Buchbesprechung: „Der noch größere Milonga-Führer“



Kürzlich erhielt ich zu meinem Tangobuch die ausführlichste und differenzierteste Rezension aller Zeiten! Sie stammt von einer Person, die ich aus früheren Tagen vom Tango her kenne, zu der ich allerdings schon lange keinen Kontakt mehr hatte. Beim Lesen fiel ihr irgendwann auf, dass sie mit dem Autor in grauer Vorzeit mal getanzt hatte.

Da wir uns dennoch gelegentlich in „gemeinsamen Gefilden“ bewegen, respektiere ich ihren Wunsch, persönlich nicht in Erscheinung zu treten – und übernehme natürlich die redaktionelle Verantwortung für den Text, welchen ich soweit bearbeitet habe, dass Rückschlüsse nicht mehr möglich sind:

Erstmal vorweg kann ich mir sehr gut vorstellen, wie sehr das Buch polarisiert. Ich selbst habe es mit zunehmendem Amüsement gelesen.

Ich finde, Du hast einen sehr guten Blick auf die Tangoszene geworfen. Ich kann ja selbst nicht so aus dem Vollen schöpfen mit unterschiedlichen Städten, Milongas und Tanzstilen. Aber selbst hier bei uns beobachte ich viel von dem, was Du beschreibst.

Schon was die einleitenden Seiten betrifft, gehst Du ja grundsätzlich nicht zimperlich mit den von Dir direkt angesprochenen Lesern um. Da kann ich mir recht gut vorstellen, dass sich so mancher auf den Schlips getreten fühlt. Vor allem jene, deren Vorstellung des Tangos, warum man ihn lernt und tanzt und wie und wo, durch Deine Worte in eine gewisse Schieflage kommt.

Insofern habe ich die von Dir beschriebenen Milonga-Besuche zu Beginn des Buches amüsiert gelesen. Und sollten sich mal die Möglichkeiten auftun, dann werde ich mir Deine Ratschläge für den Besuch einer mir fremden Milonga zu Herzen nehmen.

Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Organisation einer eigenen Milonga schon unglaublich aufwändig ist, und würde der Veranstalter inklusive DJ all das (positiv) umsetzen, was Du so von ihm in Deinem Buch verlangst, da hat der wirklich den ganzen Abend einen ziemlichen Stress – vom Tanzen reden wir mal überhaupt nicht.

Man kann auch bei uns – vor allem, wenn mal wieder eine neue Location aufmacht – Deine Beschreibungen bezüglich Cliquenverhalten etc. beobachten.
Was mich zu den weiteren Beobachtungen ab S. 60 ff führt:
Natürlich sind mir etliche von Deinen Eindrücken auch früher schon aufgefallen. Jedoch seit ich sie Schwarz auf Weiß von Dir gelesen habe, gehe ich schon oft mit anderen Augen zu einem Tanzabend, und vor allem eher mit einem gewissen Schmunzeln. Sitze ich die ersten Tänze, beobachte ich mittlerweile auch so die „Szene", wie die Damen und Herren, vor allem der selbsternannten oberen Liga, nach und nach eintrudeln. Mit Deinen Beschreibungen im Hinterkopf – vor allem den netten Abkürzungen wie GDS oder ETA – ein wirklich erheiternder Zeitvertreib.
NB: Wo gehöre ICH wohl dazu?
Aber ehrlich und tatsächlich übertreibst Du da m.E. überhaupt nicht.

Sehr gut gefällt mir, was Du bezüglich „ungeschriebener Regeln" auf Seite 71/72 und auch an anderen Stellen schreibst. Für mich auch vor allem beruhigend und eine gewisse Genugtuung, dass nicht nur Frauen das Gehabe so mancher Männer auf Tanzveranstaltungen schlicht zum K.... finden.

Überhaupt finde ich, beschreibst Du die Gefühle für den Tango, die Musik, aber vor allem die Beziehungen und Gefühle der Tänzer zu- und miteinander immer wieder im Buch sehr treffend – auch, wenn dies nicht selten mit gewissen spitzen Bemerkungen gespickt ist. Aber man merkt, dass Du weißt, wovon Du schreibst, und wohl viele dieser (gefühlsmäßigen) Erfahrungen selbst gemacht hast, oder Dir diese zumindest sehr eingehend von anderem Menschen hast beschreiben lassen.

Deine Ausführungen zum Thema „Kleidung" ließen mich sehr schmunzeln (Altkleidersammlung à la Kelly-Familiy trifft den Nagel manchmal echt auf den Kopf). Zugegebenermaßen ist dieses Kapitel aber wirklich subjektiv. Aber ich persönlich spreche Dir ja auch keine Subjektivität ab. Ist ja auch schön, wenn man liest, dass es nicht für jeden Mann wichtig ist, wie kurz der Rock oder wie hoch die Schuhe sind. Natürlich sollte man sich nicht „ver"kleiden, nur um aufgefordert zu werden. Trotzdem muss ich Dir einfach sagen, wenn man als Frau aufgefordert werden will – zumindest, wenn man nicht weithin schon als die Super-Tanguera bekannt ist – dann muss man sich schon ein bissl schick machen. Du weißt das auch, wolltest vielleicht in Deinem Buch einfach ein wenig den Hype um's Äußere abflachen? Das ist auch gut so.
 
