Kommentare, Kommentare…
Das Blog, auf dem man nicht kommentieren darf, hat auch im August eindrucksvolle Ergebnisse aufzuweisen:
Im letzten Monat gab es hier 84 Kommentare – davon habe ich 47 veröffentlicht, was knapp 56 Prozent ausmacht.
Früher waren das weit mehr. Seit Bestehen des Blogs wurden von 6740 Kommentaren 6150 auch hochgeladen, was etwas über 91 Prozent entspricht. (Bitte nachrechnen!)
Die Behauptung, auf meiner Seite werde vorwiegend „zensiert“, ist etwa so realistisch wie das Wahlprogramm der AfD.
Solche Zahlen werden dann gerne als „Erbsenzählen“ beschrieben. Na ja, ich kann wenigstens zählen. Bei manchen Kommentatoren habe ich da Zweifel. Von der Genauigkeit und Sorgfalt eines Gregor Mendel ist man jedenfalls Lichtjahre entfernt.
Der Umschwung kam vor zirka 6 bis 7 Jahren: Während vorher die Leser-Anmerkungen eher positiv ausfielen und unter nachvollziehbarer Identität eingestellt wurden, häuften sich danach anonyme (oder unter Falschnamen) zugesandte Beiträge, die weniger den Inhalt als meine Person als Zielscheibe verwendeten. Die Corona-Krise tat ihr Übriges.
Ist mein Stil in den letzten Jahren schärfer geworden? Im Gegenteil: Beim Ansehen alter Texte finde ich sehr oft Passagen, die ich heute eher abmildern würde.
Ich meine, es hat im Tango einen deftigen Personalwechsel gegeben: Während früher im Netz Liberale dominierten, welche auch mal über sich selber lachen konnten, geben heute Leute den Ton an, die eher dogmatisch und intolerant daherkommen.
Viel trägt dazu bei, dass es im Tango immer mehr ums Geldverdienen geht: Wo man kein Geschäft machen will, kann auch keines geschädigt werden – und umgekehrt.
Mit allerlei „Kommentar-Bedingungen“ habe ich versucht, der Pöbelei Herr zu werden – mit der Folge, dass man mir „Inkonsequenz“ vorhielt. Teilweise zu Recht. Vorwiegend waren das aber Leute, die jede Regelung zu unterlaufen versuchten, während man im Tango strenge Regeln fordert.
Oft lösen sich Probleme dadurch, dass man sehr einfache Fragen stellt: Wer zwingt mich denn, um irgendwelche „Kommentar-Bedingungen“ zu feilschen?
Daher, liebe Besserwissende,
natürlich dürfen Sie schreiben, was Sie wollen. In der Zeit wird die Welt wenigstens von Ihrer sonstigen Nerverei verschont. Und es schult ja Ihre oft noch dürftige Sprachbegabung.
Ob der Beitrag veröffentlicht wird, kann ich jedoch nicht garantieren. Jedenfalls nicht auf meinem Blog. Das unterliegt ausschließlich meinem oft sehr subjektiven Geschmack. Eventuell wirds nicht gleich und in vollem Umfang was, sondern vielleicht später mal als Zitat in einer Zusammenfassung unter dem Titel „Schwachsinn des Monats“ oder so.
Ihre Chancen auf Veröffentlichung steigen, wenn
· sie mir den Text, wie angeboten, als Mail schicken: mamuta-kg@web.de
· Sie sich auf den Inhalt meines Artikels und nicht meine Person beziehen
· Ihr Beitrag mehr der Information als der Gehässigkeit dient
Aber, wie gesagt, garantieren kann ich nichts. Vielleicht finde ich ihre Schreiberei auch einfach langweilig und öde. Oder sie passt sonst wie nicht auf mein Blog. Jedenfalls sind Sie voll und ganz meinem persönlichen Geschmack unterworfen. Aber Sie können es ja öfter versuchen. Nur Mut!
Lustig finde ich es, wenn Sie in einem Kommentar betonen, ich würde ihn sicherlich nicht veröffentlichen. Da haben Sie oft – wenn auch nicht immer – Recht.
Eindruck macht es jedenfalls, wenn Sie sich als Akademiker(in) ausgeben. Tipp: Ärzte und Anwälte hatten wir schon. Psychiater ebenfalls. Wie wäre es mal mit einer Pfarrerin oder einem Politologen? Auch denen könnten Sie unglaublich Gescheites in den Mund legen. Ein hochrangiger Offizier würde auch was hermachen.
Also, lassen Sie Ihrer Begabung, wie groß sie auch sein mag, freien Lauf! Es wird schon werden.
Herzliche Grüße
Ihr Gerhard Riedl
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| Tango anonym * www.tangofish.de |



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