Ein bemerkenswerter Vorphall
Ich habe längere Zeit überlegt, ob ich über ein wunderschönen Ereignis berichten soll, das sich noch dazu in unserer Gegend (Donauwörth und Neuburg) zutrug. Aber nachdem die Blogger-Konkurrenz es nicht zu dämlich fand, längere Zeit Radio Eriwan-Dünnsinn über meine Arbeit zu verbreiten, kann ja ein gelegentlicher Niveau-Limbo meinerseits nicht so schlimm sein!
Zur Sache: Vor etwa einer Woche sah eine Frau (Mitte Dreißig) in einer öffentlichen Toilette (netterweise nahe einer Polizeistation) etwas durch die Kabinenwand ragen, das durchaus einen örtlichen Bezug aufwies und trotzdem als unstatthaft anzusehen ist:
Es handelte sich – mit Verlaub – um einen Penis. Da die Zeugin das Teil für eine Attrappe hielt, wollte sie es – um eventuellen Kindern den Anblick zu ersparen – von der Wand ziehen. Zu ihrem Schrecken erwies sich das Teil als echt und nahm samt seinem Besitzer Reißaus!
Die Frau, welche die Verfolgung versuchte, beschrieb den Täter: Circa 55 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß, sehr hager, er trug eine dunkelblaue Steppjacke, eine blaue Mütze, helle Jeans sowie eine Brille. Der Tatverdächtige konnte entkommen. Angeblich kam es in der Vergangenheit bereits zu mehreren Ereignissen dieser Art:
Schon 2024 hatte sich in Neuburg ein ähnlicher Vor-Phall ereignet. Zeuge war seinerzeit ein Feuerwehrmann, die Verhaftung des Täters gelang. In der Folge wurde das Loch mit einer massiven Stahlplatte verschlossen – einige Zeit später wies die aber wieder ein sauber gefrästes Loch auf. Da bekommt der Begriff „Do it yourself“ doch eine neue Bedeutung!
Der jetzige Täter sei aber mit dem damaligen nicht identisch, so die Polizei. In dieser Gegend scheint es sich wohl um eine verbreitete Tätigkeit zu handeln…
Juristisch bezeichnet man solche Vergehen als Exhibitionismus und Beleidigung auf sexueller Grundlage. Zusätzlich ist eine Menge Mut konstatieren, da man ja kurzfristig die Kontrolle über dieses Körperteil aufgibt, was möglicherweise zu Verletzungen führen könnte – insbesondere, wenn ein solches Corpus delicti in die Hände einer Feministin fallen sollte…
Es scheint mir daher auch im Tango nicht unnötig, die Frauen auf manche seltsamen Vorstellungen von Sexualität bei Männern hinzuweisen und daher auch auf Milongas bei Toiletten-Besuchen die Trennwände auf Unversehrtheit zu untersuchen! Man kann ja nie wissen…
Eine noch weit öffentlichere Zurschaustellung des männlichen Begattungsorgans wurde vor Jahren aus Bad Segeberg berichtet – wobei in dem Fall ein wenig schlechte Fantasie nützlich ist: Es handelt sich um die künstlerische Gestaltung eines Kletterfelsens – dazu auf einem Kinderspielplatz. Pikanterweise auch noch vom örtlichen Lions Club gespendet! Angeblich zog die Skulptur sogar Gäste von Weither an!
Inzwischen wurde das Teil durch Umgestaltung entschärft, und die örtliche junge Pastorin meinte, sie habe nun „grundsätzlich keine Berührungsängste“.
Na, so geht’s doch auch!
https://www.youtube.com/watch?v=b_1hdqpv7-0
Quellen:
https://www.mittelbayerische.de/nachrichten/bayern/unbekannter-steckt-in-donauwoerth-seinen-penis-durch-loch-in-kabinenwand-20502019
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