Nun mach doch mal!

Gestern erreichten mich Kommentare von einer Person, die es unter dem angegebenen Namen wohl nicht gibt – und ob sie weiblichen Geschlechts ist, harrt noch der Bestätigung. Ich solle doch per Video endlich (?) mal beweisen, was ich Schönes übers Tangotanzen behaupte. Speziell zu einem von mir geschätzten Musikstück:

https://www.youtube.com/watch?v=_1JGwZGOY8o

Nun gibt es aus dem Pörnbacher Wohnzimmer bereits eine Reihe von Videos, die teilweise für heftige Häme sorgten:

https://www.youtube.com/watch?v=gWMf_1AXvvw

https://www.youtube.com/watch?v=QAroZ3GDepc

https://www.youtube.com/watch?v=xim9hjOF4bc&list=RDxim9hjOF4bc&start_radio=1

https://www.youtube.com/watch?v=HbAv9z0vOuY&list=RDHbAv9z0vOuY&start_radio=1

https://www.youtube.com/watch?v=fX4SXOPa4cY&list=RDfX4SXOPa4cY&start_radio=1

https://www.youtube.com/watch?v=GbSEuNbnWlE&list=RDGbSEuNbnWlE&start_radio=1

Und bei meiner Tanzpartnerin Manuela Bößel könnte man sogar etwas zur entspannten Haltung lernen:

https://www.youtube.com/watch?v=0NTRZPMgB3w

Meines Wissens hat keiner meiner verehrten Kritiker eine solche Fülle von Informationen ins Netz gestellt:

https://milongafuehrer.blogspot.com/search/label/Was%20Ihnen%20Ihr%20Tangolehrer%20nicht%20erz%C3%A4hlt 

Dennoch forderte mich meine Kommentatorin auf: „Lassen Sie Taten folgen.“

Na gut – ich machte ihr ein Angebot:

„Liebe Frau Heinrich,
grundsätzlich steht unser Wohnzimmer für Interessierte offen. Sie können uns also gern mal zu einer Tanzrunde besuchen. Hoffentlich auch mit Ihnen! Dann lege ich das Stück auf.
Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum. Ein Termin wird sich finden.“

Das ist übrigens völlig ernst gemeint: Wer mal in der Gegend ist, darf sich gerne bei uns melden und bei unseren gelegentlichen Tanztreffs im Pörnbacher Wohnzimmer mitmachen!

Wie ich schon voraussah, ging die Dame (?) auf mein Angebot mit keinem Wort ein. Stattdessen eine abenteuerliche Umkehr: „Ach, Herr Riedl, lustige Ausrede. Sie sind also tatsächlich eine kleine ‚Schisshose‘, wenn's eng wird.“ (Kommentar nicht veröffentlicht)

Ah so… ich!

https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/07/von-den-fehlenden-freiheiten.html?showComment=1783586001709#c6512125261630179504

Mal grundsätzlich gesagt:

Karin und ich sind keine Tangolehrer – wir haben noch nie versucht, mit Unterricht Geld zu verdienen. Wer mal mit uns üben (oder auf einer Milonga tanzen) möchte – gerne. Aber das war es dann auch!

Ich habe nie behauptet, über den „Stein der Weisen“ zu verfügen, der tänzerisches Pech in Gold verwandelt. Allerdings meine ich, nach über einem Vierteljahrhundert Tango etliche Erfahrungen und Ideen zu haben, die auch für andere nützlich sein könnten. Vor allem aber habe ich immer wieder erlebt, was ziemlich sicher nicht funktioniert.

All das biete ich in einer Fülle von Beiträgen zum Lesen, Überlegen und Ausprobieren an – oft gewürzt mit Ironie und Satire, damit es nicht langweilig wird.

Wer meint, für sich (und hoffentlich auch die Partnerinnen und Partner) die optimale Art zu tanzen gefunden zu haben: Gratulation! Der braucht meine Ratschläge nicht, sondern soll gerne mit seinem Tanzstil glücklich werden.

Ich weiß nur nicht, wieso sich manche Leute immer wieder auf mein Blog stürzen und nicht rasten und ruhen, mir zu beweisen, wie schief ich liege. Davon wird ihr Tanz nicht besser (und meiner auch nicht). Hat man Angst, ich könnte Neulinge auf falsche Fährten locken? Aber das Publikum ist nicht so dumm, wie manche Blogger und Kommentatoren glauben. Viele merken schon, wenn was nicht funktioniert. Und da haben sie beim heutigen Unterrichtsangebot viel Auswahl.

Vor allem habe ich gelernt, dass man beim Tango wenig mit letzter Sicherheit behaupten kann. Daher meine ich, dass Vokabeln wie „richtig“ und „falsch“ Gift für unseren Tanz sind. Und dass man sich aufs Gefühl statt auf die Ratio verlassen sollte.

Es würde mir ja schmeicheln, wenn nun weitere Videos aus meiner Werkstatt aus echtem Interesse gefordert würden. Aber das ist bei solchen Leuten nicht der Fall – man möchte nur weitere Anlässe haben, um über mich herzuziehen. Nein, danke!

Dazu kommt: Ich bin nun 75 geworden, und das ist ein Alter, in dem man in verschiedener Hinsicht in „Pension“ gehen darf. Schreiben geht noch, Tanzen auch – so lange ich’s nicht übertreibe. Aber da hilft ja die tranige Musik auf den meisten Milongas. Die Zauberauftritte habe ich schon seit 2 Jahren aufgegeben – diese Kunst verlangt höchste Konzentrationsfähigkeit und Präsenz, die Abstürze wären senkrecht.

Glücklicherweise habe ich eine Vielzahl von Zaubereffekten per Video festgehalten. Und es gibt auch einige satirische Tango-Videos:

https://www.youtube.com/@gerhardriedl8467

Wer also nach Bilddokumenten von mir sucht, wird reichlich fündig – insgesamt sind es über 100 Videos!

Ich werde aber sicher kein Thema behandeln, nur weil irgendein Hansel das von mir fordert: „Nun mach doch mal!“

Echt? Ist das die Art, wie ihr mit anderen kommuniziert?

Da wünsche ich viel Glück!

Kommentare

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