Von der Feinsinnigkeit traditioneller Tangovertreter

Als wir das Video unserer „Wohnzimmer-Milonga“ veröffentlichten, war mir schon klar, dass gewisse Naturen dies benutzen würden, heftig über mich abzulästern. Und ich sah voraus, dass die Angriffe – wie bei jedem Hahnenkampf – nicht den beteiligten Damen gelten würden, sondern mir. Selbstredend kam es auch so:

Neben dem Kollegen Cassiel tat sich nun der Leiter einer Wiener Tangoschule hervor, nach eigenen Angaben „Tanzpädagoge, Tanz- und Kunsttherapeut, Psychotherapeut und Supervisor“ – und natürlich Veranstalter von Encuentros.

Bereits vor einiger Zeit erhielt ich von ihm via Facebook eine Nachricht, da er sich wohl über meinen Text zu Tandas und Cortinas geärgert hatte. Er warf mir „Demagogie“ vor, betonte allerdings, er wolle mit mir nicht diskutieren. Na gut, auch recht…

Dennoch setzte er gestern zum Generalangriff an. Zu unserer „encuentro-kompatiblen“ Video-Alberei bemerkte er auf Facebook als „Max Berger“ (gefakter FB-Account): „Als von unfassbarer Primitivität getriebener Riedl, wäre es wohl im höchsten eigenen Interesse gewesen, ebenfalls anonym zu bleiben!“

Zum Video der „Wohnzimmer-Milonga“ entspann sich der folgende Dialog, den ich nicht weiter kommentieren möchte:

28.11.15
Max Berger: .. der Tanz ist ein Albtraum! Der Tänzer hat überhaupt kein Gefühl für seinen Körper und die Musik. Jegliche, für den Tango spezifische Verbindung zur Partnerin fehlt. Es verursacht körperliche Schmerzen das Video zu betrachten. Gewaltmäßig wird versucht tradierte Figuren aneinanderzureihen, was einen erbärmlichen Eindruck macht. Als Autor eines Buches über den Tango Argentino, versucht dieser Antitänzer anscheinend seine Defizite zu kompensieren und gleichzeitig in höchst aggressiver Weise auf die Tangowelt einzuschlagen. Sein Tanz wie sein Buch sind von gleicher Primitivität gezeichnet. Seine Welt hat rein gar nichts mit der Feinsinnigkeit des Tangos zu tun.

Gerhard Riedl: Typischerweise kommt dieser Kommentar von einer völlig anonymisierten Facebook-Seite – ja, ja, der Mut zur persönlichen Identifizierung…
Niemand zwingt Sie allerdings, sich primitive Albtraum-Videos anzusehen, die Ihnen körperliche Schmerzen bereiten – es sei denn, Sie sind entsprechend veranlagt, aber dann ist meine Seite hier erst recht nix für Sie.
Dass Ihre Kinderstube offenbar weit entfernt von "Feinsinnigkeit" stand, wird ja aus der Wortwahl mehr als deutlich.
Nun hatten Sie ja zweimal Gelegenheit, hier Dampf abzulassen. Weitere Beschimpfungen muss ich mir auf meiner Seite aber nicht bieten lassen. Sollten Sie noch einen Beitrag dieser Art posten, werde ich mein Profil für Sie sperren!

Max Berger: Selbstverständlich zwingt mich niemand dazu diesen hilflosen Tango anzuschauen. Im Vorhinein kann man ja nicht wissen was einen erwartet. Außerdem ist es informativ über den Autor etwas zu wissen, dessen Bücher etwas über den Tango sagen wollen. Des Autors Hoffnung, eine gute Kinderstube anderer Menschen könnte ihm vor der Konfrontation mit den Tatsachen schützen, ist ja fast rührend.

Gerhard Riedl: Na schau‘n Sie, das war ja fast schon sachlich! Der Vorteil guter Kinderstube ist es nicht, vor kontroversen Diskussionen zu schützen, sondern persönliche Angriffe zu vermeiden.
Übrigens vermute ich, dass Sie durchaus wussten, was Sie in etwa erwartet, damit Sie sich dann empören konnten, da Ihr erster Kommentar aus ideologisch gefärbten Floskeln besteht. Aber wie dem auch sei – ich habe nicht behauptet, den ultimativen Tango zu tanzen (auch nicht im Buch), sondern lediglich, dass wir bei den Aufnahmen viel Spaß hatten – und darauf leiste ich (und die anderen Mitwirkenden) jeden Eid!
Alsdann, Butter bei die Fische: Schreiben Sie doch mal eine fundierte Rezension zu meinem Buch (gerne auch kritisch) oder zu dem Video – das dürfte schwieriger sein als hier ein paar Sprüche abzulassen!

SaTho Tango: Zum Video wurde alles von meiner Seite gesagt. Klar und präzise in Kurzform. Ebenfalls zum Buch - siehe mein Kommentar. Hätten sie sich genauso kurz gehalten, statt dieses Aggressionsbuch - getarnt als Satire - zu schreiben (vielleicht können sie sich nun selbst die Kurzformel in quasi drei Sätzen geben), hätten sie der Mitwelt und sich selbst wohl einiges erspart. Gerne gebe ich für sie meine Anonymität auf. Mein Austausch mit ihnen ist aber damit beendet.

29.11.15
Gerhard Riedl: Sie haben mir ja schon mal in einer persönlichen Nachricht mitgeteilt, Sie wollten nicht diskutieren. Wollen Sie auch nicht – stattdessen nur eben mal mit ein paar bösen Sprüchen abqualifizieren. Sie arbeiten mit genau den Methoden, die Sie mir vorwerfen (eine Erfahrung, die ich nicht das erste Mal in solchen Fällen mache). 
Man muss sich das schon auf der Zunge zergehen lassen: Da wird extra ein FB-Account gefakt, weil man sich zunächst nicht traut, die wahre Identität mit polternden Ausdrucksweisen zu verknüpfen – wie mutig! Und mein Verdacht war richtig: Sie wussten natürlich schon vorher, dass Sie sich über das Video aufregen wollten. Und klar, dass Ihnen als Encuentro-Veranstalter meine Ansichten nicht passen. Schön, dass all dies einmal öffentlich dokumentiert ist!
Unter diesen Umständen ist mein Austausch mit Ihnen nun auch beendet. Sollten Sie sich daran nicht halten, sperre ich Ihren Zugang und damit fliegen hier alle zugehörigen Beiträge raus. Damit diese unglaubliche Geschichte aber der Nachwelt erhalten bleibt, habe ich natürlich Kopien, die ich bei Gelegenheit auf meinem Blog für einen Beitrag verwenden würde.
Ich hoffe, das war nun kurz und verständlich genug!

