In der Öffentlichkeit pupsen

Mein Leser Veit Sinan schrieb gestern in einem Kommentar zu meinem Encuentro-Artikel unter anderem:

„Mein Eindruck ist, dass die vielen und teilweise mit unnötiger Schärfe geführten Diskussionen im Netz über das Für und Wider von verschiedenen Stilen, Veranstaltungsformaten und die Gepflogenheiten auf Milongas eine Lagerbildung eher fördern und dem Aufbau einer größeren Tangoszene nicht weiterhelfen. Ich möchte an dieser Stelle gerne für etwas mehr Toleranz und auch Wertschätzung gegenüber Tänzern plädieren, die nicht dasselbe tun, wie man selbst.“

Wohl wahr! Mitte 2018 kam es über die Frage der „engen Umarmung“ in unserer Facebook-Gruppe zu einem wüsten Geschimpfe, wonach ich zwei Mitglieder ausschloss. Eines davon war ein Tango-Promi: die Münchner DJane und Musikexpertin Theresa Faus. 

Auf deren Facebook-Seite war anschließend der Teufel los – vor allem, als ich den folgenden Artikel schrieb:

http://milongafuehrer.blogspot.com/2018/09/unterste-schublade.html

Mir war es völlig entfallen, dass ich damals eine größere Sammlung der Reaktionen angelegt hatte. Ich finde es interessant, sich diese nochmal vor Augen zu führen:

Theresa Faus:

Der Großsatiriker Gerhard Riedl hat sich mich mal wieder vorgeknöpft und festgestellt:
- ich bin humorlos
- früher war ich lockerer
- ich schenke ihm nicht die Beachtung, nach der er heischt.

Wer nachlesen will, hier: http://milongafuehrer.blogspot.com/…/unterste-schublade.html

Medusa McClatchey Fawkes: Negative Aufmerksamkeit ist auch eine Form der Aufmerksamkeit. Das weiß auch der so um Satire bemühte ehemalige Lehrer Herr Riedl. Weshalb er mitsamt seiner Verbaldiarrhea von den wirklich klugen Mitmenschen ignoriert werden sollte. Clickbait is also bait.

Theresa Faus: Lies ruhig mal, es ist lustig

Leonhard Jaschke: Wenn du es lustig findest, dann kannst du ja höchtens gleich “humorlos” sein wie er

Kathleen F Rays: Ist das irgendwie so eine Art Notgeile-Altherren-Blog-Competition-Ding zwischen dem Verfasser und dem Typ, der es nicht lesen soll? (Sorry, ich kann das nicht ernst nehmen, zu irrational (…) Maenner mit entitlement issues brauch echt keine/r

Michael Sacher: Ich hab irgendwann aufgehört, seinen Quatsch zu lesen. Besser für's Karma

Theresa Faus: Warte nur, du kommst auch irgendwann dran. Ich sag dir dann Bescheid.

Michael Sacher: Vielleicht ist ja auch die Demenz schneller als mein Ruhm.

Gerhard Riedl: Dann würde ich mich mal beeilen, bevor es zu spät ist.

Sibylle Vogelsang: Omg...das kann man ja kaum ertragen... gekränktes Männlein 

Joost Rot: Er findet's wohl. witzig. Ist wie Papa ante portas. Vertreibt sich die Zeit in Pension mit dem Erwerb von Senf, palettenweise und dem Schreiben überflüssiger Blogs.

Gerhard Riedl: Nur zur Sicherheit: Gehört das jetzt noch zum Seminar "Das Frauenbild in Tango-Texten" oder ist es ein neues Thema?

Sylvia Dorn: Im Austeilen ist G.R. ja große Klasse, nur "einstecken" verträgt er gar nicht. Ich finde seinen Kommentar zu Theresa's Beitrag nach wie vor unpassend, auch wenn er es in seinem Blog schreibt.

