Zu den Tatsachen

Man kann es durchaus verstehen, dass meine Veröffentlichungen einigen Leuten im Tango auf den Geist gehen. Klar, ich sehe vieles in unserem Tanz anders – wohl als Vertreter einer Minderheit. Daraus entsteht bei einigen Leuten eine riesige Angst, ich könnte im Tango geschäftlichen Schaden anrichten.

Ich halte diese Befürchtungen für stark übertrieben. Ich glaube nicht, dass mehr als fünf Prozent der Tango-Anhänger unsere Artikel überhaupt lesen – schon gar nicht regelmäßig. Wenn manche Milongas ums Überleben kämpfen oder tatsächlich zumachen müssen, dann sicher nicht wegen mir, sondern wegen des unprofessionellen Agierens der Veranstaltenden. Beispiele hierfür habe ich rauf und runter beschrieben.

Eine kleine Gruppe von Autoren ist nun seit Monaten damit beschäftigt, nicht nur meine Ansichten, sondern auch mich persönlich abzuwerten. Die Idee, mein Tangobuch zu verbrennen, wurde nun heute mit der indirekten Anregung komplettiert, man könne mich ja von Veranstaltungen ausschließen.

Ein anderer Kommentator war sich dann für eine sexuelle Anspielung nicht zu schade. Na ja, schmutzige alte Männer…

Starker Tobak, wie ich finde – mit unappetitlichen historischen Bezügen.

https://www.tangocompas.co/volle-milongas-raum-dichte-und-gestaltung-im-tango/#comments

Gut, das muss man wohl als Satiriker aushalten – zumal von Leuten, die im Umgang mit der Sprache unterlegen sind.

Die Grenze ist aber erreicht, wenn man immer wieder Dinge behauptet, die man nicht beweisen kann. Und man gibt sich auch überhaupt keine Mühe, es wenigstens zu versuchen.

So schreibt Klaus Wendel ganz aktuell, ich sei „ronda-unfähig“. Ich möchte ihn dazu konkret fragen:

·       Woher wissen Sie das?

·       Haben Sie mich jemals auf einer Milonga tanzen sehen?

·       Oder berufen Sie sich auf glaubhafte Zeugen?

·       Wenn ja, welche?

·       Auf welche Veranstaltung(en) bezieht sich diese Beobachtung?

Ich habe nie dazu aufgefordert, im Uhrzeigersinn oder kreuz und quer zu tanzen. Wer das behauptet, lügt. Richtig ist, dass ich oft genug beschrieben habe, dass ich die strengen Bewegungsgesetze, die man heute fordert, etwas lockerer sehe. Bereits vor mehr als zehn Jahren habe ich meine Sichtweise näher erläutert:

https://milongafuehrer.blogspot.com/2015/01/pistenregeln-einmal-anders.html

Und dass man sich weigert, etwas zu tun, muss nicht heißen, dass man es nicht kann – es kann einem auch zu blöd vorkommen.

Bevor ich die Kommentarfunktion meines Blogs schloss, las ich etliche Berichte über mein „rücksichtsloses Tanzen“ – offenbar unter Fantasienamen. Niemand von diesen Leuten hat sich mehr gerührt, seit man mir die Kommentare per Mail zusenden musste. Wahrlich glaubhafte „Augenzeugen“!

Und die bisherigen Hausverbote habe ich ganz klar wegen „abweichender Meinung“ kassiert – sämtlich von Milongas, die ich nie besucht habe, weder vorher noch nachher. Dass mein „tänzerisches Treiben“ dazu geführt hat, ist eine dreiste Lüge.

Auf den paar tausend Milongas, die ich in mehr als einem Vierteljahrhundert besucht habe, wurden wir kein einziges Mal wegen unseres tänzerischen Verhaltens kritisch angesprochen – weder von Gästen noch von Veranstaltern. Im Gegenteil ernteten wir gelegentlich Lob für unser Tanzen.

Kritisiert wurden lediglich unsere Tanzvideos – aus sicherer Entfernung. Mit der Begründung, man würde das ja nicht tun, wenn ich nicht so böse Artikel schriebe. Eine wahrhaft überzeugende fachliche Expertise!

Daher frage ich Klaus Wendel ganz konkret: Haben Sie da andere Informationen? Wenn ja, wäre ich dankbar für genauere Auskünfte – aber bitte mit wahrem Namen, keine Pseudonyme oder Allgemeinplätze!

Wenn nicht, muss man damit rechnen, dass ich jede Unwahrheit, jeden wolkigen Spruch hier genauestens entlarve. Und immer wieder nach den Quellen von seltsamen Unterstellungen frage.

Garantiert!

Zugriffe 25.2.26: 1175 


Kommentare

  1. Klaus Wendel stellt nun die Frage: Wenn ich doch das Tanzen in der Ronda beherrsche – was stört mich dann? Na, ganz einfach: Es gefällt mir nicht. Ich frage ihn ja auch nicht warum er eine Suppe nicht isst, obwohl er mit dem Löffel umgehen kann.
    Und keiner verlangt von ihm, eine Liste mit Realnamen seiner Einflüsterer anzugeben. Er soll nur das, was er erfährt, nicht öffentlich hinausblasen. Wenn er es aber tut, steht er in Beweispflicht für solche Aussagen. So einfach ist das.
    Das Wort „Verleumder“ habe ich nicht verwendet. Aber wenn er das so sieht, habe ich nichts dagegen.
    https://www.tangocompas.co/volle-milongas-raum-dichte-und-gestaltung-im-tango/#comments

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