Kommentar-Mangel?
In zahlreichen Zuschriften wird mir immer wieder attestiert, aus meinem Blog könne nichts werden. Vor allem, weil ich die Hürden für Kommentare zu hoch setze:
„Die Schotten dichtzumachen, wird Ihre argumentative Demontage vor der Leserschaft jedenfalls nicht mehr aufhalten.“ (20.6.26)
„Die Schotten dichtzumachen oder den Oberlehrer zu mimen, wird diese intellektuelle Kernschmelze nicht mehr aufhalten.“ (20.6.26)
„Aber es ist natürlich deutlich einfacher, unliebsame Kritiker per Mausklick stummzuschalten, als sich diesen logischen Realitäten im offenen Diskurs zu stellen. Sehen wir also zu, wie schnell sich die Schotten dieses Blogs jetzt schließen.“ (17.6.26)
Gerne wird mir dabei auch die werte Konkurrenz vorgehalten, die weit liberaler vorgehe.
Weil nichts so überzeugend ist (oder sein sollte) wie die Realität, habe ich das einmal für den laufenden Monat Juni durchgezählt:
Auf meinem Tangoblog erschienen in dieser Zeit 21 Artikel, dazu gab es 55 Kommentare. Veröffentlicht habe ich allerdings nur 40 davon (also 74 Prozent), weil ich es nicht einsehe, puren Quatsch oder aggressives Gepoltere zu publizieren.
Wie sieht das nun bei den werten Mitbewerbern aus?
Klaus Wendel hat in dieser Zeit 7 Texte herausgebracht, zu denen es ganze 3 Kommentare gab.
Helge Schütt veröffentlichte 3 Artikel mit insgesamt 0 Kommentaren.
https://helgestangoblog.blogspot.com/
Bei Yokoito gab es im Juni bislang 0 Artikel.
https://tangoblogblog.wordpress.com/
Sollte ich ein Tangoblog übersehen haben, auf dem im Juni merkliche Aktivitäten auftraten, wäre ich für eine Information sehr dankbar! Ebenfalls weiß ich natürlich nicht, ob die Kollegen ebenfalls manches nicht veröffentlicht haben. Aber das können sie mir ja mitteilen.
Ich weiß, dass diese Zahlen diverse Zeitgenossen nicht davon abhalten werden, weiterhin den eingangs zitierten Dünnsinn zu verbreiten. Mein Artikel richtet sich auch nur an diejenigen, welche durch Tatsachen noch erreichbar sind!
Und klar, ich kann es schon selber rückwärts herunterbeten: Diese Zahlen sagen überhaupt nichts über die Qualität des Veröffentlichten aus. Und nur wenig zur Aufmerksamkeit, die ein Blog findet.
Auf jeden Fall aber scheint es einem Blog zahlenmäßig nicht zu schaden, wenn man auf ein gewisses Niveau der Kommentare achtet. Das finde ich gut so.
Ich kann daher nur raten, nicht krampfhaft auf die Äußerungen (oder deren Fehlen) zu achten, die ein Artikel hervorruft. Sie sind stark von der herrschenden „Großwetterlage“ abhängig:
In den ersten Jahren meines Blogs (den es seit Ende 2013 gibt), waren die Reaktionen auf meine Texte meist im wahrsten Sinne „Beiträge“. Man fügte halt eigenen Ideen und Erfahrungen an.
Inzwischen ist der Ton weit rauer geworden: Kommentare werden vielfach als Möglichkeit gesehen, den Blogger anzugreifen und herabzusetzen. Um die im Artikel behandelte Themen geht es eher weniger. Die Identitäten der Autoren sind vielfach nebulös. Ob sie überhaupt etwas mit Tango zu tun haben, lässt sich meist nicht recherchieren. Vielfach werde ich wohl mit erfundenen Namen bedient, die eine Vielzahl von Widersprüchen vorgaukeln sollen.
Offenbar bin ich schon längst ins Visier von Leuten geraten, die es mir verübeln, nicht ins Horn des kommerziellen Tango zu stoßen. Das macht mir Mut.
Ich kann daher nur allen Bloggern raten, nicht viel auf Reaktionen zu geben, die einem zur Veröffentlichung angedient werden. Leute, es ist eure Seite und nicht die irgendwelcher Klugschwätzer, die sich bei euch wichtigmachen wollen!
Selber kommentiere ich selten bis gar nicht auf fremden Seiten. Ich konzentriere mich lieber auf die Texte, die mir persönlich vorschweben. Daher:
Schreibt interessante Beiträge – dann wird schon was draus!
In dem Sinn möchte ich mit einer Empfehlung des neuesten Artikels von Klaus Wendel schließen. Viele Freunde wird er damit im kommerziellen Tangomilieu nicht gewinnen. Aber das macht nichts!
https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-57-teil/
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| Abbildung: www.tangofish.de |




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