SaTho Tango: Da muß ich doch glatt meine Ankündigung, den Austausch zu beenden, revidieren. Halten sie das mit dem Löschen wie sie wollen. Und vor allem: Schalten Sie insbesonders ihren Verstand ein und lesen sie ihren eigenen Text vor allem mit Augenmerk auf die Schlüsse die sie ziehen, die rein phantastischer Art sind. Tatsächlich ist es nämlich ganz anders als von ihnen interpretiert.. Aber vielleicht ist Folgendes eine gut Übung für sie, die sie weiterbringt: Versuchen sie andere Interpretationen und schauen sie welche Haltungen diese anderen Interpretationen zur Voraussetzung haben würden. Das kann sehr lehrreich sein! Denn im Hinblick auf die zu erwartenden zukünftigen "Verkündigungen" ihrerseits den Tango betreffend für eine breitere Öffentlichkeit (z.B. ein Buch), erscheint Selbstreflexion besonders angebracht. Sonst wiederholt sich doch nur immer das Gleiche, wie es leider schon all zu lange der Fall ist.

Um solche Wiederholungen zu vermeiden, habe ich heute meine Facebook-Seite für diesen Teilnahmer gesperrt.

Weitere Infos (natürlich ohne Impressum): http://www.satho-tango.at
Mit Impressum dagegen: http://www.satho.de

P.S. Nein, ich habe nie behauptet, ein Startänzer zu sein! Ja, ich tanze in gebückter Haltung – das steht bereits in der ersten Ausgabe meines „Milonga-Führers“ auf Seite 19. Doch, trotzdem macht es einigen Frauen Spaß, mit mir zu tanzen!


Nachtrag:

Aber Thomas Mayr kann auch anders! In einer Sendung von „Okto TV“ am 5.7.16 äußert er sich zu einem neuen Tangoprojekt:

„Der Tango ist so etwas Antifaschistisches, gegen jegliche Form von Nationalismus, der andere ausgrenzt, dass wir uns gedacht haben, es ist schön, auf dem Antifaschismusplatz …ah… so etwas Völkerverbindendes wie den Tango stattfinden zu lassen, wo wir uns begegnen, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Sprache, ja… kulturellem oder religiösem Hintergrund, ganz einfach, wir umarmen einander, so wie das Zigtausende Menschen in ganz Europa tun.“

Na, dann sind wir ja beruhigt!

P.S. Lange Zeit war dieser Artikel der meistgelesene in meinem Blog!



Kommentare

  1. Lieber Gerhard

    Manche Leute verstehen keinen Schmäh, auch wenn sie in Wien daheim sind, wo auch der Schmäh seine Heimat hat. Du hast Dich mit dem Obergescheiten angelegt. Das find ich sehr gut. Wenn jemand Satire von Ernst nicht unterscheiden kann, sagt das sehr viel über ihn aus.

    Dass bei den Encuentros nur Schlapfen- oder Patschen-Tango getanzt wird, zeigen die Videos zur Genüge. Musste zuerst nachschauen, was Puschen sind. Schlapfen = ohne Ferse, Patschen = ganzer "Schuh" für den Winter vor dem Kamin.

    Ich lese und verstehe Deine satirischen Darstellungen des Guru- und Taliban-artigen angeblichen Tango der EdO mit größtem Vergnügen.

    Wer selbst nur eine schlechte Verbindung in seiner linken Hand zur Partnerin herstellen kann und den Daumen verzweifelt mit offener Hand nach oben streckt, sollte sich nicht zum Tango-Guru aufschwingen und aufspielen. Vielleicht zuerst die wirklichen Basics lernen. Davon konnte ich mich persönlich bei einer Milonga in unsrem Nachbarort überzeugen, bei der Herr Thomas MAYR auch anwesend war (einschließlich Sa).

    Die Videos der Encuentros zeigen durch die Bank, dass die Teilnehmer dort so langsam dahin hatschen, mit ihren Patschen, dass Du glaubst, sie stellen diese noch während der laufenden Tanda auf. Ist ein wiener Ausdruck für den Sprung in die Kiste.

    Dieser Sprung dürfte aber dann auch eher sehr niedrig ausfallen, da es ja nicht erlaubt ist, die Füße höher zu heben. Womit wir wieder beim Puschen-, Schlapfen- oder Patschen-Tango angekommen sind.

    Ich lese Deine Sätze immer mit größtem Vergnügen, auch deshalb, weil sie leider die überwiegende Realität beschreiben. Jeden Morgen freu ich mich darauf.

    Herzliche Grüße aus dem Salzkammergut
    Peter (Baumgartner)

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  2. Lieber Peter,

    Deine Erklärungen zum Wiener Schmäh sind sehr erheiternd – wie banal klingen da die deutschen Ausdrücke „Pantoffeln“ oder „Hausschuhe“ …

    Die Vorstellung, dass Du schon in der Früh auf neue Beiträge von mir wartest, motiviert mich ungemein. Aber ich muss derzeit gar keine Themen suchen – die stehen vor der Tür bei mir Schlange!

    Was mich immer wieder fasziniert: Gewisse Herrschaften geben sich gar keine Mühe, bei mir mit einer verbindlichen Einleitung eventuell Interesse für ihre Ansichten zu erregen. Nein, die springen einem gleich unvermittelt mit dem A… ins Gesicht und wundern sich dann, dass ich man sie nicht besonders ernst nimmt.

    Überzeugenderweise kommt sofort alles in einen Topf: Musik, Tanz, Buch, Person… nur Müll; Differenzierungen unnötig. Ich hätte auch ein Werbevideo für Zahnpasta drehen können – das wäre dann sicherlich die falsche gewesen, oder ich hätte schlechte Zähne, wäre geldgierig wegen der Werbeeinnahmen, völlig wurscht!

    Mir dagegen ist es egal, wie Tho tanzt – wenn’s Sa gefällt, ist das doch ok, soll er doch. Aber wieso schaut er sich ein Video von jemand an, den er sowieso für daneben hält, und ist dann vorhersehbar empört?

    Man könnte ja auch hier kommentieren, wenn man keine Decknamen verwendet und sich halbwegs angemessen ausdrückt. Aber die Kombination scheint schon vieles zu verhindern.

    Herzliche Grüße aus Oberbayern
    Gerhard

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Herr Riedl, falls sie einmal nach Wien kommen, haben sie bei mir 3 Tango Einzelstunden kostenfrei gut. Über das Erleben kann sich so manche Sicht ändern ...
    Thomas Mayr

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    1. Danke, ich hätt’s beim ersten Mal schon verstanden!

      Ihr Vorgehen ist ja hoch psychologisch: Jemand erstmal nach Kräften zur Schnecke machen und ihm dann auf dieser Vertrauensbasis Unterricht anbieten… Ist das Ihr übliches methodisches und therapeutisches Konzept? Ja, so erlebe ich beinahe täglich Dinge, die in mir etwas bewegen – keine Sorge also!

      Im Übrigen tanze ich seit fast 50 Jahren und lerne dennoch ständig dazu – allerdings durch meine Tanzpartnerinnen und die Musik und nicht von sogenannten Experten.

      Trotzdem herzlichen Dank für Ihr Angebot – und sollten Sie mal in die Nähe von München kommen und Tipps brauchen: Sie kennen ja meine Adresse!

