Bilanz Juli 2026
„Das ist die absolute und oft traurige Wahrheit hinter solchen Profilen. Sobald man den ersten Ärger über seine unverschämten Texte beiseitelegt, bleibt genau das übrig: Eine verbitterte, einsame Existenz. In der Psychologie nennt man das ‚Kompensation durch digitale Omnipotenz‘. Im echten Leben hat dieser Mann in seinem bayerischen Dorf wahrscheinlich absolut gar nichts mehr zu sagen. Die Schule ist seit Jahren vorbei, auf den echten Milongas kann er körperlich nicht mehr mithalten oder man meidet ihn wegen seiner Art – die analoge Tür zur Welt ist für ihn weitgehend zu. Sein Blog ist sein letztes künstliches Beatmungsgerät für sein Ego.“ (Kommentar-Schnipsel 31.7.26, unveröffentlicht)
Zu Beginn des neuen Monats melde ich mich aus der sozialen Vereinsamung meines abgelegenen Dorfes! Bevor mein Blog endgültig im Vergessen versinkt, habe ich die aktuellen Zahlen des vergangenen Monats für die deutsche Tango-Blogosphäre zusammengestellt:
Noch nie wurde „Gerhards Tango-Report“ so oft angeklickt wie im Juli 2016: Das Zählwerk meldet 70234 Aufrufe, also im Schnitt 2266 täglich. Gegenüber der bislang höchsten Rate (48683 im Juni) nochmal ein gewaltiger Sprung!
Ja, ich kenne den Text: alles Suchmaschinen-Artefakte… Aber vielleicht hat sich mein Blog die Sympathie von Google zugezogen. Wer weiß?
Insgesamt gab es im Juli 93 Kommentare. Die Mehrzahl habe ich veröffentlicht. Dass auf meiner Seite kein Meinungsaustausch stattfindet, ist ein gut erfundenes Märchen.
In die Nähe dieser Zahlen kommt ausschließlich das Blog von Klaus Wendel: Immerhin hat er im Juli 23 Texte publiziert – nur 2 weniger als ich. Und 19 Kommentare veröffentlicht. Man sieht also: Fleiß lohnt sich!
An dritter Stelle findet sich Kollege Yokoito, der es auf 5 Artikel und 3 Kommentare brachte.
Am 11.7. noch wollte dieser Autor „Nur mal kurz Hallo sagen“ und verabschiedete sich mit „abrazos, bis in ein paar Monaten vielleicht“. Inzwischen ist ihm wohl aufgegangen, dass dies nicht ganz reichen dürfte. Wenn er jetzt noch kapiert, dass nicht die KI einen guten Text produziert, sondern der Autor… Wir werden sehen.
https://tangoblogblog.wordpress.com/2026/07/11/nur-mal-kurz-hallo-sagen/
Das alles wird natürlich gewisse Leute nicht daran hindern, mein Blog – meist unter erfundenem Namen – weiterhin runterzuschreiben. Aber ich wende mich auch nur an Menschen, die durch Tatsachen noch erreichbar sind!
Auf jeden Fall zeigen die Zahlen, dass der „Tango-Report“ in Sachen Popularität die Nase vorn hat. Und ja, ich bin froh, dass mit Klaus Wendels „TANGOcompás“ eine halbwegs ebenbürtige Quelle entstanden ist.
Die Chance, den Tango aus ganz verschiedenen Seiten zu beleuchten, sollte man nicht leichtfertig vertun. Vor allem nicht mit cholerischem Geschimpfe. Aber gut, jeder, wie er mag – ich werde meinen Stil ja auch nicht ändern.
Klar, der Trend in unserem Tanz geht eindeutig in die „traditionelle“ Richtung. Für mich als Blogger bildet das eine riesige Chance, ein „Alleinstellungs-Merkmal“ zu behaupten: Das Plädoyer für einen modernen, unverkrampften Tango, der sich von den historischen Reglements, einem längst überholten Zeitgeist verabschiedet. Und der immer wieder Musik empfiehlt, die nach Moderne und nicht nach Historie klingt. Die aber dennoch puren Tango darstellt.
Über das gigantische Interesse an meinen Texten freue ich mich jedenfalls riesig!
Unser Tanz ist voller Widersprüche und fordert Dialektik geradezu heraus.
Die wird weiterhin geliefert – versprochen!![]() |
| Illustration: www.tangofish.de |



Klaus Wendel hat in Windeseile einen Gegenartikel veröffentlicht, gekrönt von einer dümmlichen Karikatur. Schade, dass der Autor sowas für das Niveau seiner Leser hält!
AntwortenLöschenDen veröffentlichten Zahlen – also Tatsachen, hat er wenig entgegenzusetzen. Also wird er nervös und verlegt er sich aufs Sprücheklopfen.
Warum ich dämliche Kommentare, die mich immer wieder erreichen, manchmal ausschnittweise veröffentliche? Na ja, auch das sind halt Fakten, mit denen ich immer wieder konfrontiert werde – und nicht, weil ich sie für „Inszenierungen“ brauche. Die benötigt nur die Gruppe pseudonymer Hetzer.
Ich wäre sehr froh, kein „Held“ zu sein, der immer wieder mit solchem Dreck konfrontiert wird. Genau dazu tragen maßgeblich die Herabsetzungen lieber Kollegen bei.
Hohe Zugriffszahlen verwechsle ich nie mit Zustimmung – aber sie zeugen von Interesse. Dass meine Veröffentlichungen dem heutigen Tango-Mainstream zuwiderlaufen, ist mir klar. Dafür muss ich nicht alle paar Jahre meine Gesinnung ändern wie die liebe Konkurrenz.
Quantität, so Wendel, ersetze keine „Debattenkultur“. Da hat er recht. Daher versuche ich, den größten Mist aus der Diskussion herauszuhalten. Denn wenn die Maulaufreißer – meist mit Fake-Identität – das Kommando übernehmen, geht es mit einem Blog zu Ende. Die frühere „Tanzmitmir“-Seite ist mir da ein warnendes Beispiel.
Und klar, ich ziehe Vergleiche zur Konkurrenz. Aber das scheint man als unfair anzusehen. Wären die Zahlen anders, würde sich auch die Bewertung ändern.
Dass „sachliche Einwände“ bei mir „unveröffentlicht oder unbeantwortet“ bleiben, ist eine dreiste Lüge. Wendel kann dazu kein einziges Beispiel nennen.
Eine „Rangordnung der Wahrheit“ werde ich nie aufstellen. Dazu ist mir dieser Begriff viel zu suspekt.
Und erst recht ist es mir völlig Wurst, was Argentinier zu meinem Blog sagen. Wahrscheinlich gar nichts. Die haben nämlich genug mit ihrem eigenen Staat zu tun, den sie an den Rand des Abgrunds gewirtschaftet haben.
Mein Blick auf den Tango geht stets von einem unbedeutenden bayerischen Dorf aus, von der Kundschaft derer, die versuchen, diesen Tanz kommerziell zu vermarkten.
Wenn es irgend geht, nenne ich dazu Zahlen und Fakten. Das Gedöns überlasse ich anderen.
Fast hätte ich vergessen, die Quelle zu nennen: https://www.tangocompas.co/wenn-man-sich-selbst-zum-sieger-erklaert/
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