Medusa McClatchey Fawkes: Hach, und das Männlein mit dem ausgeprägten Narzissmus freut sich: mensch redet wieder über ihn; hat er also doch Bedeutung in der Welt, wo ihm doch die Wertschätzung von Mama und Papa versagt worden war. Jedes Mal, wenn mir sein Name begegnet, empfinde ich Mitleid für alle seine ehemaligen Schüler, die ihm nicht entkommen konnten und aushalten mussten. Ich werde daher weiterhin nichts von ihm lesen, meine Zeit bleibt mir dafür zu wertvoll.

Andreas De Tangonautics: Wundert mich, dass er Dich jetzt erst aufs Korn genommen hat. Am Besten ignorieren.

Theresa Faus: Das ist schon mindestens der fünfte Artikel über mich. Ich glaube, sein Blog hat eine Suchfunktion. Falls du mal nichts besseres zu tun hast.

Andreas De Tangonautics: sicher nicht

Josef Minde: G.R. hat seine eigene Ansicht. Damit kann ich leben und denke zwar, dass es mittlerweile für alle Beteiligten besser ist, wenn er dem Giesinger Bahnhof fern bleibt, aber dafür macht er sein eigenes Ding mit eigenen Regeln und das ist doch legitim.

Theresa Faus: Gegen sein "Ding" hab ich ja gar nichts. Aber bei dem, was er schreibt, stehen mir (und anderen) halt oft die Haare zu Berge.

Joost Rot: Theresa da hilft nur Haare wieder runter streichen - am besten mit Haargel extra strong oder DreiWetterTaft für Orkan und sonstige Unwetter, gähnen und woanders weiter lesen. Ich habe mich von allem, wo ich ihn lesen musste, entfernt. Soviel Haargel Marke extra strong kann ich gar nicht auftragen, wie es bräuchte, seien Unsinn ohne Haarsträuben zu ertragen.

Joachim Schwebe: Herr Riedl ist 67, er spielt gerne. In der Sandkiste fällt er den Müttern auf, zu groß und zu alt. Was tun? Baut Mann sich eben einen virtuellen Spielplatz. Ich lasse ihn gerne in seiner Ecke spielen und muss da ja nicht hingehen. Ich tanze lieber mit Theresa und freue mich über ihr Wissen und Können.

Medusa McClatchey Fawkes DAS, Herr G.R., ist gesundes Verhalten! Danke, Herr Schwebe, dass wenigstens einer hier geerdet ist! 

Carlos von Geldern: Problem ist nur, er bleibt nicht in seiner „Ecke“, sondern freut sich diebisch, wenn er andere an ihrem Spiel stören und ärgern kann. Das sind die sog. Spielverderber, „Enfants terribles“, Salathunde. Ein alter Kindertrick: die ihm versagte Aufmerksamkeit durch Ärger erhaschen. Lieber eine negative als keine, glaubt er. Bestes Gegenmittel: ignorieren!

Oliver Fleidl: G. R. erinnert mich irgendwie an Gauland. Ich kann mir nicht helfen. Ich glaube, es ist sogar dieselbe Person! Beweise? Habt ihr die beiden schon mal zusammen in einem Raum gesehen?? Seht ihr!

Paco Da Capo: "Großsatiriker" und Selbstbeweihräucherer, das hattest Du noch vergessen. Dazu aus Pfaffenhofen... Ich fände es manchmal wert zu untersuchen, warum der Katholizismus die Argentinier nicht so verdorben hat, obwohl dort ja wirklich allgegenwärtig, wieso bei uns?

Medusa McClatchey Fawkes: Ich, ich, ich, Herr Lehrer! Ich habe die Antwort: Das sind die von den Eltern und Großeltern übernommenen Kriegstraumata. Die sind schuld!

Carlos von Geldern: Mit allem Respekt, wer auf GRs Provokationen reinfällt, tut ihm lediglich den Gefallen, seine skurrile Ansichten zu verbreiten. Wer einmal das „Vergnügen“ hatte, ihn tanzen zu sehen, weiß, was man von seinen „Ratschlägen“ zu halten hat... 

