Sprühende Funken der Kritik
Im Teil 39 seiner „Gedanken zum Tango-Unterricht“ (eigentlich ein Nachtrag zu Teil 38) kündigt Klaus Wendel nun die Enthüllung der letzten Tango-Geheimnisse an. Aber die kommen erst im Teil 40, auf den wir nun alle gespannt warten.
Interessant sind aktuelle Kommentare dazu: Der Tango-Experte Christian Beyreuther hält sich nicht lange mit diesem Thema auf, sondern kommt gleich zum wesentlichen Punkt – zu mir: Schätzungsweise 90 Prozent meiner Artikel behandelten das Thema „Riedl gegen Wendel“. Na ja – wenn man die anderen Themen nicht mitzählt, kann das hinkommen…
Die Abrechnungen, Spitzen und Fixierungen wiederholten sich nur noch.
Na, lieber Christian, wenn das stimmen würde, kann ich mir die hohen Zugriffszahlen nicht erklären. Irgendwann müssten die Leute doch merken, dass da immer wieder das Gleiche steht!
Und wieso müssen es nun wieder lange Kommentare zu meiner Person sein, wenn doch Klaus Wendel so tolle tänzerische Darlegungen liefert?
Der antwortet gleich zweimal. Inhalt? Nix zu seinem Text, dafür viel über mich.
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Anfangs hätten Christian Beyreuther meine Texte durchaus beschäftigt, nun aber nicht mehr – mangels „wirklichen Stellenwerts“. Es sei ihm nun egal, ob ich Videos seiner Veranstaltungen veröffentlichte oder ihn selber „bildschirmfüllend“ bloßstelle.
Okay, es kann natürlich auch sein, dass der Gute gemerkt hat, dass er es nicht verhindern kann. Probiert hat er es mehrfach – inklusive juristischer Drohungen. Nun sind dem Fuchs die Trauben, an die er nicht kommt, zu sauer. Sehr überzeugend!
Gedanklich bewege ich mich in einer „Blog-Zeit von vor 15 Jahren“. Diesen Vorwurf nehme ich von Leuten, die gerne zu einer 80 Jahre alten Musik tanzen, gefasst entgegen.
Ich würde es „kaum ertragen“, „wenn andere Menschen eine eigene Meinung haben“. Doch – gerade von unterschiedlichen Auffassungen lebt mein Blog. Und im Gegensatz zu anderen bedrohe ich ihre Urheber nicht mit Abmahnungen.
Interessant ist auch das Argument, ich verlöre meine „Glaubwürdigkeit“, da ich oft dieselben Milongas besucht hätte. Na, das ist ja im Tango ganz ungewöhnlich, dass man Lieblingsveranstaltungen hat… Insbesondere, wenn man dem stets ähnlichen Gedudel auf vielen Milongas ausweichen möchte!
Übrigens habe ich Christian Beyreuther noch nie auf einer Veranstaltung erblickt, die auch moderne Tangomusik anbietet. Hat er vielleicht auch seine speziell bevorzugten Milongas? Skandal!
„Wer fordert, muss auch liefern können.“ Na, dann warte ich mal auf ein halbes Dutzend Vortanz-Videos des Meisters. Ich hab da schon längst vorgelegt!
Herr Beyreuther sprich mit Blick auf mich von „zwei Büchern“. Da komme ich ins Grübeln: Tatsächlich habe ich einige mehr geschrieben, über ganz verschiedene Themen. Zum Tango war es nur eins, das allerdings in drei Ausgaben.
Aber solche lästigen Details verwirren wohl nur, wenn man eh recht hat…
„Außerhalb meines engsten Umfelds“ werde mein Blog „vielfach nicht mehr ernst genommen“. Ich sei inzwischen eine „Randerscheinung“.
Dann verstehe ich nicht, warum man dazu nun einen Kommentar nach dem anderen heraushaut, statt sich mal mit Wendels Artikel näher zu befassen. Aber der scheint uninteressant zu sein. Sehr schade!
Auffallend sei auch mein „permanenter Rechtfertigungsdrang“. Eben – wo der doch im Tango so selten ist! Zudem scheint es in unserem Tanz nicht erwünscht zu sein, seine Ansichten – wenn abweichend – zu verteidigen. Das darf man anscheinend nur, wenn man im Chor mitsingt. Aber dann ist es eigentlich unnötig…
Vorgeworfen wird mir eine „permanente Beobachtung“ der Konkurrenz. Sorry, aber das gehört halt zum Journalismus! Wer es anders lieber mag, soll den „Playboy“ kaufen. Da sind auch ein paar Bilder drin.
Lachhaft ist auch die Feststellung, ich verfügte über keine „jahrzehntelange Tangoerfahrung“. Na ja, zweieinhalb Jahrzehnte sind es schon… In dem Zusammenhang wäre es interessant, wann Herr Beyreuther eigentlich mit dem Tango angefangen hat – und ob er über Praxis in anderen Tänzen verfügt. Ich sage voraus, dass es hierzu kaum Auskünfte geben wird.