Später im Buch schreibst Du ja auch mal ganz unverblümt, was alles so nicht
„geht", wenn man schon, wie beim Tango, so eng zusammen tanzt. Also zum Beispiel, dass die Benutzung von Deo oder mal ein frisches Hemd doch allzu oft angesagt wäre. Jedenfalls bin ich Dir sehr dankbar für solche unverblümten Ausführungen, welche ja wirklich nicht erfunden sind, sondern den Nagel genau auf den Kopf treffen. Vielleicht nimmt es sich die eine oder der andere zu Herzen.

Manchmal greifst Du im Buch Themen auf, die Du dann 50 Seiten später wieder behandelst, ein bisschen anders oder eben noch als zusätzlichen Aspekt. Das ist mir überhaupt ein wenig aufgefallen, dass es manchmal vor und zurück ein wenig durcheinander geht. Liegt vielleicht auch ein wenig an der Komplexität des Tanzes – wie soll man das auch literarisch in eine Linearität bringen, wenn es doch von der Eigenart des Tangos her gar nicht geht?

Sehr nett fand ich auch Deine Ausführungen bezüglich „Argentinophilie". Ja, es ist tatsächlich so, dass man offensichtlich nur mitreden kann, wenn man mal in Argentinien war und sich dort von einem Tango-Lehrer runtermachen hat lassen. Oder man muss wenigstens in die Türkei auf ein Festival fliegen. Also bin
ich keine richtige Tanguera. Kann mit beidem nicht aufwarten. Umso mehr hat mich hierzu Dein Buch beruhigt.

Sehr interessant waren für mich Deine geschichtlichen Ausführungen zum Tango, da ich mich mit dem Ganzen ja wirklich noch wenig beschäftigt habe. Entstehung, Weiterentwicklung und die jetzige Situation, das „Zurück-zu-den-Wurzeln" usw. Ich hab gar nicht gewusst, dass es diesbezüglich so extreme Lager gibt. Sehr interessant, wirklich. Persönlich habe ich in der letzten Zeit mein Faible für den Neo-Tango entdeckt .

Schwer getan habe ich mich um die Seite 100 herum über Deine Einstellungen hinsichtlich des Tango-Lernens. Aber da ich da auch nicht aus den Vollen schöpfen kann, will ich da auch nicht wirklich was dagegen sagen. Interessant fand ich, wie Du meinst, wie der Tango bzw. das Tanzen früher wohl weitergegeben wurde. Oder wie man wohl auch weiß, wie es war.

Ich finde Deine Meinung auch richtig, dass zu viel Wert auf „Schritte" gelegt wird und zu wenig auf das Tanzgefühl. Allerdings glaube ich, dass das eine ohne das andere bei den meisten Männern auch nicht geht.

Alles in allem würde ich dieses Kapitel über die Wahl des richtigen Tanzunterrichts schon als etwas schwierig – gerade für Tangounerfahrene – betrachten. Aber Du schreibst ja auch immer wieder „ich persönlich würde...." und deshalb MUSS sich ja niemand an Deine Anweisungen oder Ratschläge halten. Mit vielem vom Außenherum hast Du ja auch wirklich recht, zum Beispiel, wenn man sich nur paarweise anmelden kann oder so manch merkwürdige Äußerungen von Tanzlehrern.

Wie gesagt, ich finde ich dieses Kapitel über den Tangounterricht – nicht in allen Teilen – als etwas schwierig und sicher eines, über das sich so mancher Leser sehr aufgeregt hat. Oder nicht? Ich denke, als schon ein bisschen erfahrene/r Schüler/in kann man sich da sicher auch viel rausziehen. Für einen völlig unbedarften Interessierten… hm… Deine „Kurs-Checkliste“ wiederum finde ich sehr gut und kann sie eigentlich in allen Bereichen bestätigen.

Und jetzt meine Lieblingsseiten: Tango als Partnermarkt ff.

Wunderbar beobachtet. Ich hab mich beim ersten Lesen sofort wiedererkannt. Also nicht, dass ICH auf der Suche war, sondern eher andersrum. Tatsächlich habe ich bei uns das Gefühl, dass der Altersdurchschnitt schon sehr gestiegen ist. Jüngeres Gemüse ist nicht unbedingt nachgewachsen. Vielleicht auch deshalb habe ich immer wieder auch den Eindruck, dass doch der / die eine oder andere tatsächlich die Hoffnung hat, dass da jemand ebenso auf der Suche ist.