Paco Da Capo: ... sag das doch nochmal ganz ohne Respekt, dann passt es mit der "Augenhöhe"..

Carlos von Geldern: Paco Da Capo ... oder „Fallhöhe“. Diskutiere niemals mit einem Idioten, denn er zieht dich auf sein Niveau herunter und da ist er eindeutig im Vorteil!

Peter Wenger: Mit solchen Menschen, will ich einfach nichts zu tun haben.

Gerhard Riedl: Sehr treffend! Ich warte hier noch auf den Satz "Sie haben mich ins Gesicht gefilmt - das dürfen Sie nicht!"

Ramona Oudille: Hui buuuuuuhhhh - da is er wieder

Georg Bez: Komischer Typ. Hetzen und beleidigen am laufenden Band und sich unter dem Deckmantel einer Satire verstecken.

Veit Sinan: Ich kenne Gerhard nur aus meiner Anfängerzeit vom Sehen und habe auch damals seine Frau Karin einmal mit meinen bescheidenen Tanzkünsten gemartert.
Als das Buch dann rauskam hat ihn die Szene, also wir alle, derart mit Katzenscheiße beschmissen, dass man es nicht anders bezeichnen kann als massives Mobbing. Bei seinen Schriften mischen sich halt Leserzielgruppe und Spötterziel in unglücklicher Weise.
Auch hier lese ich eine persönliche Abwertung nach der anderen. Wieso kann man nicht eine Satire schlecht finden oder abweichende Meinungen lesen und dabei, gerne auch Augen rollend, sich die Beleidigungen verkneifen? Ich schätze, ohne den Shitstorm damals gäbe es den ganzen Blog nicht. Lasst uns doch spießig, bunt, spinnert oder langweilig unseren Tango leben und auf den ewigen Kampf ums Rechthaben verzichten. Nützt ja eh nix.

Oliver Fleidl: Veit Sinan ich teile deine Sicht grundsätzlich. Aber Meinungsfreiheit ist etwas anderes als Widerspruchsfreiheit. Wer sich in dieser Weise, die ich auch nur mit Phantasie als Satire identifizieren will, äußert, der muss auch den Gegenwind ertragen.

Veit Sinan: Oliver Fleidl Gegen Widerspruch hat doch niemand etwas und beim Gegenwind kommt es halt stark auf den Duft an. Ich lese in den Kommentaren halt wirklich oft auch persönliche Beleidigungen neben den Dingen die zur Sache beigetragen werden. Wer mich kennt, weiß dass ich zu 100 Prozent dem riedelschen "Feindbild" entspreche, dennoch kann ich die Kränkungen weglassen und meine eigene Ansicht sagen. Das Eine hat mit dem Anderen doch nichts zu tun. Ich bin sicher, mein Posting wird nichts ändern, möchte aber einen Anstoß geben, auch den Menschen hinter einer Schreibe im Internet zu respektieren.

Oliver Fleidl: Ja, das habe ich schon so aufgefasst und du hast natürlich Recht. Am Ende wird jemand wie G. R. ohnehin nur Energie absorbieren, und zwar umso mehr, je heftiger die Angriffe sind.

An Brynner: Oliver Fleidl Klar, gerne Widerspruch! Aber hab ich da was überlesen? Wurde der Text vom Verfasser als Satire betitelt?  Abgesehen davon, was immer der Gehalt des Textes, wie wenig zutreffend er auch sein mag, ich schließe mich Veits Aussage voll und ganz an. Der Verfasser mag die Sachverhalte falsch darstellen, durch andere Kontexte ihres ursprünglichen Sinns berauben, aber ich habe - bei aller Sympathie für die Betroffenen - nicht den Eindruck, dass GR persönlich diffamiert und beleidigt. Das passiert hier in der Kommentarleiste zu Theresas Beitrag allerdings zuhauf. Falsch verstandene Solidarität nenne ich das. Das geht auch anders, wie Veit so schön darlegt.

