Tipps von der KI
Blogger-Kollege Yokoito hat nun in einem sehr interessanten Beitrag die KI befragt, wie man mit mir umgehen solle. Warum nicht? Wenn einem selber nicht mehr genug einfällt, ist es sicher eine Option, die natürliche durch künstliche Intelligenz zu ergänzen.
Generell, so die Antwort, solle man „nicht jede Volte beantworten“. Als Zauberkünstler weiß ich: Es handelt sich dabei um einen Trick beim Kartenspiel, um eine bestimmte Karte an die gewünschte Stelle zu befördern. Doch auch im Pferdesport kennt man diesen Begriff für das Reiten in einem kleinen Kreis – und beim Fechten nennt man so eine seitliche Ausweichbewegung.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Volte
Alles Techniken, die im Tango anwendbar sind!
Man solle sich also nicht auf jeden Dreh von mir einlassen. Vorsichtig gesagt hat man dieses Ziel nicht immer erreicht.
Die Tipps der KI im Einzelnen, gestützt auf Klaus Wendels lange Abhandlung:
· Man solle auf der Sachebene bleiben. Eine tolle Idee, wie ich finde! Warum nicht gleich so?
· Statt zu dementieren habe man die Muster meiner Aktionen zu beschreiben. Nun gut, das hat Klaus Wendel ja nun auf bislang 37 Seiten versucht.
· Keine „hastigen, angreifbaren Reaktionen“ liefern. Klar, ich rate stets dazu, erst nachzudenken und dann zu schreiben.
· Man solle „konkrete Belege verlangen“. Ein pauschaler Verweis auf frühere Artikel reiche nicht. Nun gut – wenn man meine Texte liest, finden sich meist zahlreiche Links auf diverse Veröffentlichungen – und die stammen oft von anderen Autoren.
· Bei erkennbarer Vergeblichkeit der Debatte lieber aussteigen! Tja – hat man nun jahrelang nicht geschafft. Aber man kann es ja wieder mal probieren.
Zusammenfassend gesagt:
„Mit Riedl laut diesem Text nicht in endlose Rechtfertigungsschleifen gehen, sondern sachlich, knapp und belegorientiert reagieren; persönliche Zuschreibungen nicht verteidigen, sondern als Ablenkungsmanöver markieren; bei wiederholter Musterbildung die Debatte beenden.“
Sicherlich alles nützliche Tipps!
Doch ich darf noch – völlig honorarfrei – weitere große Geheimnisse des Bloggens enthüllen:
Als Grundlage sollte man einfach gut geschriebene Artikel zu Themen verfassen, welche die Leserinnen und Leser wirklich interessieren. Dabei kann man sich durchaus auf Texte der Konkurrenz beziehen – unbedingt nötig ist das nicht. Es könnte auch nicht schaden, witzig zu formulieren, anstatt das Publikum mit „Experten-Bierernst“ zu nerven.
Es bringt überhaupt nichts, auf Artikel der Konkurrenz mit Getöse zu reagieren. Damit macht man sich kleiner als man ist. Tipp: Ignorieren oder detailliert besprechen!
Auf die Dauer nutzt sich die Verbreitung rhetorischen Krawalls ab. Süffisante Anspielungen wirken punktuell weit stärker. Verbalradikalismus macht eher den Eindruck, man wisse sich nicht mehr anders zu helfen.
Seiten vom Typ „Crap“- und „Eriwan“ werden vom Publikum eher als das gesehen, was sie ja auch sind: Sammelsurien dummer Sprüche, die den Verdacht erwecken, man habe nichts Substanzielles entgegenzusetzen.
Kontraproduktiv ist es, auf die eigene „Expertenrolle“ zu pochen und anderen „mangelnde Kompetenz“ zu unterstellen. Auch wenn das in der Sache zutrifft, wird es vom Publikum als Selbstüberhebung verstanden und macht nicht sympathischer. Merke: Sachkunde wird stets von außen zugebilligt und nicht per Behauptung beansprucht.
Große Künstler zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie auch mit Laien respektvoll umgehen. Und dass sie Kritik souverän wegstecken. Nur kleinere Chargen müssen Imponiergehabe verbreiten.
Es ist wirklich grotesk: Auf einer dreistelligen Zahl von Seiten arbeitet man sich jahrelang damit ab, meine Person als unglaubwürdig erscheinen zu lassen – und betont gleichzeitig immer wieder, man wolle sich nicht länger mit mir beschäftigen. Und bemüht dann noch die KI – als ob die es besser wüsste!
Finde den Fehler!
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