Wer ist das und wie viele?

 

Vor einigen Monaten häuften sich auf meinem Blog täglich mehrere Kommentare mir völlig unbekannter Personen, die heftige, meist persönliche Kritik an meiner Arbeit äußerten. Ich entschloss mich dann, den Zugang zu erschweren, indem ich Zuschriften nur noch per Mail akzeptierte.

Im Januar habe ich diesen Kreis von etwa 40 „Personen“ aufgelistet, die mich vehement angriffen, aber ausnahmslos alle schwiegen, als sie mir E-Mails hätten schicken sollen:

https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/01/kommentar-personlichkeiten.html

Ich bin inzwischen sicher, dass es sich bei diesen Leuten um erfundene Identitäten handelte – mit dem Zweck, „Massenproteste“ vorzugaukeln. Der Aufwand, eine gefakte Mail-Anschrift einzurichten, war ihnen aber wohl zu groß.

Seither erhalte ich böse Kommentare nur noch sporadisch, wobei einige so doof waren, die Schreibweise des falschen Namens zu variieren, beispielsweise „Heimbrand“ und „Heimbrandt“. Na ja, vielleicht tun sich Psychoanalytiker generell schwer mit der eigenen Identität…

Auch die übrige akademische Welt übte sich im Protest gegen meine Schmierereien: Neben einer waschechten „Dr.phil“ bekam ich es mit einem promovierten Juristen zu tun, der aber keinen Wert auf seinen akademischen Grad legte. Wie bescheiden!

Immerhin hatte der eine eigene GMX-Adresse, über die er mich ebenfalls mit seinen Weisheiten verwöhnte.

Kaum erwähnenswert, dass sich im Internet keinerlei Spur der beiden Doctores fand. Der Grund, so erfuhr ich vom Juristen, könne ein „angeheirateter Name“ sein. Vielleicht auch der Doktortitel? Man weiß es nicht…

Vor einigen Tagen erhielt ich von ihm nun eine (nicht zur Veröffentlichung gedachte) Mail des Juristen, deren Stil und Inhalt mich an eine andere Person erinnerte. Ich fragte an die angegebene Mail-Adresse zurück, um welchen Autor es sich handle. Genau der Vermutete (!) antwortete nun, dass er (nennen wir ihn „Mister X“) der Urheber sei.

Ja, wie nun das? Alsbald folgte eine ziemlich umständliche Erklärung:

Der Jurist und „Mister X“ seien seit längerer Zeit in Kontakt. Mister X habe dem Dr. jur. versehentlich einen Kommentar geschickt, der eigentlich für mich bestimmt gewesen sei. Also habe der Jurist den Text an mich weitergeleitet.

Verwirrend, wie das Leben halt so spielt…

Ich kann den beiden (?) Herren nur raten: Sollten Sie mal von der Kripo zu einer Vernehmung bestellt werden, gebe ich Ihnen den Rat, mit dem jeder Strafverteidiger sein Geld verdient: Sagen Sie nix – aber auch gar nix!

Bei der Polizei gibt es Vernehmungsspezialisten, die Ihnen sonst innerhalb von 30 Minuten derartig die Hosen runterlassen, dass Sie die Wahrheit sagen!

Also, einfach die Klappe halten

Immer wieder erlebe ich Geschichten, die meine eigene Kreativität überfordern, mir aber riesigen Spaß bereiten!

P.S. Ein Meister der Vernehmungskunst war der (inzwischen leider verstorbene) langjährige Chef der Münchner Mordkommission: Josef Wilfling. Seinen Vortrag über sein Spezialgebiet sollte man sich in einer ruhigen Stunde gönnen:

https://www.youtube.com/watch?v=ODbCKOwGXtI

P.S. Mit fast 42000 Zugriffen gab es im vergangenen Monat einen neuen Allzeit-Rekord! 

Kommentare

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