Aber wie Du schon (etwas weiter hinten dann) schreibst, würde eine Beziehung, welche man aufgrund des schönen Tango-Gefühls aufbaut, dem realen Leben gar nicht standhalten… und wenn man Deine so genauen Beobachtungen diesbezüglich liest, dann frägt man sich schon, ob der Herr Riedl da wohl auch mal eigene Erfahrungen gemacht hat? (*augenzwinker*) SOOO genau trifft er den Nagel auf den Kopf.
Nein, wirklich mein Lieblingskapitel.

Tango im Paarzwang - köstlich! Ich habe es mehrmals gelesen. Man kann das Kapitel wirklich nicht sarkastisch genug schreiben. Auch wenn sich so mancher hier auf den Schlips getreten fühlt.
Krönender Abschluss des Abschnitts: Die Erotik-Phase.
Ich liebe Deinen Kasten auf Seite 136 oben!

„Tango-Technik":

Grundsätzlich finde ich dieses Kapitel gut. Zum einen „fachlich", sofern ich mir überhaupt anmaßen möchte, es zu beurteilen. Halt auch das, was ich aus meinen Kursen und der Tanzpraxis dazu zu sagen hätte.
Die Übung mit der Achse und auch die "Vorstellungen" hierzu habe ich selbst ausprobiert und finde das gut nachvollziehbar und gut erklärt.
Was ich auch gut finde ist, dass Du immer wieder einfließen lässt, dass man dies alles eben nur lernt bzw. es in Fleisch und Blut übergeht, wenn man es auch regelmäßig übt.

Auch bei der Tanzhaltung findest Du gute Worte. Ich selber tu' mich mit der engen Haltung schwer, auch wenn ich sie persönlich gerne tanze (sofern ich dieses Gefühl mit dem Mann teile, eng tanzen zu wollen).

Man merkt, dass Du viele, viele Jahre Tanzerfahrung hinter dir hast (nicht nur Tango) und schon sehr gut hinspürst. Ohne dass ich weiß, wie Du seither tanzt, hört sich das Niedergeschriebene so an, als würde es sich gut anfühlen.
Und auch wenn viele Deine ironischen Nebenbemerkungen und Zwischensätze furchtbar finden – ich finde, sie treffen meistens den Nagel auf den Kopf.

Lediglich, dass Du die Basse so runtermachst, finde ich nicht gut und halt sehr, sehr subjektiv. Ich persönlich tanze gerne Basse – wenn ein Mann sie gut tanzen kann. Und ganz so schwierig, wie du sie beschreibst, ist sie in meinen Augen nicht, wenn man sie gut erklärt bekommt.

Ich möchte noch ein paar Sachen anmerken:

Was ich widersprüchlich finde ist, dass Du einerseits der Tango-Technik viele Seiten widmest, mit sehr guten Erklärungen und auch immer wieder dem Hinweis, dass man es einfach üben muss, andererseits weiter vorne im Buch, wenn es um das Thema „Tanzen lernen" geht, das alles für meine Begriffe zu sehr runterspielst. Also anders herum gesagt, weiter vorne schreibst Du, es wäre besser, zuerst mal gar keine „Schritte" zu lernen, sondern nur das Gefühl und dann ergäbe sich alles von alleine. Im Tango-Technik-Kapitel jedoch kommt raus, dass der Tango sehr wohl eine ziemlich komplexe Sache ist, bei der man über Jahre hinweg üben muss, alles Mögliche beachten usw. Irgendwie passt das nicht zusammen. Wenn Du es nicht so gemeint hast, dann solltest Du wissen, dass es aber irgendwie so rüber kommt.

Ich weiß jetzt nicht, was Du mit diesem Ausflug in die „Tango-Technik" in einem „Milonga-Führer" bezwecken wolltest. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Menschen, die mit dem Tango beginnen (wollen, oder Anfänger), mit diesen Seiten nicht viel anfangen können bzw. es sie ziemlich überfordert. Für mich sind es keine Neuigkeiten, aber gut, schwarz auf weiß mal wieder zu lesen, was man schon immer irgendwie falsch gemacht hat. Oder auch richtig. Oder worauf man doch mal wieder achten sollte. Wolltest Du irgendeine Zielgruppe ansprechen?

Ich kann mir vorstellen, wieso sich ziemlich viele (auch selbsternannte) Tangolehrer über gewisse Kapitel aufregen. Wahrscheinlich eben auch über dieses. Weil Du sie halt auch immer und immer wieder mit bissigen Sätzen „reintunkst". Nun, das ist halt der Stil von dem Buch, Dein Stil oder Deine Persönlichkeit oder eben Deine Erfahrung diesbezüglich. Und wenn Du es genauso haben wolltest, dass sich (wahrscheinlich die richtigen) Leute angegriffen fühlen, dann haben diese bissigen Bemerkungen ja den Zweck erfüllt. Ich persönlich weiß nicht, ob ich diese persönlichen Angriffe gegen Tangolehrer nicht einfach weglassen würde. Denn es bringt ja eigentlich nix.

