Nicht nachmachen!
Als ich vor 15 Jahren mein Tangobuch herausbrachte, kam mir nicht in den Sinn, dass ich mich mit einer Sekte anlegte. Inzwischen ist mir das Muster klar: Wer einmal dabei ist, sollte keine öffentlichen Zweifel anmelden. Man gilt dann als Verräter und Nestbeschmutzer, wird totgeschwiegen oder – wenn das nichts hilft – öffentlich diffamiert. Erst recht, wenn man ein Blog etabliert, in dem es zu Satire kommt. Und der Sekten-Charakter hat seither noch stark zugenommen.
Ich habe mich stets nach Kräften bemüht, den Fokus nicht auf Personen, sondern auf Verhältnisse zu richten. Das treibt meine werten Kritiker nicht um: Da geht es voll gegen die Person – sachliche Hintergründe sind völlig egal.
Inzwischen hat man KI-generierte Denunziations-Seiten etabliert, die jeden meiner Artikel in einer völlig verzerrten, depperten Kurzform beschreiben.
https://www.tangocompas.co/radio-riedl-wahn-antwortet/
Nur ein Beispiel: Meinen letzten Beitrag – „Für ein paar Silberlinge“ – interpretiert man nun so, als hätte ich mich mit Jesus verglichen. Nein, natürlich nicht! Eher schon war es ein Vergleich mit den damaligen Verrätern und Denunzianten. Deren Charaktere bleiben über die Jahrhunderte ziemlich ähnlich.
„Der Judas sitzt nicht bei den Kritikern“, so die mutige Behauptung. Muss er auch nicht – bei dieser Personalunion!
https://tangoblogblog.wordpress.com/2026/01/04/jeden-tag-eine-gute-tat/
https://www.tangocompas.co/radio-riedl-wahn-antwortet/
Die Methode ist klar: Immer voll gegen die Person, keine Differenzierungen oder Abwägungen, null menschliche Achtung. Und das in einem Tanz, bei dem man angeblich „respektvoll“ miteinander umgeht. Guter Witz!
Ich mag die Namen dieser Leute nicht mehr nennen. Sie sind es nicht wert. Wenn sie das Image des Tango ruinieren wollen – bitte! Aber da kann man eh nicht mehr viel kaputtmachen.
Wer sich also mit dem Gedanken trägt, über Tangothemen Witziges oder gar Satirisches zu veröffentlichen, sei gewarnt: Es wird nicht gut enden! Voraussichtlich gerät man alsbald in den Fokus knallharter Ideologen, die einem Belehrungen, widrigenfalls Verdammungen zukommen lassen. Im Tango hat man nicht zu zweifeln, sondern zu glauben!
Insbesondere wird es eng, wenn die Kritik zu einem Rückgang der Einnahmen führen könnte. Es sei verwerflich, wenn ich auch nur einen Interessenten vom Besuch seiner Encuentros abbringe, schrieb mir einmal ein Veranstalter. Stichwort: „Geschäftsschädigung“. So funktioniert das Hirn solcher Leute: An den Synapsen klappern Münzen.
Religiöse Sekten arbeiten genau nach diesem Prinzip: Es sind Wirtschaftsunternehmen, die Glauben verkaufen. Ob Armageddon oder Tango-Workshops: Das Geld kommt von den Mitgliedern, die Herz und Geldbeutel zu öffnen haben. Wer das laut ausspricht, wird mit dem Finanzamt oder der GEMA bedroht.
Wie gesagt: Kritische, gar lustige Tangoblogs bieten ein großes Risiko. Lassen Sie die Finger davon – auch von zustimmenden Kommentaren! Jedenfalls, wenn Sie keine Bekanntschaft mit Tango-Exorzisten machen wollen. Oder macht es Ihnen Spaß, dann jahrelang im Internet als Gottseibeiuns verunglimpft zu werden?
Erst recht wirken Druckmittel, falls Sie weiblich sind: Sie werden dann einfach nicht mehr aufgefordert – jedenfalls in den wichtigen Kreisen. Und in die wollen Sie doch, oder?
Ich rate daher: Glauben Sie an die heilige Ronda, den St.Cabeceo sowie die 80 Jahre alte Kirchenmusik!
Und selber? Im Lauf der Jahre ist man an vieles gewöhnt, obwohl ich immer wieder staune, zu welcher Kreativität menschliche Niedertracht führen kann. Vor allem aber bin ich glücklicherweise keine Frau, die mit solchen Männern ihr Leben teilen muss. Nicht mal das auf dem Parkett.
| Gender-Gerd * www,tangofish.de |
Mein Blog gibt es nun seit Ende 2013. Und wenn es die Gesundheit zulässt, wird die Zahl der Artikel noch über die bisherigen 2201 Titel steigen. Mehr Popularität als derzeit hatte meine Seite noch nie. Und das ist ja auch was!
Und meine Argumente wird man nicht mit einigen blöden KI-Sprüchen wegwischen können.
Stahlharte Nerven braucht man allerdings. Darum rate ich allen Interessenten:
Nicht nachmachen!
Den Kollegen Wendel und Yokoito fällt – außer ihren Denunziations-Seiten – offenbar nichts Neues mehr ein. Beide haben ihren letzten Artikel am 19.12.25 veröffentlicht. Seither beschäftigen sie sich nur noch mit meinen Veröffentlichungen, indem sie ziemlich bescheuerte Kurzkommentare publizieren. Bei anderen Tangobloggern liegt der letzte Text noch länger zurück.
AntwortenLöschenKlaus Wendel hat seine Seite nun so konfiguriert, dass man nicht mehr kopieren kann. Zitate muss man nun mühsam abschreiben. Warum nur diese Angst? Wo man doch sowas von Recht hat?
Gerade erreichte mich der folgende Kommentar:
LöschenZu "Klaus Wendel hat seine Seite nun so konfiguriert, dass man nicht mehr kopieren kann. Zitate muss man nun mühsam abschreiben."
Abschreiben ist vielleicht nicht nötig, bzw. der Satz wird vielleicht Spott von technisch versierten "Gegnern" provozieren.
Man kann weiterhin ein Bildschirmfoto erzeugen und den enthaltenen Textabschnitt per automatischer Texterkennung kopieren. Bei mir geht das automatisch.
Viele Grüße
Chajim Meinhold
Lieber Chajim,
Löschenvielen Dank für den Tipp!
Ich bleibe aber bei meiner antiken Methode. Dabei kann man nämlich nachdenken, während man zitiert. Könnte Klaus Wendel auch nicht schaden.
Herzlichen Grüße
Gerhard Riedl