Schön ist die Welt

 

„Bruder Leichtsinn, so werd ich genannt,

und mit Recht, und mit Recht!

Immer offen das Herz, immer offen die Hand!

Die Banausen, sie sind mir nicht gut,

und mit Recht, und mit Recht!

Mir steckt der goldene Leichtsinn im Blut!“

(Ludwig Herzer / Fritz Löhner-Beda: Schön ist die Welt“, 1930)

Der Wiener Klarinettist und Arrangeur Thomas Schön schmückt mein Blog schon seit Jahren mit einer inzwischen dreistelligen Zahl von Schmäh-Kommentaren (österreichischer Spezialausdruck). Besonders nervt ihn offenbar, dass meine Artikel oft von Zitaten leben, welche ich aus Facebook-Gruppen „stehlen“ würde. (Wie ich mich überzeugt habe: Nein, die stehen dort noch).

Jüngst teilte er mir nun mit:

„Ich habe mir nun erlaubt, eine private Gruppe zu erstellen, wo man sich in Ruhe über die Blogbeiträge von Herrn Riedl unterhalten kann, ohne von ihm gestört zu werden bzw. keine Sorge haben muss, dass diese Texte in seinem Blog landen. Würde er das machen, muss er mit einer Klage rechnen.“

http://milongafuehrer.blogspot.com/2021/03/der-hinkende-piazzolla.html

Auf Nachfrage erhielt ich die Auskunft: Auf Facebook stehe die Gruppe natürlich.  Ich gab der Hoffnung Ausdruck, dass ich daher nicht mehr mit entsprechenden Kommentaren auf meinem Blog rechnen müsse. Leider trog der Schein.

Gibt es denn eine solche private Gruppe wirklich? Die Suche gestaltete sich für mich schwierig, da Thomas Schön nicht nur mich, sondern auch mein persönliches Umfeld auf Facebook gesperrt hat.

Meinem informellen Mitarbeiter gelang es nun, den Sachverhalt zu klären: Ja, es gibt eine solche geheime Facebook-Gruppe.

Der Zugang gestaltet sich – weil eben top secret – ziemlich kompliziert: Gehen Sie zunächst auf die Facebook-Seite von Herrn Schön.    

https://www.facebook.com/thomas.schon.92 

Dort finden sich nur wenige Beiträge – offenbar hat der Betreiber ziemliche Probleme beim Abfassen längerer Texte. Ein hingerotzer Kommentar fällt halt leichter…

Im Post vom 18.2.21 findet sich ein Link zur Apoll-Edition, einem Musikverlag, für den Thomas Schön arbeitet:

http://www.apoll-edition.work/0001.html 

Gehen Sie dort auf die „Shop“-Seite und darin zur Partitur des Air von Bach.

http://shop.apoll-edition.work/index.php?route=product/search&search=+&limit=100

Zwischen den Notenzeilen entdeckt man dann den Link zur FB-Gruppe „Riedl – find ich doof“.

Wenn Sie dort um Aufnahme nachsuchen, müssen Sie sich auf einige Fragen gefasst machen wie

·         Welche drei Schwächen des Riedlschen Blogs finden Sie besonders schlimm?

·         Wurden Sie persönlich durch Riedlsches Zitieren geschädigt?

·         Mit welchem FB-Post oder Blog-Kommentar haben Sie sich schon persönlich gegen die Riedlschen Attacken gewandt (Account, Datum)?

Ferner haben Sie zwei Erklärungen abzugeben:

„Ich versichere hiermit an Eides Statt, dass ich keinerlei Sympathien für Gerhard Riedl hege, niemals einen Beitrag von ihm positiv bewertet habe sowie keinesfalls ihm oder einem seiner Unterstützer Zugang zu Informationen auf dieser Seite gewähren werde. Bei Zuwiderhandlung hafte ich mit Schadenersatz aus meinem gesamten Privatvermögen.“

Der zweite Text, verfasst von Thomas Schön (siehe seine Facebookseite) stellt eine Art Gruppenbekenntnis dar:

„In unserer Gesellschaft zählt alleine:

Ich habe immer recht.

Fehler machen immer die anderen.

Wenn etwas 'schief geht' bin ich das Opfer.

Die Medien sind schuld.

Wenn nicht die Medien, dann 'die anderen'.

Verantwortlich für Misserfolge sind immer die anderen.