Auch schreibst Du (S.158), man solle so schnell wie möglich das neu Erlernte im Paar üben (stimme ich Dir zu!) und die Frau sollte schnell wieder vergessen „wie es geht“ und sich auf das Erkennen grundlegender Bewegungsmuster beschränken (stimme ich Dir nicht zu).
Ich mache momentan die Erfahrung, dass gar nix mehr geht, sobald die Frau ihre eigenen Schritte nicht kann. Wenn ich mich darauf verließe, dass ich schon erkennen würde, was der (Anfänger-) Mann will, dann könnte ich heute noch nicht Tango tanzen.

Das, was Du über die Impulsübertragung schreibst, finde ich sehr gut und im Prinzip auch gut erklärt. Ebenso wie später die Absätze über das „Führen und Geführt-Werden“. Allerdings glaube ich auch hier, dass Anfänger nicht wirklich von theoretischen Beschreibungen hierzu dazulernen. Aber ich denke, das weißt Du ja auch.

Schön beschrieben das Kapitel über das „Führen“ (ich schreibe es jetzt immer in „“). Würden die Paare das umsetzen, was Du beschreibst, wie viel schöner würde es sich bei vielen anfühlen. Dein Kasten auf Seite 164 trifft es ziemlich gut.

Und außerdem schaffe ich es jetzt mittlerweile auch immer öfters, eine „geführte Figur“ des Mannes mehr als Vorschlag zu sehen und dann immer mal eine Variation der Ausführung darzubringen. Manchmal klappt es ganz gut, manchmal auch wieder nicht (hüstelhüstel). Geht natürlich vor allem bei jenen, die eine überschaubare Anzahl von Variationen tanzen.

„Tanz aus der Mitte heraus“ und „Balance“ finde ich auch sehr gut beschrieben.

Wirklich gut finde ich Dein „Lexikon“ der Bewegungselemente. Mittlerweile kenne ich zwar auch die meisten Begriffe, aber früher habe ich mich damit so gut wie überhaupt nicht beschäftigt.

Das mit der „Nutzung des Raums“ finde ich auch sehr köstlich. Meine Hochachtung vor Männern, die es trotz überfülltem Tanzsaal schaffen, genau die richtigen Drehungen oder Figuren an genau den entsprechend großen oder kleinen (oder sehr kleinen) freien Plätzen hinzubekommen.

Dein folgendes Kapitel über die Tangomusik finde ich sehr, sehr schön. Denn ja, es IST wichtig, zu welcher Musik man wie tanzt. Es ist NICHT egal, welche Musik man Anfängern vorlegt. Es ist wunderbar, einen Abend lang auf die verschiedensten Tangos verschieden zu tanzen! Und ich als Tänzerin merke es sehr, sehr schnell, ob sich ein Mann mit der Tangomusik auseinandersetzt oder nicht. Es ist wunderbar, mit jemandem zu tanzen, der das Stück kennt und weiß, wo es sich lohnt, Pausen zu machen oder mal Gas zu geben oder auch zu schwofen.

Danke für Deine Liste der Tangomusik. Es macht Spaß, sie ein wenig „abzuarbeiten“ ;-

Was ich mich beim Lesen nur gefragt habe ist, woher Du so genau weißt, worum es in den Tangos geht. Also um die Liebe, die verstorbene Mutter oder einfach nur die verlorene Heimat. Denn an anderer Stelle schreibst Du, dass Du gar kein Spanisch kannst. Aber ich finde es schon etwas übertrieben, dass man das nun für alle Tangos wissen / machen sollte. Irgendwo in Deinem Buch kommt das nämlich so rüber…

Deine musiktheoretischen Ausführungen Seite 228 ff finde ich sehr, sehr interessant. Ich denke, Du hast das als ehemaliger Lehrer sicher gut recherchiert. Wie gesagt, sehr interessant und lesenswert, vor allem auch bezüglich Piazzolla und der Entwicklung des Tango nuevo.

Wirklich toll finde ich, dass Du Dich an das Thema „Musikalisches Tanzen“ herangetraut hast. Es gibt ja wirklich kaum etwas Furchtbareres als Tänzerinnen und Tänzer, die einfach nur irgendwelche Figuren abspulen, Hauptsache, sie sind einigermaßen im Takt. Und nein, auch für mich ist Tango kein trauriger Gedanke, den man tanzt. Ich DACHTE einmal, dass er das ist. Und vielleicht habe ich früher auch mal so gefühlt, da der Tango (aber nicht nur die Musik, sondern eben das Zusammenspiel von Musik und Tanz) so bewegt – vor allem emotional, nicht nur den Körper.