Theresa Faus: An Brynner GR diffamiert durchaus, aber ohne Namensnennung, also nicht persönlich. Wer gemeint ist, weiß aber Bescheid. Und was er über mich mit Namensnennung schreibt, ist verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen und mit Etiketten versehen, mit denen ich wahrlich nicht einverstanden bin. Den juristischen Sachverhalt der Beleidigung erfüllt es vermutlich nicht, aber das ist mir auch egal.

An Brynner: Theresa Faus Wie ich meinte, die Zusammenhänge kenne ich nicht im Detail, vermutete durchaus subjektivierte Darstellung. Die Nennung des Ziels, eine Person oder Gruppe, ist meines Wissens zwingend für den Tatbestand der Diffamierung. Insofern ist der Verfasser sehr geschickt, die Bewertung als Diffamierung nur vom Betroffenen zu empfinden. Andererseits bin ich für meine Gefühle selbst verantwortlich und habe es in der Hand, wie ich damit umgehe. Wie schon mehrfach hier angeklungen, nicht beachten kann hilfreich sein…

Theresa Faus: Veit Sinan Das Mobben, als das Buch rauskam, beruhte durchaus auf Gegenseitigkeit. Aber du hast recht darin, dass es nicht gut ist, bei der Kritik zur persönlichen Abwertung überzugehen. Dinge wie Alter, Tanzstil und mutmaßliche Psychopathologien sollten nicht thematisiert werden.

Cassiel Tangoblogger: Ui, ui, ui, mal wieder Gerhard Riedl als Thema. Das wird ihn sicher freuen. So wie ich es wahrnehme geht es ihm zu einem gewissen Teil schon um das öffentliche Echo (das finde ich auch gar nicht verwerflich). Ich finde es allerdings extrem schwierig, wenn man sich mit Meinungsäußerungen zu ihm und seinem Tangobegriff auf sein Niveau begibt. So sind Gauland-Vergleiche absolut deplatziert und überflüssig – auch wenn Gerhard Riedl durch verschwurbelte Formulierungen häufiger versucht hat, Andersdenkende im Tango mit „Pegida“ oder der „AfD“ in Verbindung zu bringen. Diese Taktik der Populisten, negative Reaktionen zu provozieren und anschließend die Reaktionen für die „eigene Sache“ auszuschlachten, sehe ich schon – trotzdem ist der Gauland-Vergleich unpassend.

Ein weiterer Punkt ist das Nachtragen. Gerhard hat es nach mittlerweile 8 Jahren nicht verwunden, dass ich damals sein Buch kritisch besprochen habe. Während bei ihm alles Satire ist, ist beispielsweise meine etwas überspitzt formulierte Frage: „Pfaffenhofen - wo liegt das eigentlich?“, ein Beleg für die Missachtung, die ihm entgegengebracht wird. Na gut! So ist es halt.

Nach meiner Einschätzung hat Gerhard Riedl es nicht verstanden, dass ihm niemand im Tango seine Auffassung verbieten will. Er kann doch in seinem Wohnzimmer veranstalten, was er für Tango hält (auch wenn sich sein Begriff vom Tango die letzten 10 Jahre kaum weiterentwickelt hat - so nehme ich es jedenfalls wahr). Er hat aber m.E. ein massives Problem damit, dass andere einen abweichenden Tangobegriff haben. Sein Stil dagegen vorzugehen ist bisweilen stark gewöhnungsbedürftig. So zitiert er sehr selektiv (z.T. sinnentstellend) und häufiger auch ohne Quellenangabe. Er behauptet zudem Dinge, die nachweislich falsch sind. (...)

