Cortina-Dingsi





Die neueste Schöpfung aus dem Hause * tangofish *!

Wie alles beim Tango sinn-, aber nicht zwecklos!

In der vorliegenden Ausführung mit Sepia-Tusche, Silberstrukturpaste, nostalgischer Kragenborte (abknöpfbar) und edlem Wäschebändchen (ebenfalls in Schokoladenton) bestens geeignet für die traditionelle Milonga:

Durch Hochhalten des Dingsis kann der TJ auch Anhängern ohne Vorkenntnisse signalisieren, dass nunmehr die Tanzrunde beendet ist. Ebenso können bis zum Exzess gelangweilte Parkettbenutzer dem Aufleger bedeuten, die Tanda doch möglichst abzukürzen.

Falls der moderne NeoJ sich bemüßigt fühlt, doch auf eine Cortina zurückzugreifen, kann er vermittelst des Schildes das Tandagesäusel vom Cortinagewimmer abheben (loungig-cremige Ausführung in Vorbereitung).

Wenn Sie die Cortina hochhalten, avancieren Sie vom Tango-Konsumenten zum Schild-Bürger!

P.S. Jochen Lüders hat mich gebeten, in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag in seinem Blog hinzuweisen:
http://www.jochenenglish.de/?p=10849

Meine Gedanken dazu finden sich hier in einem Kommentar (siehe unten)!

Und noch ein Link - bei richtiger Mentalität auch im Tango vonnöten:
https://www.bataindustrials.de/sicherheitsschuh/cortina/

Kommentare

  1. Haha, das braucht man, wenn es einen stört, wenn Leute auf Cortinas tanzen. Bei uns (Tango Diavolo) gibt es auch Cortinas, aufgrund einer Umfrage von mir. Viele unserer Besucher mögen das, weil sie finden, dass Cortinas die Partnerwechsel vereinfachen. Manchmal kommt es vor, dass jemand versucht, auf eine Cortina zu tanzen. Auch egal, nur gucken die verblüfft, wenn die so schnell schon aus ist. Ich habe einige selbstgemachte Cortinas mit Gesang: "Dies ist eine kleine, feine, Cortina,... Cortina...., Cortina..." Spiele ich eher selten, nur wenn Leute mit passendem Humor da sind.

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    1. Liebe Annette,

      siehst Du, an diese Verwendung hatten wir noch gar nicht gedacht! Wahrlich ein Universalprodukt…

      Ansonsten: Wenn Eure Gäste Cortinas bevorzugen, ist das ja ok. Persönlich jedoch benötige ich keine Obrigkeit, die mir angibt, wann ich eine Tanzrunde zu beenden habe (und die meisten meiner Partnerinnen auch nicht). Man kann sich ja bilateral absprechen oder auch mal ein Stück auslassen, wenn es beide tänzerisch nicht reizt.

      Interessant finde ich es allerdings, dass gerade die Anhänger des traditionellen Tangos derartig auf „Fremdmusik“ bestehen, bei welcher sie doch ansonsten ziemlich zieselig reagieren…

      Es gibt aber keine Cortina-Musik, auf die hartgesottene Neo-Fans nicht einen Tanz hinbringen (außer auf die von mir schon mal verwendete „Flughafen-Rede“ von Eddie Stoiber). Wenn die Zwischenmusik also zum Tanzen motiviert (oft mehr als die anderen Titel): Warum sie dann nicht mal in voller Länge durchlaufen lassen? Habe ich auf hiesigen (sogar traditionellen) Milongas schon erlebt und (Achtung, Totschlagargument!) soll auch in Buenos Aires vorkommen.

      Ein gutes Neues Jahr mit vielen tollen Tangos (und meinetwegen auch Cortinas)!

      Gerhard

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    2. Flughafenrede von Edmund Stoiber! Das ist ja eine sehr gute Idee! Probiere ich vielleicht auch mal aus!

      Wir hatten mal eine "Osteuropa-Milonga", nur mit russischen, polnischen, jiddischen, Zigeuner (die Gruppe nennt sich selbst so) und "Emigranten"-Tango. Die Cortinas an diesem Abend waren alles Ausschnitte aus Peter und der Wolf, mit Sprecher Loriot. Das kam gut an, und es wurde viel getanzt.

      Mir (und unseren Besuchern) ist es schnurz, ob auf Cortinas getanzt wird, und auch wann Partnerwechsel stattfinden, und was in Buenos Aires so üblich ist (da gibt es auch große Unterschiede).

      Ich wünsche Euch ebenfalls ein tolles neues Tango-Jahr!

      Annette

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  2. Heieiei! Zu spät! Genau DAS Weihnachtsgeschenk, was mir grade noch gefehlt hat!!!

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  3. Zum Artikel von Jochen Lüders, den ich sehr interessant und auch gut geschrieben finde:

    Als Grund für Tandas und Cortinas (auch auf Neolongas) führt er zunächst an, man müsse dann die Tänze nicht mitzählen. Nun gut, bislang dachte ich, fast alle Tangoleute könnten mathematisch mühelos bis drei kommen…

    Weiterhin meint er, diese Struktur ermögliche es gerade Frauen, sich stressfrei nach wenigen Tänzen von einem Partner zu trennen, der sie unangenehm eng hält oder zu akrobatischen Figuren nötigt. Mein Frauenbild ist da anders: Ich hoffe schon, dass diese im 21. Jahrhundert ihren Partner auch verbal darauf hinweisen können, was ihnen unangenehm ist, ohne den DJ als Sittenwächter zu benötigen.

    Und kommt man durch den massenhaften Wechsel bei der Cortina leichter an seine Wunschpartnerin? Meine Erfahrungen weisen in die Gegenrichtung: Das hierbei entstehende Gewusel schreckt mich eher ab (aber vielleicht liegt es nur nicht in meiner Natur, mich auf Deibel komm raus vorzudrängen). Wenn nach jedem Stück prinzipiell eine Aufforderungschance besteht, finde ich das einfacher! Insofern zähle ich zu den „Ignoranten“, welche nach eigenem Gusto (und dem der Tänzerin) irgendwann anfangen und aufhören.

    Und: Man kann mit und ohne Tandastruktur musikalisch einfühlsam oder unsensibel auflegen. Warum nicht den Charakter der einander folgenden Stücke allmählich wandeln? Man vermeidet so gleichzeitig Langeweile und harte Brüche.

    Bei den Verfechtern solcher Strukturen habe ich oft den Eindruck, dass sie die Tänzer als passive und unselbständige Wesen sehen, welche eine von außen aufgedrückte Ordnung brauchen. Und das noch möglichst kopfgesteuert – siehe „berechenbar“. Ich fürchte aber, dass dieser Körperteil beim Tango eine eher untergeordnete Bedeutung hat…

    P.S. Und schade, dass der Autor erst ab dem zweiten Vals „wirklich genießen“ kann. Vielleicht sollte man das erste Stück dann lieber gleich weglassen?

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  4. Kann ich hier auch anonym posten?

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    1. Wer lesen kann (siehe unten), ist klar im Vorteil: nein!

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