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  5. Lieber Gerhard

    Thomas MAYR: "Im Unterschied zu anderen Tänzen, wo die Tanzpartner gemeinsam vorher eingelernte Figuren ausführen, entsteht im Tango jede Bewegung, jeder Schritt durch die Signale der Führungsperson. Diese entscheidet von Moment zu Moment, gemäß ihrer Interpretation der Musik, also spontan, wie die nächste Bewegung im weiteren Verlauf des Tanzes sein wird. So hat die folgende Person vorerst einmal keine Ahnung wie die nächste Bewegung sein wird. Die Signale die durch die Führung gegeben werden sind so beschaffen, daß bei einer guten Verbindung des Tanzpaares, die Reaktion der folgenden Person als Konsequenz erfolgt. Dann führt z.B. eine Gewichtsverlagerung der führenden Person in der Tango-Umarmung auch zu der folgerichtigen Gewichtsverlagerung der folgenden Person."

    Dazu eine junge Tänzerin aus Ludwigsburg bei Stuttgart auf einer Milonga bei uns nach einem Tänzchen mit einem der örtlichen Meistertangueros: "Wißt ihr, was der jetzt wollte, der wollte, daß ich das Tanze, was er will !"

    Ich weiß, daß praktisch alle im Tango von Führung ausgehen. Aber vielleicht ist das der Grund, warum nur geistig und an Jahren alte Leute ihn Tanzen.

    Von einer Ausgangshaltung, bei der beide Tanzpartner Impulse und Vorschläge geben können, ohne daß die "Rollen" gewechselt werden müssen, nimmt niemand Notiz.

    Vielleicht denken sie beim Wechsel der Rollen in der gleichen Haltung und in einer interaktiven Kommunikation in Sekundenbruchteilen nur an die Rollen ihres Rollators.

    Eine Führung und Improvisation mit dem Zweck des Folgens des oder der Anderen kann doch keine Tanzform, sein die von sich behauptet, improvisiert zu werden. Da improvisieren ja nur 50 % der Teilnehmer, wo ist das Vergnügen der Improvisation für die anderen 50 % ?

    Als (Titelfreier ?) Psychotherapeut muß Herr Thomas MAYR vielleicht nicht wissen, dass eine wechselseitige intensive Kommunikation im Tanzen das eigentlich Anspruchsvolle und Vergnügliche ist. Und das nicht nur beim Bewältigen von Mißverständnissen in der (einseitigen) Führung sondern als Prinzip und Dauerzustand beim Tango Argentino.

    Ich jedenfalls kenne keine für mich interessanten Tanzparnerinnen, die sich ein so veraltetes Gesellschafts- und Frauenbild servieren ließen, wonach eine Person führt und die andere folgt.
    Was übrigens auch bei den guten Tänzern des Tengo Argentino im Internet leicht geprüft werden kann: extreme Slow-Motion durch das Sportprogramm KINOVEA: dann wird sichtbar, wie oft die Tänzerin Impulse gibt und eigene Vorschläge macht.

    Die wirklich guten Tänzer sind nicht aufs Führen angewiesen und können mit der Improvisation der Frauen mithalten. Nur die schlechten benötigen das Konzept „Einer führt (meist der Mann) die Andere folgt“. Das war die Steinzeit des Tango Argentino.

    Siehe dazu alles, was es in den Tanzwissenschaften zum Thema Kontaktimprovisation gibt.

    Herzliche Grüße aus dem Salzkammergut
    Peter

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    1. Sehr geeehrter Herr Baumgartner. Ich glaube sie haben da etwas mißverstanden. Im Text ist von der "führenden Person" und der "folgenden Person" die Rede. Dies schließt einen Wechsel im Sinne eines Dialogs nicht aus. Immer bleibt das Prinzip des "Führens und Folgens" jedoch aufrecht. Immer muß eine Person führen und die andere Person folgen. Stellen sie sich vor, beide führen gleichzeitig - da haben wir dann einen Kampf auf der Tanzfläche. Ich danke ihnen jedenfalls für das Aufmerksam-Machen auf diese mögliche Fehlinterpretation. Damit solche Mißverständnisse beim Lesen meines Textes überhaupt nicht aufkommen können.habe ich nun meinen Text zusätzlich folgenden Absatz hinzugefügt:

      "Manche mögen diese Beschreibung in dem Sinne falsch interpretieren, daß hier einem nicht mehr zeitgemäßen Rollenbild gehuldigt wird. Dies ist nicht der Fall. Die führende Person kann natürlich wechseln. So kann z.B. eine zuerst folgende Dame sehr wohl Einfluß während des Tanzes nehmen und den Tanz mehr oder weniger beeinflußen. In diesem Falle wird dies aber auch nur dann funktionieren, wenn die Bereitschaft der vorher führenden Person besteht, sich auf ein Folgen einzulassen. Die Methoden bzw. die Technik des Einfluß Nehmens bei einem Führungswechsel basieren bewegungsanayltisch gesehen ebenfalls auf den, dem Basics zuzurechnenden Signalen. Die Fähigkeit Führen und Folgen im Sinne eines Dialogs zu wechseln, findet man bei sehr fortgeschrittenen Tänzern sehr häufig."

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    2. Na also, da kommen wir der Sache doch schon näher!

      Persönlich würde ich auf die Begriffe "Führen" und "Folgen" (also eher synchron) zugunsten eines "Dialogs" (zeitversetzt) verzichten. Aber auch da kann die Antwort anders aussehen als vom Fragenden vermutet - darauf muss man gleichermaßen eingehen können. Ist im Tango so wie im Leben...

      Nebenbei: Mit einer solchen Art der Diskussion käme man weiter, statt den Anderen erstmal als totalen Trottel hinzustellen, der keinerlei Fähigkeiten besitzt!

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  6. "Führen" und "Folgen" sind die Begriffe und Prinzipien, die es meiner Erfahrung nach ermöglichen, den Bewegungsaustausch/ -Dialog/ - Gespräch zu erklären, zu beschreiben und vor allem ihn zu üben, ihn erfahrbar und für den jeweiligen Zweck, Einsatz, verfügbar zu machen. Dabei geht es um so wichtige Fragen wie: "Wie führe ich?", "Wie folge ich?", Was sind die Voraussetzungen dafür?  Wie entsteht der Übergang von Führen zum Folgen und umgekehrt? Was bedeutet Führung abzugeben und was bedeutet Führung zu übernehmen und wie mache ich das .... etc. Im Tangounterricht (und natürlich nicht nur dort) sind diese Begriffe und Prinzipien für mich unentbehrlich.

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  7. Werte Kollegen

    Ich denke, der Irrtum liegt in folgendem Satz, dem auch mein Großvater und mein Schwiegervater und viele andere Männer gerade bei uns im Salzkammergut aufgesessen sind: "Immer muß eine Person führen und die andere Person folgen", mit den sattsam bekannten geschichtlichen Folgen.

    Und genau das ist es auch im Tango Argentino: dessen Methode des Spielens mit den Beinen hat uns Möglichkeiten geschenkt, von diesem Satz abzuweichen, der zudem eine nicht besonders erfreuliche und jedenfalls für die Folgenden keineswegs creative Situation und auch keine Basis fürs eigenständige Tanzen darstellt. Auf das damit zusammenhängende Thema der Körperhaltung möchte ich nachher noch näher eingehen.

