Die Scheinheiligen der letzten Tage



In den letzten Tagen muss sich mein verehrter Mitbewerber-Blogger (ja, der, welcher sich pseudonym und „ohne Eitelkeiten im Tango bewegen“ möchte), mal wieder mit „verbalen Entgleisungen“ eines Kommentators herumschlagen.

Bemerkenswerterweise greift er neuerdings immer öfter zur Ultima Ratio im Internet, indem er Beiträge löscht. Mit deutlichem Kreidetimbre lauten hierfür die Begründungen:

„…deshalb nehme ich das Recht in Anspruch, manche Anmerkungen, die nach meiner Einschätzung den friedlichen Umgang der Diskutierenden gefährden, zu löschen.“ „Ich möchte noch einmal einen freundlicheren Umgang und einen kooperierenden Stil beim Verfassen von Anmerkungen vorschlagen.“ (16.8.14)

„Beleidigungen von anderen Kommentierenden hier im Blog dulde ich nicht. Ich bitte um eine sachliche Diskussion – ohne persönliche verbale Attacken“ „…deshalb habe ich Deine schlimmsten Beiträge gelöscht. Ich mag so etwas nicht in meinem Blog stehen haben.“ (18.8.14)

„Übrigens bleibt hier alles stehen, was als ordentlicher Diskussionsbeitrag gesehen werden kann. Ich lösche nur dann, wenn Dritte irgendwie persönlich angegangen werden.“ (19.8.14)

Bevor mich nun vollends das „ZDF-Syndrom“ packt („zuviel des Fabulierens“) und ich in die ersten Sitze reihere, möchte ich zart darauf hinweisen, dass jener vom Gutmenschen kaum noch unterscheidbare Zeitgenosse bis heute folgende Kommentare über mich in seinem Blog stehen lässt:

„Ein furchtbares Buch, ein unangenehmer Mensch! (…) Er (…) merkt dabei gar nicht, dass seine Ausfälle eigentlich nur eine halbwegs gelungene Beschreibung seiner eigenen Psyche sind.“ „…andererseits finde ich es gut, dass es wenigstens einen gibt, der dem Typen das Handwerk legt.“
„Es ist schon wirklich erstaunlich, mit welcher Furchtlosigkeit sich Gerhard Riedl auf peinlichste Art und Weise der Lächerlichkeit preisgibt. Hat der keine Freunde?“ (19.10.12)

„Kann man diesen Gefahrenherd unter Quarantäne stellen, inklusive der Restauflage dieses fürchterlichen Buchs?“  (26.10.12)

„Mir geht dieser selbstgerechte Zeitgenosse unglaublich auf den Wecker. (…) So kann Gerhard R. weiter sein Unwesen im Tango treiben. (…) Hoffentlich wird der Autor reich, er wird sich nämlich zukünftig Taxitänzerinnen mieten müssen. Freiwillig wird hoffentlich keine Tanguera mehr mit ihm tanzen!“  (24.9.10)

Wie für das Cybermobbing typisch, wird hier die soziale Ausgrenzung einer namentlich bekannten Person betrieben – zusätzlich wird diese mit Diagnosen wie dem „Tourette-Syndrom" belegt. Dazu die Stellungnahme des Bloggers höchstpersönlich am 26.10.12:
„Ich distanziere mich ausdrücklich von Anmerkungen, die Gerhard und das Tourette-Syndrom in Zusammenhang bringen. Das Tourette-Syndrom ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die den Betroffenen großes Leid verursacht. Diese Menschen nun zu verhöhnen, indem man Gerhards absurdes Verhalten mit ihrer Krankheit vergleicht, ist kein guter Weg.“

Eine Fülle weiterer Anmerkungen in dieser Preislage sind auf meiner Facebook-Seite nachzulesen.

Anscheinend kommt es halt immer darauf an, wer etwas sagt und warum – und nicht, wie. Aufgrund meiner Erfahrungen rate ich allen, die irgendwie schon einmal eine gewisse Sympathie zu mir oder meinen Büchern bekundet haben, dringend davon ab, in jenem Blog zu kommentieren. In solchen Fällen packt der Wolf nämlich ganz schnell die Kreideschachtel ein und geht die Betreffenden frontal an. Auch hierzu ein Beispiel:

„Wer hat denn hier bitte behauptet, ‚Wir haben den wahren Tango gepachtet’? (…) Es ist eine altbekannte Unterstellung, und ich vermute inzwischen, dass es eher mit den Minderwertigkeitskomplexen der Menschen zu tun hat, die in ihrem Tango vor 10, 15 oder 20 Jahren stehen geblieben sind. Sie wehren sich vehement dagegen, dass andere sich in ihrem Tango weiterentwickeln.“ (18.8.14)

Sportliches Kompliment zum Schluss: Da sucht man als Satiriker mühsam nach Pointen, und dann kommt ein anderer und haut sie einfach so raus – da kann ich meinen Neid wahrlich kaum unterdrücken…

P.S. Ja, der betreffende Blogger nennt sich Cassiel.

Kommentare

  1. Hallo Gerhard, hallo Leute. Hab auch "am eigenen Text" mit meinem Namen dort diese Erfahrungen gemacht. Unglaubliche verbale Entgleisungen werden dort geduldet, wenn sie von den Fans stammen und "Kritikern" wird schärfstens mit persönlichen Psycho-Beschimpfungen entgegnet.

    Aber Cassiel, wer immer das auch ist, versucht einen diplomatischen Eiertanz mit viel emotionalem Einsatz aber auch mit manchen Schlagseiten, offenbar um die Fans nicht zu vergrämen.

    Insgesamt: eine sehr enge Meinungsführung unter den Edo-Fans (sehr höflich formuliert). Ist keine Grundstimmung, die mich dabei ans TANZEN denken läßt (lustig, fre,i kreativ, beglückend, offen für Anderes usw. usf.). Eher an die von vielen Hobbies bekannten Kämpfe der VereinsmeierInnen.

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  2. Hallo Peter,
    mit dem Herrn C. habe ich nun schon vier Jahre das Vergnügen, bin sozusagen "C-Experte". Daher rate ich ab, irgendwas von ihm als bare Münze zu nehmen. Sein Ziel wird immer bleiben, sein Ego über die "Meinungsführerschaft" im Tango abzufeiern. Hierfür hat er ein ganzes Arsenal von Tonlagen drauf - wie er's grad braucht. Was er gar nicht mag, ist, nicht ernst genommen zu werden. Ich schaff' das gelegentlich...
    Alles Gute, Gerhard

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