Es ist leider tatsächlich so, dass sehr viele – auch sehr gute! – Tänzer nicht wirklich gut zur Musik tanzen. Umso mehr bewundere ich jene, welche dies schaffen. Ich kann natürlich hier auch nur mehr von den Männern sprechen. Bei den Frauen fällt mir, wenn, dann nur die Art der Ausführung der Schritte/Figuren/Kombinationen auf, welche mir gegebenenfalls nicht zur Musik passend erscheint. Aber davon gibt es auch genug. Manchmal schalte ich dann meinen Kopf zu sehr ein und denke mir: Ach Manno, jetzt würde doch eine Moulinette gut passen. Oder: Ach, das wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um eine Barrida-Pause einzulegen. Nein, obwohl die Musik quasi stillsteht, wird munter weitergetanzt.

Gerade bezüglich meiner obigen Erfahrungen finde ich Deinen Versuch, die Struktur der Tangomusik Tänzern näherzubringen, klasse. Muss ich einfach sagen. Mein zweitliebstes Kapitel nach der „Tango-Beziehungskiste“. Deine Beschreibungen und Erklärungen erscheinen mir methodisch und didaktisch sehr sinnvoll und wenn sich jemand damit auseinandersetzen möchte, dann ist das schon mal ein sehr guter Einstieg.
Ob letztlich ein Anfänger / Einsteiger / völlig unmusikalischer Mensch (es gibt sie!) das alles so versteht, wie Du es ihm zu erklären versuchst – hm. Schwierig. Aber wenn überhaupt theoretisch – dann so. Auch die Seiten 254 ff („Suche nach der Eins“, hihi) finde ich sehr gut.

Wie gesagt, ich finde diese Seiten bezüglich Tanzens zur Musik, auch die „Gestaltung“ von Pausen sehr gut beschrieben. Gerade, wenn man doch schon ein wenig Einblick in die Tanzerei und die Tangomusik hat. Für Anfänger ist es sicher schwierig und so manchem werden sich spanische (äh argentinische) Dörfer auftun. Aber was soll’s. Irgendwer MUSS ihnen ja auch mal auf etwas flapsigere und auch ironische Art und Weise aufzeigen, wie ES geht. ;-)
Und auch Deine deutliche Ansage, gerade Männer mögen sich doch auch mit ein bisschen mehr Einsatz in die Tangomusik hineinhören, trifft den Nagel doch auf den Kopf.

Seite 283 ff (Tanzstile):

Ich habe mir die Seiten nun nochmal durchgelesen und kann dem, was Du schreibst, nur zustimmen. Und ich finde es auch amüsant, WIE Du es darstellst. Ich hab ja früher schon mal geschrieben, dass ich mir gut vorstellen kann, dass viele Leute Deinen flapsigen, ironischen, süffisanten... Bemerkungen so überhaupt nichts abgewinnen können. Wahrscheinlich hat es auch damit zu tun, dass für viele die Sache viel zu ernst geworden ist. Ich für meinen Teil lese es gerne und bei manchem, was mir etwas zu selbst-inszeniert oder übertrieben ist, kann ich einfach gut drüber lesen (was auf diesen Seiten übrigens eher weniger vorkommt).

„Die Summe der eigenen Fehler nennt man Stil.“
Das hört sich schon irgendwie logisch an. Allerdings überlege ich mir gerade, ob es denn wirklich Fehler sind, die den Stil prägen. Also Fehler im eigentlichen Sinne oder Fehler, von denen andere oder bestimmte Leute meinen, es seien Fehler. Ist Stil nicht auch irgendwie eine Frage der Anpassung bzw. vor allem an die Art der Musik, die man vertanzt?

Für mich selbst sehe ich nur, was NICHT mein Stil ist/wäre, wenn ich anderen Paaren respektive Frauen zuschaue. Und das ist ja völlig subjektiv. Mir gefällt undefiniertes Verzierungen-Einbauen ebenso wenig wie dieses ständige Rumgeklackere von Frauen mit den Schuhspitzen. Wie Du schon schreibst und Recht damit hast, es entwickelt sich einfach mit den Jahren und der Tanzpraxis.

Deine Ausführungen bzw. „Streit um die Stile“ usw. fand ich sehr interessant, v.a. das in den grauen Kästen. Und was mir sehr gut gefallen hat und auch ein wenig meinen Blickwinkel verändert hat, sind Deine Ausführungen zum Thema „tanzbare Musik?“.

Jedenfalls finde ich das Kapitel sehr interessant, und es ist tatsächlich mehr eine Frage, ob diese Musik zum Tanzen animiert. Das hat wohl weniger mit der Musik an sich zu tun, sondern wohl eher mit den Tänzern, die sich da vielleicht nicht auf’s Parkett wagen.

