Swing Tango

Ab und zu fange ich mir einen Ohrwurm ein, den ich tagelang nicht wieder loswerde. Ich muss dann dazu tanzen.

Was mir nicht mehr aus dem Kopf ging, war vor allem der Swing-Klassiker „Once in a While“, den 1937 Michael Edwards und Bud Green schrieben. Hugo Strasser hat den Titel mit seiner Klarinette unvergleichlich interpretiert:

https://www.youtube.com/watch?v=xTeu2z2C17I

Wer es gesungen mag – dann von Nat King Cole:

https://www.youtube.com/watch?v=ImyI8Iorqh0

Wie man auf dem ersten Video sieht, kann man dazu auch tanzen, und genau das haben wir heute Nachmittag probiert – und zwar vorwiegend mit Tangoschritten.

Mister Acker Bilk und seine Paramount Jazzband brachten 1961 den Evergreen   „Stranger on the Shore“ heraus. Hugo Strasser und sein Tanzorchester interpretieren ihn hier als Rumba:

https://www.youtube.com/watch?v=aspr7PhZNaY

Und weil ich schon dabei war, legte ich einen Klassiker von Duke Ellington aus dem Jahr 1932 auf – ebenfalls im Klarinetten-Sound von Hugo Strasser:

„Sophisticated Lady“ 

https://www.youtube.com/watch?v=AzVSulQMR30

Es hat uns großen Spaß gemacht, diese Aufnahmen anzuhören und tänzerisch zu interpretieren. Der Tangotanz bietet viel Material, auch wenn die Musik einmal aus einem anderen Genre kommt.

Ich weiß natürlich, dass ein solches Vorhaben für viele in der heutigen Szene undenkbar ist. Man sollte sich aber daran erinnern, dass zur Hochzeit des Tango viele Orchester auch „Otros Ritmos“ boten, häufig aus den Bereichen Jazz und Swing. Schließlich sprechen wir von den 1930er bis 40er Jahren, wo Jazzmusik voll angesagt war – weltweit sicher weit mehr als Tango.

Aber klar, es ist nicht verboten, auf „Reinrassigkeit“ zu bestehen – mir ist es halt zu langweilig!

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