    Aber zuerst zum „Kampf“: beim Konzept des Führens und des Folgens und beim kleinen Schritt vorwärts, dass durchaus ein Wechsel des Führens und des Folgens stattfinden könne, denn wenn dieser Wechsel nicht vor sich ginge, erkennbar und ausgemacht wäre, dann wäre das die Ausgangsbasis für den „Kampf“, wer denn jetzt gerade führt und wer folgen müsse. Diese Gedankengänge leiten sich aus einer patriarchalen gesellschaftlichen Sicht ab, die ihrerseits wieder mit einer ganz unausgegorenen Bewertung der Evolution und mit dem dort angeblich sichtbaren Recht des Stärkeren (wird sehr entlarvend immer in der maskulinen Ausdrucksweise zitiert) zusammenhängt. Näheres dazu sprengt den hier gegebenen Rahmen.

    Diese Ableitungen aus der Evolutions– und Sozialgeschichte hängen direkt mit dem oben zitierten Satz "Immer muß eine Person führen und die andere Person folgen" sehr eng, um nicht zu sagen direkt, zusammen. Sie münden zwanglos, wie wir wissen, in das Frauenbild, welches in der angeblichen Konzeption des Führens und Folgens im Tango Argentino abgebildet wird. Nun ist es für Gurus und Patriarchen schon ein gigantischer Fortschritt, wenn sie “zulassen“, dass auch die Frauen führen können und die Männer folgen müssen.

    Aber das ist eigentlich nicht die Weiterentwicklung in dieser unglaublich offenen und viele Möglichkeiten eröffnenden Methode der Improvisation im Tango Argentino, nämlich des Spiels mit den Beinen (und natürlich auch mit dem Oberkörper). Das wäre nur einmal die Anforderung, dass in der traditionellen Phase die Frau fühlen müsste, was der Führende jetzt vorhat und im anderen Fall der Mann. Aber genau das ist nicht die Möglichkeit für Improvisation der beiden Partner im Tango Argentino. Nun könnte aus der traditionellen Sichtweise gesagt werden, und das wird auch immer wieder vorgebracht, "immer muß eine Person führen und die andere Person folgen".

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  8. Dazu möchte ich meine eigene Erfahrung und meine Beobachtungen einbringen: ich habe lange überlegt, wie ich diese Erfahrung beschreiben könnte. Angeregt durch die oben stehende Diskussion möchte ich nun sagen, es geht darum, den möglichen Wechsel von Führen und Folgen, von Vorschlag und Annahme oder Nichtannahme und Gegenvorschlag, kurz, wie Gerhard gemeint hat, den Dialog, in der Länge von Zeit-Quanten zu sehen.

    Dann wird aus dem Wechsel von Angebot und Annahme oder Ablehnung und Gegenangebot durch die kurze Zeitdauer dieser Vorgänge sich kein Kampf entwickelt (der für seine Entstehung einer gewissen Zeitdauer bedarf, um den Druck des Führenden einerseits und den Widerstand auf der anderen Seite überhaupt erst entstehen und wachsen zu lassen, sodass ein Kampf daraus wird) sondern es entsteht ein Dialog. Und der Tanz schreitet trotz dieses Wechsels zwischen dem Führen und dem Folgen ihm Zeit-Quanten ungebrochen fort.

    , Übrigens mindestens so flüssig wie wenn man beim Konzept des Führens und des Folgens als Musiker immer bemerken muss, dass die Folgenden niemals auf dem Takt tanzen, weil die Geschwindigkeit der Neuronen im Gehirn nicht ausreicht, das Erahnen des Vorhabens des Führenden, die Umsetzung im Gehirn der Folgenden, die Nachricht an die Gliedmaßen zu senden und dann noch deren anatomische und physische Umsetzung niemals auf den notwendigen Taktschlag daherkommen KANN.

    Wenn das doch bei den sehr guten Paaren im Internet alles im Takt passiert, dann deswegen, weil sie eben in der Schnelligkeit von Zeit-Quanten kommunizieren und ihren Dialog abwickeln. Leider verraten sie und das bei den Kursen nicht, oder es ist ihnen selbst nicht in diesem Ausmaß klar. Sie interpretieren es vielleicht nur als Folge einer langjährigen gemeinsamen Übung auf der Grundlage des Konzeptes des Führens und Folgens. Diese Interpretation verfehlt aber die tatsächliche Qualität dieser ausgezeichneten Tänze. Im Bühnentanz könnte man das als Kontaktimprovisation bezeichnen, bei der es ja auch im besten Fall kein Führen und kein Folgen gibt.

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  9. Sehr schön ist das tiefgehend zufriedenstellende Konzept des Dialogs und des Hin- und Herwanderns von Angebot und Annahme bei den Tänzen von Juan Carlos Coppes mit seiner Tochter zu sehen.

    Und nun zur Realität: der Austausch von Angebot und Annahme, allenfalls Verweigerung oder anderes Verständnis und Gegenangebot und wiederum Annahme in Zeit-Quanten wird deshalb in unseren Breiten unmöglich, weil die Paare ohne dieses Ziel wirklich zu kennen, offenbar fast alle meinen, in der engen Haltung tanzen zu müssen. Das führt dann zu unglaublichen Halsverrenkungen und Kopfhaltungen, nur um irgendwie im Bereich der Wangen oder der Stirnen einen Kontakt herstellen zu können. Die Männer nehmen die Damen in den Schwitzkasten und umgreifen ihre Mitte bis zu ihrem rechten Brustansatz. In diesen komischen Verrenkungen des Oberkörpers stellt meist die Haltung der linken Hand der Männer einschließlich der ab gespreizten Finger den Höhepunkt der nicht zum Tanz geeigneten anatomischen Positionen dar.

    Die ganz eleganten bieten den Damen den bei uns sogenannten Zipfelgriff mit Überdachung der gestreckten vier anderen Finger der linken Hand. Unter dem Zipfelgriff verstehen wir den von außen nach innen gestreckten linken Daumen des Herrn, der sodann von der Dame mit der ganzen Hand umschlossen wird. Näheres muss nicht erläutert werden. Aber dass dadurch keine Verbindung unter den Tanzenden entsteht, die den Austausch wechselseitiger Impulse eines Dialoges fördern könnte, ist für alle einsichtig.

    Zusätzlich versuchen die Damen mit der linken Hand so weit über die rechte Schulter der Herren zu greifen, dass sie mit geringen zusätzlichen Anstrengungen die aus der Zeit des Schwarzweißfernsehens stammende Arsch-Karte (des Schiedsrichters) aus der linken Gesäßtasche des Herrn ziehen könnten, hätte er dort eine eingesteckt. Das hat anatomisch zur Folge, dass die Damen vor den Herrn mit völlig zu ihrer rechten Seite herunterhängenden Schulterlinien dastehen. Dass damit kein eigenständiges Tanzen der Damen in eigener Achse, mit eigenen Vorschlägen und eigenen Antworten auf Angebote des Herrn mehr möglich ist wird sicher Jeder und Jede begreifen.

    Damit bleibt nur das Konzept des angeblichen Führens und Folgens, welches auf folgenden Vorgang reduziert wird: der Führende hebt die ohnehin auf ihm hängende Dame leicht an und schiebt sie dorthin, wo er sie haben will. Wenn er nun mit seinem Oberkörper–Würgegriff ein bisschen hin und her schlenkert, dann macht die Dame wie von selbst mit dem frei herabhängenden Bein eindrucksvolle Verzierungen. Mehr darf sie ohnehin nicht.