„Tangofragen für Fortgeschrittene“

finde ich auch sehr gut beobachtet, beschrieben, erzählt und mag dieses Kapitel wirklich auch sehr gerne. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich mich da in vielen Abschnitten wiederfinde. Oder sagen wir, befunden habe, gerade befinde, nicht mehr befinde, hoffentlich nie befinden will…. ;-)

Manchmal, wenn ich mich mit jemand völlig Tangobesessenen bei einem Gläschen unterhalte und es nur um Tango und das Wie und Was und Wann und Wo bezüglich Kurs und Milonga usw., dann kann ich mir nicht verkneifen, irgendwann zu sagen: „Weißt Du, ich hab noch ein ganz normales Leben neben bzw. nach dem Tango und das ist mir auch sehr wichtig und wertvoll.“

Und auch hier bei diesen Seiten 299/300 usw. fällt mir auf, wie gut Du die Szene beobachtest, wie genau Du beschreibst, was einem so widerfährt bei diversen Milonga-Besuchen (z.B. dass einen Leute nicht anschauen, mit denen man eigentlich schon gesprochen oder vielleicht sogar getanzt hat).
Ja, man sollte jeden Tango-Abend als „Wundertüte“ nehmen.

Was Du auf Seite 308 schreibst, darüber denke ich auch wirklich sehr oft nach. Da kommt jemand daher, den man noch nie im Leben gesehen hat und es dauert nicht lange und man liegt an seiner Brust. Man weiß gar nichts über denjenigen, aber man hört und im besten Fall sogar fühlt die gleiche Musik und bewegt sich im Einklang dazu.

Ethologie des Tango:

Es ist wirklich bemerkenswert, wie Du die Szene, die „Sozialverbände“ und das Verhalten der Individuen bzw. zusammengehörig scheinenden Tänzer so treffend beleuchtest. Drüber nachgedacht habe ich natürlich auch schon oft, aber ich finde es sehr amüsant und lesenswert, dies schwarz auf weiß zu sehen und sich nochmal quasi auf den Augen zergehen zu lassen. Hier nimmst Du die Szene ja ganz schön hart ran – Männlein wie Weiblein. Vielleicht ein bisschen überzogen – aber im Kern trifft es schon bei so manchen Veranstaltungen/ Leuten zu.

Auffordern…

Oh je, auch ein sehr diffiziles und schwierig zu handhabendes Thema.

Vor einigen Monaten noch fand ich dieses Mirada/Cabaceo-Ding einfach eher doof. Das hat vielerlei Gründe: Zum einen mag ich einen Mann nicht so anglotzen, damit er auf mich aufmerksam wird.
Zum anderen hab ich tatsächlich wirklich ein Problem damit zu erkennen, ob der jetzt mich meint, oder die Frau neben oder – schlimmer noch! – die Frau hinter mir.
Bei den üblichen Lichtverhältnissen und Sehproblemen noch schwieriger.

Mittlerweile hab ich mich ein wenig dran gewöhnt und nutze das auch andersrum dahingehend aus, dass ich einen Mann eben nicht anschaue, wenn ich nicht mit ihm tanzen möchte. Macht er sich trotzdem die Mühe und hat vor allem den Mut, zu mir zu kommen und mich direkt zu fragen, dann verteile ich selbstverständlich auch keinen Korb.
Ich weiß gar nicht, wann ich überhaupt zum letzten Mal einen Korb gegeben habe. Das kommt nämlich so gar nicht gut an, das merkt sich nicht nur der Mann, der den Korb bekommt, sondern auch die zehn anderen, die gerade nix anderes zu tun haben und es mitbekommen.

Ich persönlich empfinde eine direkte Aufforderung NICHT als milde Form der Nötigung. Dazu habe ich früher zu oft Tanzveranstaltungen meiner damaligen Dorfgemeinde besucht. Da empfinde ich die Aufforderungsriten beim Tango schon eher als zurückhaltend.

Eigentlich propagierst Du in Deinem Buch ja eine liberale Einstellung zum Thema „Auffordern, wie, wann und vor allem wer-wen“. Und man kann Dir auch nicht vorwerfen, dass Du nicht bei vielen Themen eine liberale Einstellung befürwortest bzw. sie den Lesern nahezubringen versuchst (mal abgesehen vom Thema „Tanzlehrer“…).

Sehr gut finde ich Seite 319 Deine Tipps zum Auffordern.
Was mir auch wirklich nicht so klar war – bis zum Lesen Deines Buches – ist, dass sich Männer auch schwer tun mit Auffordern bzw. nehme ich das selbst nicht so wahr. Deutlicher spüre ich eher ein Auswahlverfahren via „Laserabtastung“ und dass Männer sich gerne rausnehmen, bestimmte Tangos nur mit bestimmten Frauen zu tanzen. Was nicht heißt, dass ich das nicht selbst gern tue – sofern ich weiß, dass der „richtige“ Mann dazu auch anwesend ist.

Na, jedenfalls, wenn Du meinst, dann versuche ich das mit Auffordern doch öfters mal.