Die einzige kritische Anmerkung, die ich zu Gerhard Riedl vorbringen kann, ist sein substantieller Beitrag zur Verrohung der Diskussionskultur im Tango. Da halte ich ihn für einen wesentlichen Akteur und nur ganz selten für ein Opfer. Aber auch das verkraftet die Tangogemeinschaft – zwar mag manchmal der Eindruck entstehen, Gerhard vertrete eine stark verbreitete Meinung, das sind aber m.E. die üblichen Verwerfungen, die in den sozialen Medien entstehen. Im Grunde genommen könnte er auch Minderheitenschutz beantragen.

Marea Teuber: Ich verstehe nicht, was den Herrn R. jetzt veranlasst hat, Theresa jetzt aufs Korn zu nehmen? Ich empfinde seinen Blogeintrag als diffamierend und höchstgradig unangemessen. Das soll er tunlichst bleiben lassen.

Gerhard Riedl: Wenn Sie das nicht verstehen, ist es wahrlich Ihr Problem - eine sinnentnehmende Lektüre meines Artikels könnte helfen. Da könnten Sie dann auch gleich erklären, was daran Ihrer Ansicht nach "diffamierend" ist. Und "tunlichst bleiben lassen" - ist das jetzt das Verbot abweichender Meinungen?

Manuela Bößel: Marea Teuber: Spricht man nicht nur mit Domestiken in der dritten Person? Oder nein, lieber doch nicht, das wär' ja diskriminierend... 

Tröt Trallatrööt: Ich kann Theresa schon verstehen. G.R. verletzt Gefühle wissentlich ohne erkennbaren Grund. Warum darf sie keine Reaktion zeigen? (…) Wer mal selbst länger auf seinem „satirischen Misthaufen“ wandelt, der verliert irgendwann auch die Geduld. Ach ja, das war jetzt Satire – gell

Theresa Faus: Nein, "verletzte Gefühle" sind nicht mein Problem. Ich fand es halt ärgerlich, dass Gerhard immer wieder sachliche Äußerungen durch den Kakao zieht und zugleich selbst auf sachlicher Auseinandersetzung besteht. Ich hab mich ja einerseits über die vielen Sympathiekundgebungen gefreut. Andererseits wurde der Ton in etlichen Kommentaren sehr scharf. Und das befeuert die von Cassiel Tangoblogger erwähnte verrohte Diskussionskultur nur noch weiter. Das ist nicht in meinem Sinne. Ich würde deshalb jetzt gerne die ganze Aufregung beenden.

Christian Beyreuther: Ich finde über andere Leute herzuziehen, in dem man noch die Namen dazu nennt, abscheulich und zum kotzen!

Gerhard Riedl: Wenn man nicht mehr über andere "herziehen" darf, wären beispielsweise Wahlkämpfe und politische Diskussionen unmöglich. Vielleicht sähen das hier einige als Fortschritt... Der Unterschied ist halt, ob man Ansichten angreift, gerne auch satirisch oder ironisch, oder denjenigen, der sie vertritt, persönlich beleidigend heruntermacht - möglichst noch mit Themen, die mit der Sache nichts zu tun haben.

Susanne Seefried: Als Psychologin belustigt es mich gerade ungemein, was alle hier so schreiben - im ganz positiven Sinne. Nicht, dass ich jetzt auch noch was abkriegen oder mitmischen möchte (…) Aber es ist nun mal so, dass doch irgendwie jeder hier durch irgendwas verletzt wird, verletzt und gegenverletzt. Bevor es Facebook gab, hätte man dem “Täter” einmal ins Gesicht gesagt, was falsch läuft, und alles persönlich geklärt. Heute diskutieren plötzlich alle mit. Das mag in manchen Situationen ja angebracht sein - aber hier wirkt das alles dank meiner aktuell größeren Distanz zum Tangoleben einfach nur urkomisch. Ich hoffe einfach, dass sich am Ende der Geschicht’ (…) alle ein bisschen selbst reflektieren. Und dann womöglich über diese skurrile Situation lachen können. Aber vielleicht nicht über die anderen, sondern über sich selbst. Hab ich übrigens auch grad getan, denn eigentlich wollte ich ja gar nicht mitmischen.