Tatsächlich hat Herr Beyreuther nun Auskunft gegeben (siehe Kommentare bei der werten Konkurrenz): Ernsthaft mit dem Tango angefangen hat er 2009. Also 10 Jahre später als ich. Und er hat tänzerische Vorerfahrungen. Sehr gut! Seitdem hat er eine beeindruckende Menge Stunden genommen. Ob es ein gutes Zeichen ist, wenn man derartig viel Unterricht braucht, sei dahingestellt.
Er hat demnach die "wilden Zeiten" im Tango nicht mehr erlebt, sondern halt den Rücksturz in historische Auffassungen. Das ist schade, aber dafür kann er nichts. Er folgte halt der in diesen Kreisen gängigen Sichtweise, moderner Tango sei wertlos.
Auf Veranstaltungen mit zeitgenössischer Tangomusik habe ich ihn nie gesehen. Diese Wirklichkeit blendet er lieber aus.
Ich habe mich noch nie zur „Autorität im Tango“ erklärt (da kenne ich ganz andere). Ich schreibe schlicht als „Tango-Endverbraucher“, als Kunde und Konsument. Und da verfüge ich über eine Menge Erfahrungen. Das als „gelegentliche Wohnzimmeraktivitäten“ abzutun, ist schon krass.
Klaus Wendel hält meine „Dauer-Blog-Beschattung“ für „wahnhaft und krank“.
Gut, dass mir Prozesshanselei nicht liegt. Dagegen würde ich mit einer Abmahnung wohl durchkommen. Aber wir wissen ja, wer’s sagt…
Ich schreibe Blogger-Kollegen ganz bestimmt nichts vor. Jeder hat die Freiheit, sich um Kopf und Kragen zu veröffentlichen.
Einen Tipp erlaube ich mir dennoch: Euer Problem ist, stets mit dem Holzhammer draufzuhauen. Jeder überbietet den anderen noch an verbalem Radikalismus: Da ist alles ganz schlimm, noch schlimmer, am schlimmsten. Aber Gedöns verbraucht sich schneller als intelligente Spitzen, süffisante Anmerkungen. Und Gorilla-Trommeln macht unsympathisch. Speziell bei Frauen. Aber auf die kommt es ja nicht an.
Vor allem aber müsste man sich endlich mal entscheiden, ob meine Arbeit völlig uninteressant ist oder eine grässliche Gefahr für den Tango darstellt. Und dann die sprühenden Funken nicht zu nahe an die Decke halten. Wir wissen, wie das endet…
Zum Nachlesen:
https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comments
Ansonsten gilt: ausschneiden, laminieren und ans Revers stecken!

Im sehnlich erwarteten Teil 40 seiner Artikel zum Tangounterricht liefert Klaus Wendel das großspurig Angekündigte leider nicht. Daher spare ich mir eine Besprechung.
AntwortenLöschenhttps://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-40-teil/
Klaus Wendel hat nun wieder sein Blog für meine IP-Adresse gesperrt.
LöschenGlänzendes Vorbild sind offenbar die Machthaber im Iran, die derzeit ja auch versuchen, das Volk vom Netz zu nehmen.
Na gut, das macht meine Arbeit etwas mühsamer, aber nicht unmöglich. Gleichzeitig schreibt man weiter Kommentare über mich. Das ist sehr erfreulich, weil es die Verbreitung meiner Texte steigert!
Inzwischen ist mir jetzt – wie durch Zauberhand – der Zugang auf Klaus Wendels Seite wieder möglich. Per Mail versichert der Kollege nun: Er war für die Sperre nicht verantwortlich.
LöschenNa gut – dann scheinen auf Wendels Blog böse Mächte ihr Unwesen zu treiben. Darum sollte er sich mal kümmern.
Zitat aus seiner Zuschrift:
„Außerdem bitte ich Sie, künftig davon abzusehen, öffentlich zu beanstanden,
– wie oft oder wie selten ich auf meinem Blog schreibe,
– dass ich Beiträge lösche,
– Inhalte verändere oder
– Kopiersperren verwende, weil Sie das beim Kommentieren einschränkt.“
Dass er Kopiersperren verwendet, gibt er zu.
Im Übrigen droht er mir mit einer Verleumdungsklage.
Na ja, schau’n wir mal.
Ich kann nur versichern, dass ich stets darauf achte, die gesetzlichen Grenzen einzuhalten. Eine juristische Überprüfung steht jedermann frei.
Zur zeitweisen Sperrung des Zugangs auf Klaus Wendels Website:
LöschenGut, Herr Wendel behauptet, sie sei nicht durch ihn erfolgt.
Dann finde ich es schon seltsam, dass die Sperre ausgerechnet den Hauptkritiker seiner Seite betraf. Wie wir überprüft haben, trat sie bei anderen Nutzern nicht auf. Offenbar betraf sich genau nur meine IP-Adresse.
Herr Wendel riet mir in seiner Mail, ich solle mich dann eben an meinen Provider oder die Bundesnetzagentur wenden.
Das werde ich sicherlich nicht tun! Klaus Wendel ist als Betreiber seines Blogs dafür verantwortlich, was auf seiner Seite passiert.
Interessant finde ich jedenfalls, dass nach meinem Protest der Zugang plötzlich wieder möglich war.
Wunder über Wunder…