    Somit ist das reduzierte Herumhatschen zur ausgelutschten Musik vorprogrammiert.

    Es wundert niemanden, dass als Pünktchen auf dem I die Dame ihr Gesichtsfeld entweder wegen der geschlossenen Augen überhaupt nicht überblicken kann oder lediglich verschwommen die Stirn, die Wangen, den Hals oder den Brustkorb des Herrn vor sich hat. Dass sie dann meist kein Lächeln auf dem Gesicht haben, kann ich verstehen.

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  10. Um da nicht aus der Rolle zu fallen, schauen fast alle Männer toternst bis frustriert zu Boden und kontrollieren oder scheinen dies zumindest zu tun, was die Dame mit ihren Füßen macht. Es muss wohl die Kontrolle sein, sonst wären nicht ständig die Sätze zu hören, wie, das habe ich aber jetzt nicht geführt, kannst Du Dich ein bisschen mehr auf mich einlassen oder gar, Du musst es fühlen, Du musst aufnahmebereit sein für meine Führungsimpulse.

    Da lachen ja die Hühner und vor allem Musiker die nicht direkt aus dem Tangomilieu stammen. Einer davon aus St. Pölten, der mit seiner sehr guten Musikgruppe auf einer Milonga gespielt hat, meinte zu meiner Frau: Tango zu tanzen kann nicht besonders lustig sein, sonst würden diese Typen nicht fünf Stunden lästig und frustriert aus der Wäsche und zu Boden schauen.

    Es gibt natürlich auch Positives und vor allem unglaublich schöne Erfahrungen zum Thema „kein Führen und kein Folgen“ sondern Dialog! Und gleichzeitige Improvisation der beiden Tanzpartner. Ihr glaubt es nicht, aber es geht super und erst dann ist es (für mich) wirklich lustig.

    Das kennt man übrigens auch am Gesichtsausdruck und auch daran, dass sich die Tanzenden in die Augen schauen.

    Und zum Schluss: dieses penetrante FÜHREN ist nicht notwendig, jeder kleine Impuls (Quanten-Impulse) in der Bewegung des Körpers gibt der Partnerin und dem Partner neue Möglichkeiten für Antworten und Angebote und umgekehrt. Kein Mensch braucht das Führen und Folgen in diesem traditionellen Sinn. Auch nicht in Beziehungen und nicht in der Psychologie, das ist nur der müde alte Versuch, eine Lebensberechtigung für Gurus zu schaffen.

    Die wollen übrigens sicher nur unser Bestes, aber das kriegen sie nicht.

    Mit freundlichen Grüßen aus dem Salzkammergut
    Peter Baumgartner

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  11. ......und wenn es kein veraltetes Rollenbild ist, weil die Führung (manchmal) wechselt, dann ist es ein mehr als veraltetes Gesellschaftsbild, daß es immer eine Führende Person und eine Folgende geben müsse. Darüber kann ich gemeinsam mit der Generation Touchpad nur mehr bedauernd lachen.

    Der Durchbruch im Denken gelänge leicht, wenn die Bewegung des Oberkörpers und der Beine auch und ihrer sofortigen Wirkung auf die Position und die Möglichkeiten der Antworten des Gegenübers und der eigenen möglichen Movements in kleinsten Quanten gedacht würde. Dann kann auf die penetranten längeren Führungsimpulse verzichtet werden, die eines Folgenden bedürfen und aller daran angeschlossenen Konsequenzen: die Unterwerfung, die Interpretation der Musik durch nur einen Partner, den Verzicht auf Improvisation des anderen, wenn auch in wechselnden Sequenzen.

    Die ständige gemeinsam Improvisation durch die Beachtung der kleinsten Veränderungen im Tanz und der daraus entstehenden Möglichkeiten auf beiden Seiten führt ins eigentliche Vergnügen und in die Ausstrahlung dieses Tanzes.

    Langsam aber sicher nicht mehr mit freundlichen
    sondern mit bedauernden Grüßen
    Peter Baumgartner

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  12. Vielleicht darf ich noch darauf hinweisen, dass ich auf genau diese Problematik schon öfters eingegangen bin, zum Beispiel im „Milonga-Führer“ (in der neuen Ausgabe auf den Seiten 161-166) oder in meinem Blogbeitrag „Warum ich wenig führe“ (1.8.15). Ich mag mich jetzt nicht wiederholen.

    Der Unterschied ist wohl, dass man mit „Führen und Folgen“ (auch wenn die Rollen wechseln) immer die Zwangsläufigkeit verbindet, es habe eine bestimmte tänzerische Reaktion zu erfolgen. Eine starke Triebfeder sehe ich in der männlichen Angst vor „Kontrollverlust“. Ein Dialog hingegen ist nicht vorhersehbar – man muss auch auf unerwartete Antworten eingehen. Im besten Fall entsteht so ein gemeinsames Erlebnis, das stets im gerade getanzten Augenblick bleibt.

    Sicherlich muss man Anfängern zunächst einige Grundmuster geben, damit sie mal ins Tanzen kommen. Nach meinen Erfahrungen ist aber von Anfang an viel zu wenig von Improvisation die Rede. In gefühlten 110 Prozent der Kurse wird zudem immer noch der simple Grundsatz unterrichtet: „Der Mann führt, die Frau folgt.“

    Weiterhin – und da gebe ich Peter recht – wird die freie Kommunikation im Paar durch das konstante „Aneinanderkleben“ massiv eingeschränkt: Man nimmt schlichtweg Ausdrucksmöglichkeiten weg.

    Interessanterweise hat mein lieber Kollege Cassiel kürzlich einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem manche meiner Gedanken zu finden sind. Na, wenn der es jetzt schon kapiert hat…

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  13. Ich mag mich auch nicht immer wiederholen müssen, aber ich versuch nochmal kurz Stellung zu nehmen: Den Dialog fasse ich als Wechselspiel zwischen Führen und Folgen auf. Peter Baumgartner scheint wiederum mit Führen und Folgen unangenehme Erfahrungen zu verbinden, die mit Unterdrückung, Machtausübung, Zwang, etc. zu tun haben mögen, scheint mir. Ich meine vielmehr: Folgen ist eine "aktive Hingabe" und nicht ein "Gefangen sein in Abhängigkeit". Führen und Folgen zu können im Tango ist eine Bedingung für ein späteres gelungenes Wechselspiel im Sinne eines Dialogs, einen Dialog ohne Führen und Folgen gibt es nicht. Somit kann ein Dialog auch nicht Führen und Folgen ersetzen.
    Ich mag auch noch an den Ausgangspunkt der Auseindandersetzung erinnern. Peter Baumgartner hat einen Text auf meiner Webseite zum Anlass für seine Kritik genommen. Dabei hat er den Text mißverstanden. Ich habe erklärt was gemeint war und um solche Mißverständnisse zu vermeiden noch einen Absatz auf der Seite hinzugefügt.
    Im übrigen habe ich leider den Eindruck, dass in den Stellungnahmen dauernd Ebenen vermischt werden und nicht wirkliches Interesse an der inhaltlichen Auseindandersetzung besteht.

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    1. Darf ich nochmal erinnern?

