren Geflügels vorbereitet. Zum Jahreswechsel gibt es schon längst „Brot statt Böller“, und zu Fasching erfahren wir von den fürchterlichen Folgen des Alkoholkonsums. Im Frühjahr brechen dann nicht nur die ersten Knospen hervor, sondern auch ganze Artikelserien über diverse Allergien. Nicht, dass wir uns über die erwachende Natur freuen dürften!

Gegen Winter hin gibt es dann zwei generelle Möglichkeiten: Fallen mehr als drei Flocken pro Minute, lesen wir vom „Schneechaos“, bleiben diese aus, so dürfen wir uns an apokalyptischen Visionen zum Klimawandel erfreuen. Wobei ich als Tangotänzer sagen muss: Ich kann damit leben, wenn ich Fahrten zu Milongas nicht wegen Schneetreibens und Eisglätte absagen muss… 

Das ganze Jahr über erfreut man uns jeweils mit dem
Giftstoff des Monats“ respektive dem „Erreger des Jahres“. Die Vogelgrippe ist bekanntlich höchst gefährlich – jedenfalls, solange man nicht weiß, dass für den Menschen das Erkrankungsrisiko äußerst gering ist. Gesicherte Infektionen oder gar Todesfälle wurden bislang in Deutschland nicht nachgewiesen – im Gegensatz zu den hierzulande jährlich 20000 tödlichen Influenza-Infektionen. Dagegen gäbe es sogar eine Impfung – aber genau aus dieser Ecke hören wir ja seit Langem, wie gefährlich diese sind… Und Feinstaub ist ja bekanntlich eine Haupt-Todesursache – selbst wenn er nicht aus Vulkanen stammt! Apropos: Allein der kongolesische Vulkan Nyiragongo emittiert täglich bis zu 70000 Tonnen Schwefeldioxid!

Todesfälle durch Silvesterfeuerwerk sind hierzulande eine absolute Rarität, und auch vom Blitz erschlagen werden bei uns nur einige wenige Menschen pro Jahr.

Gefahren hängen halt vor allem von der Angst des Betrachters ab: So gab es seit 2001 weltweit 76 registrierte Hai-Angriffe, von denen 5 zum Tod eines Menschen führten. Von herabfallenden Kokosnüssen hingegen werden jährlich zirka 150 Menschen erschlagen – sicherlich ein schöneres, da veganes Hinscheiden – aber gefährlicher als die Pest mit etwa 100 Todesfällen im Jahr!

Gerade las ich sehr aufschlussreiche Aussagen zum Thema vom Pädagogik-Professor Horst Opaschowski unter dem Titel: „Je besser es den Leuten geht, desto schlechter die Stimmung – das deutsche Unzufriedenheits-Paradox“. Der „Glücksfaktor“ sei bei uns weitgehend ausgereizt: 45 Prozent der Bevölkerung sähen dem neuen Jahr mit großer Skepsis entgegen. Bei den Einzelthemen Spitzenreiter ist mit 85 Prozent das Flüchtlingsproblem. Steigende Steuereinnahmen, boomende Wirtschaft, sinkende Arbeitslosigkeit: Dennoch glauben 56 Prozent, dass „die Politiker den Herausforderungen der Zeit immer weniger gewachsen sind“.

Klar, je weiter man nach oben kommt, desto größer ist eben die Angst, dass es wieder nach unten geht. Man kann ja kaum noch einen Weihnachtsmarkt besuchen – bei dieser Terrorgefahr! Wobei ich persönlich den grauenhaft gepanschten Glühwein für das größere Risiko halte…

Daher haben wir an den Festtagen auch mit großem Genuss einer Bio-Flugente den Garaus gemacht. Zu einem reinen Vegetarier werde ich in diesem Leben nicht mehr – statt zum „Veggie-Day“ tendiere ich im Zweifel doch zum „Mett-Woch“! Immerhin tröstlich, dass auch grüne PolitikerInnen immer noch Flugreisen (sogar zu Sonderkonditionen) buchen, obwohl diese Verkehrsart bei Weitem die negativste Treibhausbilanz aufweist. Zum ökologischen Ausgleich" habe ich noch nie ein Flugzeug bestiegen.

Und ich bin sehr glücklich, dass nicht alle Bedenkenträger Tango tanzen, sondern sich doch auch in anderen Bereichen tummeln…

Daher muss ich die obige Feuerwerks-Gegnerin enttäuschen: Ich werde an diesem Silvester zwar nicht herumballern, aber doch das eine oder andere schöne Batterie-Arrangement zünden. Wobei ich die Argumentation der Dame nachvollziehen kann: Sie ist Tierfotografin. Dass aber ihr Geschäftspartner mit einem Harley Davidson-Shirt posieren muss, finde ich schon lustig: Sind das nicht die Höllenmaschinen, welche nicht nur viele Abgase, sondern einen Höllenlärm produzieren, und zwar nicht nur an Silvester?


Daher möchte ich mich am Schluss weder an kläffende Tölen noch an röhrende Mannsbilder wenden, sondern an unsere Katzen: Sie sagen wenig und sind ja so intelligent, dass sie sich zur Kommunikation mit ihren Artgenossen Menschen halten, welche auf Facebook Katzenvideos posten:



P.S. Und wer die Feuerwerkerei für „unnütz“ hält: Ja, ist sie, ebenso wie Fußballgucken, Bierdeckelsammeln oder Tango.