So kann’s weitergehen!

Etwa fünf Wochen ist es her, dass ein werter Dauerkritiker meines Blogs auf die grandiose Idee verfiel, ein Sammelbecken der „Riedl-Kritik“ zu eröffnen. Etwaige Schmähungen meiner Arbeit nimmt er gerne an, um sie auf einer von ihm gegründeten Seite unter einem Titel zusammenzufassen, auf den wohl nur Physiker kommen können:

CRAP: Eine Containment-Umgebung für Riedl-bezogene Anmerkungen als statische Web-Page

Dazu gibt es noch einen Info-Artikel:

https://tangoblogblog.wordpress.com/2025/11/26/crap-ist-gestartet/

Ich habe das damals begrüßt, weil sich dann der Müll nicht mehr auf meiner Seite sammeln muss:

https://milongafuehrer.blogspot.com/2025/11/die-riedl-crap-seite-wird-eroffnet.html

Das wäre doch was: Endlich wird der gesammelte Volkszorn gegen den Pörnbacher Tango-Rebellen zusammengefasst und ein bundesweites Haberfeldtreiben organisiert!

Nach zirka fünf Wochen stelle ich nun enttäuscht fest: Mehr in die Hose gehen kann ein Projekt wirklich nicht! Außer den Eigenkommentaren des Schöpfers (und einem von Klaus Wendel) findet sich auf dem Denunziations-Account genau nichts! Ein Pogrom gegen mich ist ausgeblieben.

Das scheint nun wohl auch dem genialen Erfinder zu klarzuwerden: Während die ersten Reaktionen auf neue Artikel von mir noch halbwegs länger waren, finden sich inzwischen intellektuelle Kapitulationen wie (ich zitiere jeweils den ganzen Text):

„Klar mußte Gerhard dazu einen Text ablassen. Mit vorhersehbarem Inhalt. Ebenso vorhersehbar der Selbst-Kommentar vom selben Tag.“

„Inhaltlich belangloser Füller“

„Hochleistungs-‚Satire‘. Nicht.“

„Oje“

Dem kann ich mich anschließen.

Ich kann da nur den Rat geben: Blogs werden nicht dadurch erfolgreich, dass man darauf wartet, was andere schreiben. Man muss selber gute Texte liefern. Davon ist Yokoito meilenweit entfernt.

Und die restliche Konkurrenz?

Helge Schütt fällt kaum noch etwas zum Tango ein – sein letzter kurzer Beitrag datiert von 17. November des Jahres. Offenbar beschränkt er sich inzwischen auf Rechtspopulismus via Facebook. Auch Jochen Lüders ist seit dem 16.10. tangomäßig in Schweigen verfallen. Klaus Wendel verfasste zuletzt einen depressiven Weihnachts-Artikel, den er inzwischen wieder gelöscht hat. Auch von anderen Dauerkritikern meines Blogs lese ich schon lange nichts mehr.

Ja, was ist denn, ihr Faulpelze? Muss man denn alles allein machen?

Im zurückliegenden Monat gab es auf meinem Blog 24 Beiträge mit 22800 Zugriffen, also 735 pro Tag. Das ist die vierthöchste monatliche Beteiligung seit Bestehen von „Gerhards Tango-Report“.

So kann es weitergehen!

Meinen treuen Leserinnen und Lesern ein glückliches (und lustiges) Neues Jahr – und geht tanzen!

Kommentare

  1. Heute erreichte mich ein Kommentar von Helge Schütt:

    Lieber Gerhard,

    zuerst einmal wünsche ich Dir ein Frohes Neues Jahr 2026!
    Möge Deine Schaffenskraft der Tango Community noch lange erhalten bleiben!
    Und: Herzliche Glückwünsche nachträglich zu Deinem 75. Geburtstag!
    Ich freue mich sehr, dass Du meinen Blog immer noch aufmerksam verfolgst.
    Aber das ist eben der Unterschied zwischen uns beiden:
    Du schreibst Artikel über Tango – und ich tanze auf Festivals und Workshops.
    Ich bin schon sehr gespannt, was uns Joaquin Amenabar in zwei Wochen alles erzählen wird.
    Vielleicht schreibe ich dann einen Artikel darüber.
    Ansonsten musst Du mich jetzt erst einmal wieder entschuldigen.
    Ich muss noch die Sachen üben, die ich bei meiner letzten Privatstunde gelernt habe.

    Liebe Grüße,
    Helge

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  2. Lieber Helge,

    ich danke dir für deine Glückwünsche!
    Schade, dass du inhaltlich nicht näher auf meinen Artikel eingehst. Aber ich nehme das als Beleg dafür, dass man dem Gesagten ernsthaft auch wenig entgegenstellen kann.
    Ich schreibe nicht nur Texte über den Tango, sondern gehe auch ein- bis zweimal die Woche zum Tanzen. Meine letzte Milonga besuchte ich am 27.12. in Freising:
    https://www.tangomuenchen.de/de/tanzen/termin-details/event/event/show/milonga-milonga-de-neostalgia-in-freising-27-12-2025.html
    Am kommenden Sonntag wird die nächste sein. Und dazwischen ist ja auf dem Pörnbacher Parkett viel Platz.
    Ich wäre also sehr dankbar, wenn du die Mär, dass ich mich mit Tango nur im Sitzen beschäftigen würde, nicht weiterverbreitest.
    Ansonsten will ich deinen Übungen natürlich nicht im Wege stehen.

    Ein gutes Neues Tangojahr und beste Grüße
    Gerhard

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    1. Hier ein weiterer Kommentar von Helge Schütt:

      Lieber Gerhard,
      könntest Du es bitte unterlassen, mir Dinge zu unterstellen, die ich nie gesagt habe?
      Ich habe nie behauptet, dass Du Dich mit Tango nur im Sitzen beschäftigst.
      Ich habe lediglich festgestellt, dass Du (im Gegensatz zu mir) weder Festivals besuchst noch Unterricht nimmst.
      Und beides hast Du in Deinen Blog Beiträgen selber oft genug betont.

      Liebe Grüße,
      Helge

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    2. Lieber Helge,

      du hast in deinem ersten Kommentar geschrieben:
      „Aber das ist eben der Unterschied zwischen uns beiden: Du schreibst Artikel über Tango – und ich tanze auf Festivals und Workshops.“
      Ein unbefangener Leser kann das durchaus so verstehen, dass ich halt nur am Computer sitze, während du aktiv tanzt.
      Das ist für mich eine ganz typische Erfahrung: Wenn ich Ansichten anderer wiedergebe, kriege ich oft den Vorwurf, ich hätte sie verfälscht dargestellt.
      Ich kann da nur raten: Leute, drückt euch präzise aus statt hinterher zu reklamieren!
      Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass wir beide über viele praktische Erfahrungen im Tango verfügen – was meine Person betrifft: seit über 25 Jahren. Stattdessen wird von etlichen Leuten die Mär gestrickt, ich würde den Tango vorwiegend von YouTube kennen.
      Dass ich keine Festivals besuche und seit langer Zeit keinen Unterricht mehr nehme (in den ersten Jahren besuchte ich durchaus Kurse), habe ich nie bestritten.
      Ich hoffe, du hältst den Besuch von Kursen nicht für eine zwingende Voraussetzung, um über Tango mitreden zu können. Ich finde, jeder und jede soll sich die Art von Praxis suchen, die ihn oder sie weiterbringt.

      Beste Grüße
      Gerhard

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