Joachim Beck: der mensch neigt ja dazu, selbst übelste persönliche anwürfe gegen menschen, die er nicht mag, gutzuheißen. dagegen sind selbst harmlose witzchen von menschen, die man eher nicht mag, per se unterste schublade, fiese angriffe weit unterhalb der gürtellinie - zumal, wenn der spott auf menschen zielt, die man mag. wenn man die lupe kalibriert, mit der man die riedlschen ergüsse betrachtet, dann mag man es ja erstaunlich finden, wie sich ein bald 70jähriges mannsbild geradezu manisch an jeder zuckung der münchner tangoszene abarbeitet, man mag viele der satirischen bemühungen eher für bemühte sottisen halten, aber eines muss man riedl anrechnen: persönlich beleidigend wird er nie, auch wenn sich manch einer wohl ob der sache, persönlich beleidigt fühlt.

der mensch neigt ja dazu, selbst übelste persönliche anwürfe gegen menschen, die er nicht mag, gutzuheißen. dagegen sind selbst harmlose witzchen von menschen, die man eher nicht mag, per se unterste schublade, fiese angriffe weit unterhalb der gürtellinie - zumal, wenn der spott auf menschen zielt, die man mag. wenn man die lupe kalibriert, mit der man die riedlschen ergüsse betrachtet, dann mag man es ja erstaunlich finden, wie sich ein bald 70jähriges mannsbild geradezu manisch an jeder zuckung der münchner tangoszene abarbeitet, man mag viele der satirischen bemühungen eher für bemühte sottisen halten, aber eines muss man riedl anrechnen: persönlich beleidigend wird er nie, auch wenn sich manch einer wohl ob der sache, persönlich beleidigt fühlt.

wer den riedl-blog auch nur ab und zu mal liest - zwar schwören alle, das nie wieder zu tun, äußern sich dann aber jedesmal sehr explizit - dem kann nicht entgehen, dass es sich bei den beiträgen um satiren handelt. selbst wenn es da zu bösen entgleisungen kommen sollte, die ich bei riedl nicht wirklich sehe, dann ist das nicht nur durch das recht auf freie meinungsäußerung gedeckt, sondern auch durch die kunstfreiheit, auch wenn es schwer fällt an den öffentlichen darbietungen riedls - seien es litararische, seien es tänzerische - große kunstfertigkeit zu entdecken. (…) also, ein bisschen weniger aufgeregtheit wäre nicht schlecht und gerhard riedl die aufmerksamkeit gewähren, die er verdient. ein sentimentaler, älterer mann, der in selbstgewählter diaspora den anteil am münchner tangogeschehen nimmt, den man ihm lässt (…)

wir wollen doch hier nichts durcheinanderbringen, gerhard riedl: zwar finde ich die kommentare in diesem thread zum teil bösartig, fast hasserfüllt, diese gaulandvergleiche, pfaffenhofen/pörnbach-bashing usw. das wirft ein hartes schlaglicht auf die tatsächliche toleranz dieser menschen, die sich ja zum teil die toleranz in metergroßen lettern auf die fahnen geschrieben haben. auf der anderen seite habe ich überhaupt kein - im wahrsten sinne des wortes - verständnis für ihr manisches zerpflücken jedweder regung der münchner tangoszene. das heißt - ich verstehe nicht, warum sie das tun - oder tun müssen. man muss doch nicht jedesmal, wenn man eine blähung hat, in der öffentlichkeit pupsen

Na gut, wer sich da welcher Darmwinde entledigt hat, überlasse ich dem werten Leser. Ich stelle nur fest: Solche Attacken gingen stets von der konservativen Seite des Tango aus – Ansätze von Toleranz zeigten da nur wenige. Von den „Neos“ kamen kaum einmal derartige Angriffe, obwohl ich auch deren Auffassung von Tango öfters kritisiert habe.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle einmal herzlich bedanken!

Kommentare

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