Was man doch wohl noch sagen darf
Klaus Wendel hat gestern wieder mal schärfstens mit mir abgerechnet. Kostprobe:
„Nuhr darf Frauenmorde in eine Nummer einbauen. Riedl darf das zur Kunstform erklären.“
Nein, wirklich nicht! Ich habe als Magier nicht mal die „zersägte Jungfrau“ vorgeführt. Meine Frau hat sich standhaft geweigert, in eine solche Kiste zu steigen. Vielleicht, weil sie mich vorher kennengelernt hat.
Der Kollege weiß auch, wozu scharfe Sprüche führen können:
„Die Kritiker sollen bitte die Klappe halten. Und wenn sie das nicht tun, kommt Post vom Anwalt.“
https://www.tangocompas.co/satire-ironie-und-die-beleidigte-pointe/
Na ja, mit solchen Forderungen habe ich ja inzwischen Erfahrung. Mittels Kosten von knapp 600 Euro wollte man mich per Abmahnung beeindrucken. Na gut, ich habe das Geld umgehend überwiesen. Freie Meinungsäußerung scheint manchmal gebührenpflichtig zu sein.
https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/05/vom-strafbewehrten-unterlassen.html
Aber weil wir grade dabei sind, so feinsinnig über Grenzverletzungen zu parlieren, habe ich einmal zusammengestellt, was Leute, die mir eine Abmahnung zukommen lassen, selber so heraushauen:
„Bevor Riedl sich selbst zum moralischen Oberaufseher der Tangoszene erklärte, unterrichtete er Biologie. Fachlich solide, sagen manche – menschlich eher selektiv. Schon im Klassenzimmer sortierte er: Wer sich anpasste, bekam Zustimmung. Wer Fragen stellte, stieß auf Widerstand. Pädagogik als Machtdisziplin – ohne das Echo echter Beziehung.“
„Der Mann, der 2.500 Milongas besucht haben will – ohne je wirklich dabei gewesen zu sein“
„Die stille Post der Egos – wie Riedl sich seine Stasi hält
Was öffentlich nicht mehr funktioniert, erledigen seine stillen Informanten. Screenshots, Flüstern, Denunziation – alles unter dem Deckmantel der ‚Szene-Transparenz'. Doch in Wahrheit handelt es sich um eine Armee digitaler Schatten, die liefern, um dazuzugehören.“
„Wie kann sich Riedl eigentlich erlauben, ohne jede tänzerische Relevanz über andere zu urteilen? Er war einst Showtänzer im Standardbereich – allerdings immer auf den letzten Plätzen.“
„Riedl ist kein Kritiker – er ist ein Henker mit WLAN.“
„Wer sich auf Riedls Seite verirrt, findet kein Feuer – sondern Asche. Kommentare von Tangueras, die nicht zum Tanzen kommen, von Tänzern, die lieber schreiben als führen.“
„Am Ende bleibt der Eindruck einer tragischen Figur. Einer, der sich ein Leben lang bemüht hat, wichtig zu sein – und nun am Rand steht, umgeben von Ja-Sagern, Informanten und verlegten Fußnoten.“
„Wer nichts investiert, wird eben nur billig tanzen. Das reicht nicht einmal für einen Auftritt auf dem Pörnbacher Dorfplatz – dort, wo selbst die Tauben vom Dach gelangweilt zuschauen. Applaus? Nein, danke. Die Tauben liefern höchstens einen Kommentar von oben – zielsicher und eindeutig.“
„Oberlehrer der besten Güte. Zauberkünstler ohne Applaus. Buchautor eines Werkes, das sich höchstens als Anzünder im Kamin empfiehlt.“
„Bei Lesungen zu seinem Buch soll es sogar Applaus gegeben haben – nicht wegen des geistigen Einfallsreichtums, sondern aus Mitleid.“
„Gerhard blickt auf angeblich 50 Jahre Tanzerfahrung, 25 Jahre Tango und über 2.500 Milonga-Besuche zurück. Okay, es waren knapp 200. Und viele davon hat er einfach mehrfach besucht.“
„Wenn nichts mehr hilft, spielt seine Frau Geige. Und er tanzt nach ihrer Pfeife.“
„Bei Riedl wird nicht gefühlt, sondern abgespult – und am Ende klatscht man höflich. Nicht aus Begeisterung, sondern aus Mitleid.“
„Wenn Gerhard eine Milonga betritt, ist eines sicher: Die Stimmung sinkt. Und es riecht nach Friedhof.“
„Sein Buch – ‚Der große Milongaführer‘ – wird auf Amazon für ’n Appel und ’n Ei verramscht. (…) Und wer es doch gekauft hat, dem bleibt wenigstens eine sinnvolle Verwendung: Ab in den Holzofen. Denn wenn es dort leise knistert, darf ruhig Musik laufen – nur bitte kein Piazzolla.“
„Er ist ein Kritiker ohne Haltung, ein Meinungsmacher ohne Maß, ein Blender mit Tastatur – oder wie man ihn auch nennen kann: die schreibende Tango-Wurst Deutschlands.“
Das darf man doch wohl noch sagen? Ja, klar – vor allem, wenn man weiß, wer’s schreibt!
Sicherlich hätten aber solche Zitate durchaus gereicht, dem Autor ebenfalls eine gebührenpflichtige Abmahnung zukommen zu lassen. Aber hätte er daraus was gelernt? Ich fürchte: nein. Da halte ich mich lieber an ein weiteres Zitat aus seiner Feder:
„Du wirst weiterschreiben. Und das ist okay.“
Ja, da kann er sich drauf verlassen. Garantiert!
P.S. Hier noch meine gewaltfreie Lösung zur Zerteilung von Frauen:


Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Kommentare sind derzeit nur per Mail an mich möglich: mamuta-kg@web.de