„Sitzenbleiben“ als Frau:

Ein kleiner Absatz auf S. 324 Mitte hat mich doch sehr berührt (ich kann es nicht anders ausdrücken). Wo Du schreibst, Du forderst selten junge, sehr aufgedonnerte Frauen auf, da ihnen die „stabile Mitte“ fehlt (…).
Ich finde diesen kleinen Absatz sehr tiefgründig, und wenn sich viele über Dein Buch und Deine Art so aufregen, dann haben sie die richtigen und wichtigen Sätze zwischen den Sätzen auch überlesen. Oder frei nach dem Motto: „Ich lese nur, was ich hören will.“
Ich selbst hab schon mit gefühlt alten, potthässlichen Männern getanzt und war erstaunt, welch angenehmes Tanzgefühl sie hervorbringen können. Dagegen ist ein gefühlsleerer Tanz mit einem super aussehenden TVFD (1000-verschiedene-Figuren-Dreher – die Steigerung vom GFD) vertane Zeit. Zumindest gefühlsmäßig.

Ich glaube – und zwar nicht nur auf den Tango bezogen – dass gewisse Menschen sich „erkennen“. Außerhalb des Tango ist es meist die persönliche Einstellung zum Leben, wie die Menschen Prioritäten setzen usw., die mich das spüren lassen.
Und beim Tango habe ich manchmal das Gefühl, da gibt es ein nonverbales Verständnis darüber, und zwar an der Art und Weise, wie man jetzt tanzt bzw. wie man sich auf den Partner einlässt, wie man auf seine Berührung reagiert, wie der andere reagiert usw.
Insofern weiß ich genau, was Du mit diesem kleinen Absatz sagen möchtest und finde ihn sehr schön.

Tipps zum Auffordern S. 325 ff: Sollten eigentlich klar sein, aber es schadet nix, das mal deutlich in einem Buch zu schreiben.
Heiße Getränke meiden???? => dann aber auch kalte – Weißwein schmeckt auch scheußlich, wenn er warm wird…
Paar + räumlicher Abstand = sehr wichtig. Wird aber oft nicht gemacht. Und dann wundern sich die Frauen, wenn sie nicht aufgefordert werden.

„Die Standardisierung des Tango“ war für mich ein sehr interessantes Kapitel, denn ich habe noch gar nichts gewusst über den Krieg, der hier bezüglich der Stile, der Musik, der Regeln und allem, was mit Tango zu tun hat, herrscht. Dass es die und jene Befürworter gibt, ist mir klar. Aber dass hier schon fast ein „Glaubenskrieg“ herrscht, wusste ich noch nicht und fand es sehr lesenswert. Viel Kritik, Lob oder Anmerkungen kann ich also zu diesem Kapitel nicht beisteuern.

Sozialer Tango
Die Einteilung der Tangotänzer und Deine Abkürzungen finde ich wieder mal sehr amüsant. Hab auch ein bisschen drüber nachgedacht und ich glaub, Du hast schon alle Kategorien. Mir fällt noch die TPT ein (Tanz-Plauder-Tasche), die einen während des Tanzens mit allen möglichen Alltagsnichtigkeiten zutextet – furchtbar. Dann gib‘ mir halt später einen aus, Mann!

Überhaupt will das Sprechen während des Tanzens wohlüberlegt sein, so meine werte Meinung. Allenfalls ein wohliges Brummen oder Schnurren oder auch mal ein leises Kompliment sollte über die Lippen kommen. Alles andere stört nur – oder VERstört sogar.

Schon allein überschwängliche Komplimente sollte man beim Erstversuch lassen, da dies manchmal Druck erzeugt, und vor lauter „Jetzt-will-ich-es-noch-schöner-machen“ geht dann gar nichts mehr.

Die Illustrationen gefallen mir sehr gut! Manchmal etwas abstrakt, manchmal zum mehr Mitdenken ;-), Manuela Bößel hat Dich auch sehr gut getroffen ;-).

Warum also geht man überhaupt zum Tango?

Eine ziemlich gute Frage. Und Du hast sie ja auch von allen möglichen Seiten recht gut beleuchtet.
„Sozialer Kuschelfaktor“: ja. Ich fühle mich schon da wohl, wo ich auch mehrere Leute kenne. Es gefällt mir, die Leute regelmäßig zu treffen, sich auch mal auszutauschen, zu beobachten, wie manche sich über einen kürzeren oder auch längeren Zeitraum entwickeln usw. Und auch wenn ich nicht zur Kategorie „RK“ gehöre, mache ich doch auch gerne hier und da ein Schwätzchen.

„Erotischer Kuschelfaktor“: trifft sogar auch zu, aber nicht so, wie Du ihn im Buch beschrieben hast ;-) Es ist doch auch schön, sich mit den vom Tango bewegten Herzen aneinander zu kuscheln, wohl wissend (die richtige Einstellung des anderen vorausgesetzt!), dass die Erwartungshaltung des anderen auf eine Fortsetzung nach den drei Minuten vorbei ist (es sei denn, man wird nochmal oder irgendwann wieder aufgefordert….).