Für Erfolge bin immer ich verantwortlich.“

Derzeit haben sich auf dem Account schon einige Gründungsmitglieder versammelt und aufschlussreiche Beiträge verfasst, beispielsweise

·         Klaus Wendel: „Über die Entlarvung des Tango-Greenhorns G.R.“

·         Christian Birkholz berichtet über Parallelen des Riedlschen Blogs mit der Informationspolitik Nordkoreas.

·         Arthur Dent analysiert meinen literarischen Voyeurismus.

·         Christian Beyreuther präsentiert sein Payback-Angebot für Milonga-Eintritte bei kritischen Kommentaren zu meiner Person.

·         Michael Paul veröffentlichte anspielungs- und fremdwortreiche Ironien zu  meinem Blog, auf die er persönlich sehr stolz ist.

·         Pablo Fernandez Gomez berichtet, warum er wegen mir Deutschland verlassen möchte.

Ich kann nur hoffen, dass Schöns Geheimgruppe viele Mitglieder findet. Mir macht es nämlich wenig Spaß, in der Tangowelt kaum noch Widerspruch zu ernten. In seinem neuesten Beitrag schreibt der Blogger Thomas Kröter:

Zur Erläuterung für die Jüngeren: Jahre lang war Casssiel (…) das, was Gerhard Riedl  (…) heute ist: Der fleißigste Be-Blogger der Tango Szene.“

 Er stellt aber einen klaren Unterschied zwischen uns beiden fest:

„Wie der klar benamte Oberbayer Gegner sammelt, scharte der Engel aus den Sphären der Anonymität Jünger um sich.“

http://kroestango.de/aktuelles/fundstueck-eine-tanda-aus-der-rumpelkammer-plus-zugaben/

Ich fürchte, auch Herr Schön möchte Gläubige um sich versammeln. Machen Sie mit und zeigen Sie ihm, dass er die Welt ist – so wie Rudolf Schock in der Lehár-Operette:


https://www.youtube.com/watch?v=jgduWvG-7Kk

Kommentare

  1. Ich mache mir nicht die Mühe, mich zur benannten Facebookgruppe „Riedl - find ich doof“ durchzuwühlen, weil mir meine Zeit zu schade ist, um sie mit derlei Unfug zu verschwenden. Auch habe ich keine Aufnahme in dieser Gruppe beantragt, noch bin ich bereits Mitglied, wie Sie in diesem Artikel behaupten. Äußerndem habe ich dort explizit für diese Gruppe keinen Beitrag verfasst. Wenn ich tatsächlich dort Mitglied sein sollte, dann ohne meine Wissen, ich habe bisher keine Anfrage bekommen, ob ich dort teilnehmen möchte. Ich bitte Sie deshalb dies zu korrigieren. Allerdings bestehen in einigen Gruppen, aus denen Sie Zitate hier veröffentlichen, Bestrebungen, geheime Gruppen zu gründen, um Sie davon fernzuhalten. Traurig.
    Allerdings kann ich Ihre Motive, als Facebook-Paparazzi zu fungieren, nicht so ganz nachvollziehen. In einem Ihrer letzten Artikel „Die drei deutschen Geisteskrankheiten“ wirken Sie wie ein Rentner, der sich am offenen Fenster, auf einem Kissen lehnend, nicht über >Parksünder und Kaugummi-Wegwerfer< aufregt, sondern über andere Rentner, die ebenfalls im Fenster liegen und meckern. Sie stehen also über den Dingen? Wollen Sie uns das damit sagen?
    Ich kann mir Ihren Stolz darüber, Gegner zu sammeln und Menschen gegen sich aufzubringen, nur mit einer Mischung aus Langeweile (weil Ihnen der Stoff ausgeht) und etwas Häme vorstellen, mit der Sie tatsächlich glauben, Ihre Leser beglücken zu müssen, sozusagen als Ausputzer für die „Internet-Kommunikations-Hygiene“ (Sie lieben doch meine Wortschöpfungen).

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    1. Schon mal aufs Datum geschaut? Oder reicht der Schaum vor dem Mund jetzt schon über die Augen?

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    2. Das mag wohl daran liegen, dass Ihre herkömmlichen Beiträge nicht mehr von Aprilscherzen zu unterscheiden sind.

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    3. Aber zugegeben: Ein gelungener Scherz!

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    4. Soweit zum Humor- und Spaßverständnis mancher Tangueros....:-))

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