      Peter Baumgartner hat Interesse an inhaltlichen Auseinandersetzungen, meine Wenigkeit ebenso.
      Sie sind mit dem Bekenntnis eingestiegen, dies nicht zu haben.
      Und jetzt beschweren Sie sich über uns?

      Bei Dialogen kann es öfters durcheinandergehen - das ist halt so bei Menschen mit unterschiedlichen Denk- und Argumentationsweisen. An Missverständnissen kann ein Text oder der Leser schuld sein. Trotz all dieser Schwächen mögen wir das so.

      Beim "Führen und Folgen" ist man vor solchen Abweichungen geschützt. Wir mögen das trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - nicht!

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  14. Aber dieTaktik der Psychotherapeuten beherrscht der Kollege wenigstens im Ansatz: man muss nur ein Problem am Diskussionspartner entdecken, dann braucht man über dessen Denkansatz nicht mehr nachdenken und kann diesen vom Tisch wischen.

    Übrigens eine kleine Information für die psychotherapeutische Praxis: wenn jemand oder jefrau etwas Neues findet, sich darüber freut und dieses leben will, dann muss er nicht zwangsläufig mit dem früheren eine schlechte Erfahrung gehabt haben. Bei dieser Vermutung dürfte es sich entweder um eine traumatische Vorstellung der Psychotherapeuten oder um eine systematische Vorgangsweise hatten, um Geld damit zu verdienen, die angeblich frühere schlechte Erfahrung aufzuarbeiten.

    Bei mir verfängt das nicht (ich lebe schon seit 66 Jahren im Salzkammergut und da passiert so viel schönes, ohne vorher schlechte Erfahrungen gemacht zu haben), meine Lebenserfahrung sagt mir, dass in vielen Bereichen Schönes Neues daherkommt, ohne dass ich mit dem Alten schlechte Erfahrungen gehabt hätte.

    Meine Erfahrung im Tango beruht einfach darauf, durch Zufall zwei oder drei Frauen gefunden zu haben, die von sich aus ohne Führen und Folgen in jedem Bruchteil einer Sekunde Antworten auf die jeweils im Tanz entstehende Situation gegeben haben. Und die mich das gelehrt haben.

    Auch die vorhergehende Situation mit Führen und Folgen war ganz lustig, sonst hätte ich nicht jahrelang so getanzt.

    Vielmehr mache ich bei meinen genauen Beobachtungen und vielen Gesprächen mit Tänzerinnen und Tänzern die Erfahrung, dass die einen das Führen brauchen, weil sie entweder persönlich oder mit ihrem Können im Tanzen nicht spontan und in Quanten-Zeitabständen reagieren wollen oder können.

    Für manche ist es auch wichtig, die Rolle des Führenden zu repräsentieren bzw. sich in die Rolle der Folgenden zu begeben.

    Ich hab schon viele Erklärungen gehört, wie dieses Rollenprinzip umschrieben wird: Gerade beim Hinweis auf die „aktive Hingabe“ der Folgenden erntet man im Kontakt mit jüngeren Frauen nur großes Gelächter.

    Zwischendurch eine Anmerkung: wenn mir jemand ein neues und komfortables Auto schenkt, was sich hier im Gebirge dringend für meine Arbeit brauche, warum soll ich dann mit meinem alten klapprigen und zugigen Gefährt, bei dem es immer nur sehr holprig vorangegangen ist, weiterfahren wollen (diese Zeit liegt Gott sei Dank schon einige Jahre zurück aber das ist vielleicht kein schlechtes Beispiel).

    Dazu kommt vor allem ein Vorgang: alle notwendigen Begleitumstände für ein halbwegs funktionierendes Führen und Folgen benötigen bei den meisten Betroffenen viele Jahre andauerndes Üben. Der einzige Vorteil darin besteht in der Bezahlung größerer Summen an die vermeintlichen Lehrer.

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  15. Ich verstünde nämlich unter dem Ziel von Lehrern und Lehrerinnen die möglichst rasche Hilfe zur Selbsthilfe. Ich darf hier in aller Bescheidenheit erwähnen, dass in unserer Familie der Tanzunterricht eine sehr große Rolle spielt.

    Meine Überlegungen zu den Fragen, wie ein Dialog im Tango im Wechsel von kürzesten Zeitabständen auch von Seiten der Tanzwissenschaften her funktioniert, verdanke ich meiner Tochter und zahlreichen Besuchen bei ihrem Tanzstudium auf der Laban-University in Greenwich in London. Und hier besonders den Informationen über die Contact Improvisation.

    Ich muss gestehen, dass ich heute zum ersten mal intensiver nachgeschaut habe, ob es eventuell hier eine schon vorhandene engere Beziehung zwischen Contakt Improvisation und Tango geben könnte. Und siehe da, es geht mir so wie immer: was sich für einen guten neuen Gedanken von mir gehalten habe, ist längst weit verbreitet.

    In weiten Bereichen wird bereits mit der Grundlage der Contakt Improvisation, nämlich dem möglichst absichtslosen gemeinsamen Erforschen der jeweils nächsten Möglichkeiten der Tanz vorangebracht. Damit tut sich für die grundsätzlich im Tango Argentino durch die Evolution und Entfaltung eines Tanzstiles und seiner vielen Möglichkeiten (vor allem auch im Zusammenspiel mit der Entwicklung der Musikstile) trotz aller Eingrenzungen für das typische im Tango eine befreiende neue Welt auf:

    Die auf fast allen Homepages zum Thema Tango vorhandene Lüge oder Selbsttäuschung bezüglich Tango als Tanz der Improvisation, die meist im nächsten Satz bereits demaskiert wird und plötzlich nur mehr für 50 % der beiden Tanzpartner gilt (siehe auch Homepage von Herrn Thomas MAYR), nämlich für den oder die Führende(n), kann ersatzlos gestrichen werden.

    Es steht jedem frei, für die gemeinsame achtsame und absichtslose Erforschung der jeweils als nächstes möglichen Movements im Tango Argentino mehr oder weniger weite Grenzen zu stecken. Sozusagen vom Rollator bis zum Saltomortale. Immer unter Einhaltung der möglicherweise typischen Bewegungssprache des Tango Argentino bis herauf zu den zeitgemäßen Neuerungen.

    Die Folgenden müssen sich nicht „aktiv hingeben“ oder wie alle diese Beschreibungen derselben Beschneidung der gemeinsamen Tanzfreude heißen mögen.

    Die Männer haben endlich die Möglichkeit, von ihrer angeblichen Führungsqualität zu einer Gemeinsamkeit vor zu schreiten. Hier sei angemerkt, dass wirklich gute Führende ganz selten sind. Dass es sie so selten gibt, ist eine wichtige Grundlage für das Geschäft im Tangounterricht. Es wird das als notwendiges Ziel den Männern vorgegaukelt. Deren Fähigkeiten dahingehend sind meist enden wollend, aber dann müssen sie eben viele Jahre viele Euro zu den Gurus tragen.

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  16. Vom Frust der Männer und von den vielen blöden Zitaten gegenüber den Frauen, die sich mehr einfühlen müssten ganz abgesehen und von den Implikationen, welche das für das Wesen von Beziehungen bedeutet noch zusätzlich abgesehen.