Bei mir selbst trifft wohl am ehesten das zu, was ich kürzlich jemandem schrieb:
„Wenn ich mir überlege, welchen Suchtfaktor das hat, müsste Tango - zumindest was mich betrifft - auf die Liste der illegalen Drogen gesetzt werden.“
Was aber genau verursacht diesen Suchtfaktor? Vor allem, wo wir doch wissen, dass der Tango uns nicht immer nur ein High-Gefühl beschert? Sollte man da nicht besser mal jeden Freitag- / Samstag- abend eine Haschisch-Zigarette rauchen, da weiß man wenigstens, dass man danach 100 % high ist (und nicht 80 % down).
Wahrscheinlich verursacht diese Sucht die Tatsache des „Nicht-Wissens“. Natürlich erhofft man sich von dem Besuch des nächsten Tanzabends wieder das Gefühl oder zumindest einen Hauch des High-Gefühls, das man schon an einem anderen Abend einmal erlebt hat.
Wie jede Sucht kann das eben auch in’s Gegenteil umschlagen und zwar genau dann – wie Du es auch auf S. 346 erwähnst – wenn es außer dem glückseligbringenden Tango wohl nichts mehr gibt. Und mit dieser Einstellung versuche ich, an meine Tangoabende nicht zu hohe Erwartungen zu knüpfen, mit einer gewissen Gelassenheit hinzugehen und die Kurve (nach Hause) zu bekommen, bevor sich eine gewisse Tango-Depression breit macht. Denn mein Leben spielt sich immer noch überwiegend woanders ab, nicht auf dem Parkett.

Schluss:
Du hast versucht, am Schluss Deines Buches noch einen etwas versöhnlicheren Ton anzuschlagen. Diejenigen, die schon vorher auf Hundertachtzig waren, wird es aber wahrscheinlich nicht mehr versöhnen. Ich finde die Absätze und Deine Schlussbemerkungen sehr gelungen, vor allem, wie Du von Dir selbst schreibst, dass Dir erst später oder jetzt klar ist, dass Dich am Tango fasziniert, mit Menschen emotional und nicht intellektuell kommunizieren zu können. So sehe ich das auch. Und Loriots Satz über den Mops ist auch eines meiner Lieblingszitate ;)  (nicht nur für den Tango, sondern auch für andere Dinge, deren persönliche Wichtigkeit man anderen nicht mit noch so langen Worten erklären kann).

Schön Dein Abschluss mit einem Tango und einem Textauszug. Ich habe ihn natürlich angehört und hätte – kleiner Kritikpunkt – vielleicht für die Mainstream-Masse der Tangobuch-Leser ein anderes Beispiel gewählt. Aber Du hast es sicher mit Bedacht getan, und es ist ein wunderschönes Lied.

Zugabe: Milonga con Variaciones

Sehr amüsiert habe ich die letzten Seiten des Buches gelesen, in denen Du diesen Milonga-Abend beschreibst. Selbst erlebt? Eigentlich unwichtig. Ich denke ja, aber nicht alles an einem einzigen Abend. Aber alles zusammen an diversen Milonga-Abenden und genau diese Mischung könnte theoretisch einen Worst-Case ergeben, gottlob mit gutem (bzw. wundervollem) Ausgang.
Aber: SEHR DICK aufgetragen, für meinen Geschmack. Ich denke, die Art von Schreibstil für eine Erzählung halten nur wenige wirklich aus. Und der dicke Pinselstrich wird ja noch dicker, je näher er seinem Höhepunkt zustrebt.
Also grundsätzlich finde ich so eine Geschichte zum Abschluss eines Buches sehr gut und, wie gesagt, habe sie amüsiert und berührt gelesen, in Teilen vielleicht ähnlich selbst schon erlebt, und so geht es sicher vielen Lesern.
Wollte man etwas daran ändern, um den Abschluss des Buches noch etwas zu verbessern, dann würde ich für diese Geschichte einen anderen Stil wählen, weniger dick aufgetragen und weniger selbstinszeniert. Aber Du weißt ja Gerhard, das ist meine persönliche Meinung und Dein Stil ist Dein Stil.

Zurück zum Anfang nun: Mir gefällt Dein Buch sehr gut. Natürlich kann ich mit manchen Kapiteln mehr anfangen, mit manchen weniger, bei manchen gehe ich nicht konform. Aber das ist ja nicht der „Zweck“ des Buches, vor allem, wenn es eine Art „Reiseführer“ sein soll. Bei einem Reiseführer sucht man sich ja auch die Stationen und Sehenswürdigkeiten aus, die einen selbst interessieren. Aber ein Reiseführer sollte gut recherchiert sein und das kann man Deinem Buch bescheinigen. Im Gegensatz zu vielen anderen komme ich auch mit Deinem Schreibstil und Deinen oft subjektiven und vor allem süffisanten Ansichten gut klar und muss mich nicht über das aufregen, was ich nicht so toll finde.

Gerne würde ich jetzt noch einen tiefsinnigen Schlusssatz schreiben, aber gerade fällt mir keiner ein ;)
Das war’s.

Meinen herzlichen Dank an die Verfasserin für die Erlaubnis zum Abdruck, die viele Arbeit, die sie sich gemacht hat – und Glückwunsch zum gelungenen Text!

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