    Bei uns in Oberösterreich hat sich vor ein paar Tagen folgendes abgespielt: der Chef der islamischen Religionslehrer hat gemeint, Allah hätte die Frauen schwächer und die Männer stärker erschaffen und daher sei es ganz logisch und in der Natur der Sache, dass die Männer führen müssten und die Frauen folgen sollten. Er hat gemeint, in jeder Firma gibt es irgend wen der 51 % der Aktien besitze und der müsse eben sagen, wo es lang geht.

    Oder: "Es muß immer jemand führen und jemand muß folgen". Dieser Satz ist eigentlich eine Schande im Tanz und in der Psychotherapie und auch gesellschaftlich. Das ist Mittelalter, bis Steinzeit und unaufgeklärtes Patriarchat, wenn das Patriarchat überhaupt aufgeklärt sein kann.

    Vielleicht gelingt es einigen Leuten im Tango zu verstehen, dass auch der Wechsel des Führungspersonals dieses Prinzip des Tanzens nicht verändert.

    Noch einmal: ich hatte mit diesem Prinzip grundsätzlich keine schlechten Erfahrungen aber es ist ein Geschenk des Himmels, Frauen zu treffen, die Tango Argentino tanzen können und dabei nicht aufs Führen und Folgen angewiesen sind sondern die gut genug tanzen um die tanzwissenschaftlichen und tanztechnischen Prinzipien der Contakt Improvisation im Tango Argentino anwenden zu können.

    Zum größeren Vergnügen der Tanzenden, für eine wesentlich größere Kreativität des Tanzes selbst und für mich persönlich, als Herausforderung, das zu lernen, was die Frauen schon konnten, die ich das Glück hatte, kennen zu lernen.

    Und nicht zuletzt dafür, dass der Tango Argentino weiter viele musikalische und tänzerische Blüten hervorbringt und nicht als Feuchtigkeitspräparat in einem Glas in der Vitrine der EdO endet. Ein Präparat (lateinisch: praeparatum „das Vor-, Zubereitete“), genau das will ich nicht tanzen, auch nicht mit Scheinimprovisationen und mit Halbimprovisationen was die beteiligten Personen betrifft.

    Gerne können alle interessierten Personen bei uns in unserem Tanzstudio ohne Kosten diese Möglichkeiten gemeinsam mit uns ausprobieren. Auch mit Beratung durch eine professionelle Tänzerin mit Studium an der Laban-University in London und deren Informationen über die Prinzipien der Contact Improvisation (Mag. Heidemarie BAUMGARTNER, BA).

    Peter Baumgartner

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  17. Führen und Folgen hat per se nichts mit blinden Gehorsam zu tun.
    Es ist ein unviverselles Prinzip dass sich auf allen Gesprächs-, Handlungs- und Bewegungsebenen wiederfindet. Es ist so unviversell wie Menschen eben auf einander bezogen und voneinander abhängig sind. Auf einander bezogen zu sein und abhängig zu sein kann zu fürchterlichen Katastrophen und Leid führen aber auch zu großem Glück und Freude. Es ist eben all das möglich, was Menschen einander Gutes oder Schlechtes antun können.
    Nehmen wir ein Gespräch,- so kann jemand einen Gesprächsinhalt auf verschiedenen Weisen folgen:
    der Betreffende kann unüberlegt oder mit großen Vertrauen, die Meinung, die Vorgehensweise, das Handlungsangebot etc. übernehmen, quasi mit absoluten Vertrauen oder im blinden Gehorsam - das ist eine Art des Folgens.
    Der Betreffende kann aber auch grundsätzlich immer das Gegenteil vertreten (übrigens eine wichtige Phase in der menschlichen Entwicklung, die für die Individualisierung nötig ist - kommt gehäuft in Trotzphase und Pubertät vor).
    Schließlich kann der Betreffende auch teilweise übereinstimmen und Anderes, Neues hinzufügen und ins Spiel bringen.
    Somit hätten wir drei Arten, wie sich ein Folgender auf einen Führenden beziehen kann:
    Durch das Gleiche, das Gegenteil, die Variation.
    Schließlich kann man sagen, dass alle diese Möglichkeiten bei einem Erwachsenen Menschen vorkommen und zur Verfügung stehen - auf eine mehr oder weniger gesunde Art und Weise eingesetzt werden. Wobei in der Beziehung, das Folgen und Führen in all diesen Variationen normalerweise dauernd abwechseln. Jede Art des Folgens steht im Zusammenhang mit Bedürfnissen und Gegebenheiten und kann für den betreffenden Folgenden oder der personalen bzw. dinglichen Umwelt mehr oder weniger sinnvoll sein.
    Auf der Tanz- bzw. Bewegungsebene können wir das Prinzip von Führen und Folgen genauso in universeller Weise antreffen. Da können wir mal grundsätzlich unterscheiden zwischen dem Führen und Folgen über Körperkontakt einerseits und über die optische Wahrnehmung andererseits. Alle Tänze spielen sich aber grundsätzlich innerhalb der vorgestellten Interaktionsweisen (sich über das Gleiche, das Gegenteil, die Variation aufeinander beziehen) auf Bewegungsebene ab, die immer im Kontext von Führen und Folgen vorkommen...
    Ich bin hier auf den Tango, wo sich das Führen und Folgen über die körperliche Verbindung abspielt nicht eingegangen, hoffe jedoch die Begriffe: "Führen" und "Folgen" von der sehr einseitigen Bedeutungsgebung befreit zu haben.

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  18. Führen und Folgen bedürfen eines Ersatzes dieser Wörter. Nur so kann das damit verbundene Gedankengut auf das reduziert werden, was vielleicht für eine Zukunft brauchbar ist. Diese Begriffe sind in so vielen Kontexten schon mit längst überholten Zusammenhängen und Motiven fixiert und hindern nur die Entwicklung und den Vorstoß zu neuen Freiheiten und Möglichkeiten der Interaktion (in allen Lebenslagen). Es gibt hunderte Versuche, dieses Konzept als positiv zu beschreiben, in allen möglichen Lebensbereichen. Sie basieren alle auf dem Ziel, Herrschaft über die andere Person auszuüben und wenn auch nur für kurze Zeit.

    In einer Zeit, wo jeder selbst zum Beispiel für Kommunikation im wahrsten Sinn des Wortes alle heute möglichen Tools in seiner eigenen Hand halten kann, also in der Generation Smartphone, ist es geradezu lächerlich.

    "Ich bin hier auf den Tango, wo sich das Führen und Folgen über die körperliche Verbindung abspielt...": das ist eben das Problem und das Neue ist, jeder erspürt die gerade vorliegende Situation, die sich in kleinsten Zeitsprüngen durch Bewegung der Partner sowieso ohne weit gespannte Führungsvorhaben (des gerade alleine Improvisierenden) verändert (statisch zu verbleiben über längere Zeit, wäre ja kein Tanz) und es geht nicht darum, die "Absicht des Führenden zu erahnen" und das dann angeblich notwendige zu tun (Folgen) sondern darum, die Möglichkeiten der Situation zu verstehen und mit Achtsamkeit die möglichen Movements weiter zu entwickeln. Gleichzeitig, von beiden Seiten, mit den Rücksichtnahmen aufeinander in kleinsten Zeitsprüngen. Sodaß jede/jeder mit seinen Möglichkeiten und seiner Interpretation mithalten kann.

    Das ist für mich die hohe Kunst des Tangotanzens.


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  19. Aber was solls, manche verstehens vielleicht wirklich nicht oder müssen bei einem gesellschaftlich längst überholten Konzept aus Gründen des gefährdeten Selbstbewußtseins oder aus wirtschaftlichen Motiven heraus verbleiben. Schade für unsere Tango-Interessierten, gerade für die Jüngeren, und schade für den Tango Argentino in unseren Breiten.

    Bei der Betrachtung von hunderten Bildern aus Milongas wird klar, die dort sichtbaren Haltungen der Körper und der Hände der Männer versprechen alles mögliche, nur keine klare, kompetente, musikalische und kreative Führung für die Folgenden, welche diese auch nicht brauchen, weil sie sowieso wie ein Kleidungsstück auf den Männern hängen und durch den Raum geschoben werden. Das ist über weite Strecken so ein elendiges Herumhatschen und Latschen, dass man direkt süchtig wird nach Beobachtungen, wie ein paar „frisch gfang`te“ ohne Verbildung durch Gurus unbekümmert darauf los experimentieren und dabei unter gegenseitiger Rücksichtnahme schöne Tänze hervorbringen.

    Und zwar zu einer Zeit, wo den Herren noch niemand allzu viel vom Führen und den Frauen noch fast gar nichts vom notwendigen Folgen erzählt hat, was vor allem die Herren nur in den seltensten Fällen lernen und die Frauen nur sehr begrenzt können. Aber nicht weil sie zu unfähig wären, sondern weil Führen und Folgen mit den notwendigen anatomischen und kognitiven Abläufen für zwei Personen nicht auf den notwendigen Taktschlag in der Musik für beide erfolgen kann. Das ist beim Zuschauen so (wenn man wie die Argentinier die Tanzschritte als Perkussion oder als zusätzliches anderes Instrument empfindet), wie wenn der Schlagzeuger immer hinter seiner Band nachhängt. Das ist unerträglich und hat fast nichts mehr mit Tanzen zu tun.

    Das führt in einer Community, in der sich die Leute als Tänzer bezeichnen dazu, dass Leute, die im Tanz oft nicht einmal bis 4 zählen können, meine Frau, die im Rahmen der UNESCO als Tanzlehrerin arbeitet wie folgt ansprechen: lass Dich mehr auf mich ein, Du musst fühlen wo ich das Gewicht hin gebe und Du solltest ein paar Sachen lernen, sonst kann ich in Zukunft Dich leider nicht mehr auffordern. Oder: das habe ich Dir doch schon einmal beigebracht!

    Und das nicht nur einmal von Männern, die einen ganzen Tanzabend lang mit einem Viererkarree auskommen und maximal sehr unsensibel die Dame in Ochos hin und her zwingen, die schon von der versuchten Führung her nichts mit dem Takt der Musik zu tun haben.

    Damit will ich darauf hinaus, dass offensichtlich für die meisten Tänzer eine tatsächliche Führung in fast unerreichbarer Ferne liegt. Das nahe gelegene sind dabei die vielen Euro für die Workshops und die mit großen Beträgen und kleinsten Schritten betriebenen Entwicklungen der „Führungskräfte“ mit Zielen in unerreichbarer Ferne. Sozusagen die Karotte an der Schnur und der Stange vor dem Gesicht des Esels.

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  20. Hoffentlich hat dieser lange (und auch relativ sachliche) Gedankenaustausch gezeigt, dass man mit Menschen, die ein anderes Verständnis vom Tango haben, durchaus ernsthaft diskutieren kann. Und es lohnt sich, für das Gegenüber mehr übrig zu haben als ein paar klischeebehaftete Sprüche.

    Eine Einigung ist sicherlich nicht zu erwarten, aber vielleicht doch ein Ansatz von Verständnis für die andere Sichtweise.

    So - und nun Schluss mit meinem Wort zum Sonntag...

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  21. Da ich diesen Artikel erst heute gelesen hab: nach zwei Adjektiven wusste ich wer Max aus Wien ist ...
    ES LEBE DER TANGO !
    UND DIR ALLES LIEBE UND EIN GRUSS AUS WIEN

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    1. Liebe Alessandra,

      tja, dieses Lokalkolorit ging mir halt ab.

      Für solche Menschen ist es einfach ein Ärgernis, dass es Leute wie mich gibt. Da kommen sie nicht drüber hinweg.

      Vielen Dank für die Unterstützung (auch auf FB)!

      Eine schöne Website habt ihr. Ich werde demnächst mal was dazu schreiben.

      Herzliche Grüße nach Wien!

      Gerhard

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    2. Lieber Gerhard,
      vielen Dank für Deine Antwort :)
      Wir sind hier in Wien ja auch Kummer gewöhnt ;) ... deshalb war es mir auch ein Bedürfnis Manuelas Beitrag als Gastbeitrag auf unserem Blog zu bringen. Die "Diskussion" hier fand ich ja echt zum Schreien, zumal es wirklich nicht schwer war zu erraten wer das ist . Es freut mich sehr, daß Dir unsere Seite gefällt und Du darüber berichten magst. Wir haben ja auch einen blog und wenn Du Lust hast, zu einem (brisanten ;) )Thema einen Gastartikel zu verfassen, würde uns das sehr freuen. Selbstverständlich mit einem link zu deiner Seite und Deinem Blog.
      Wie meine Tante, als ich noch ein Kind war, schon zu mir sagte : "Wir Narren müssen zusammenhalten !" Ganz besonders in Zeiten wie diesen. Tango,und die Haltung die "man" dazu an den Tag legt, kann man nämlich wunderbar auf quasi alle Lebenslagen umlegen.
      Peter und ich freuen uns von Dir zu hören !
      Bis dahin alles Liebe und ein Gruß aus Wien der Welthauptstadt des Tanzes ;) ... nur nicht beim Tango -leider

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    3. Liebe Alessandra,

      das mit Deinem Blog und einem Gastbeitrag steht auf der Agenda, vielen Dank für das Angebot! Jetzt muss ich aber erstmal am Wochenende ziemlich viel zaubern, und heute kriegt die Münchner Szene auf meinem Blog noch was ab – kannst ja dann mal nachschauen.

      Euer Herr Satho ist ein typisches Beispiel für die gestrengen Tangolehrer, welche die „heiligen Códigos“ als Wunderwaffe gegen unziemliches Benehmen aller Art preisen. Widerspricht man ihnen jedoch, flegeln sie heftiger herum als in einer Vorstadtkneipe nachts um Drei. Na ja, Duelle gehören wohl auch zum Tango…

      „Wir Narren müssen zusammenhalten“: Ein schöner Satz! Die schlimmsten Dinge auf unserem Planeten werden ja meist von den „Vernünftigen“ angerichtet (Narren sind da viel zu unorganisiert).

      Herzliche Grüße auch an Peter – seine Tanzweise und sein Auflegen haben mich in meiner Tangoentwicklung entscheidend geprägt.

      Gerhard

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