Meine über 100 Videos
Kürzlich erreichte mich ein Kommentar mit der interessanten Aufforderung:
„Herr Riedl: wenn Sie missglückte Videos ansehen möchten, dann empfehle ich diese hier…“ Er meinte natürlich meine.
Eigentlich eine gute Idee, da mal wieder reinzuschauen! Daher habe ich gestern und heute einige Zeit damit verbracht, in den alten Aufnahmen zu kramen. Auf meiner YouTube-Seite finden sich immerhin 108 Videos mit insgesamt fast 13000 Aufrufen – oft zur Zauberei, aber eben auch über Tango-Themen.
Unsere Tanzvideos, die wahre Shitstorms entfachten, lasse ich heute weg – über und gegen die ist schon genug gestritten worden.
Häufig geht es in den Videos um Musik. In einem stelle ich etliche Piazzolla-Kompositionen vor, die wirklich leicht zu vertanzen sind: „Piazzolla für Einsteiger“: https://www.youtube.com/watch?v=9SaG7yLklng
Was manchen angeblich bei Piazzolla passiert, kenne ebenfalls von Titeln, die ich – aus verschiedenen Gründen – wirklich nicht mehr hören kann. Eine Auswahl habe ich hier vorgestellt: „Meine Tango-Shitparade“: https://www.youtube.com/watch?v=DibTJIsPGrI
Und dann läuft mal ein schönes Stück – und man ist von „Stehlampen“ umgeben, die jede tänzerische Interpretation verhindern. „Weder Kuss noch Leben“: https://www.youtube.com/watch?v=6v0JwilSjBA
Über das, was wir auf unseren „Wohnzimmer-Milongas“ auflegten, ist schon viel Unsinn behauptet worden. Daher habe ich eine kleine Auswahl per Video vorgestellt: „Wohnzimmer-Milonga: Hörbeispiele“ https://www.youtube.com/watch?v=vrKP67dgIc8
Auch wenn es manche glauben: Im Tango ist ja die Zeit nicht stehengeblieben. Daher habe ich einmal alte und neue Einspielungen verglichen: „Tangos – klassisch und modern interpretiert“: https://www.youtube.com/watch?v=9jY78qsMv8M
Ähnliches habe ich in Sachen Milongas und Valses unternommen: „Milongas und Valses: klassisch und modern interpretiert“: https://www.youtube.com/watch?v=buoZS2mD9K8
Über die „großen Orchester“ wird im Tango zwar viel Aufhebens gemacht – die tatsächlichen Kenntnisse aber trägt die Katze auf dem Schwanz davon. Daher habe ich einmal nachgefragt: „Quiz: Erkennen Sie das Orchester?“ https://www.youtube.com/watch?v=buoZS2mD9K8
Viele Videos – wer würde es nicht erwarten – besitzen einen satirischen Einschlag. Meist haben sie mir besonderen Spaß gemacht, beispielsweise die Tango-Version des „Münchner im Himmel“. Ich habe den Text von Adolf Gondrell entsprechend angepasst. „Ein Tanguero im Himmel“: https://www.youtube.com/watch?v=CinzlnN5Z3I
Bekanntlich ist der Cabeceo ein wirksames Mittel, Tänze zu verhindern. Dazu habe ich eine neue Textversion des „Kriminal-Tango“ vorgestellt – und, mit dem Mut der Verzweiflung, auch sängerisch interpretiert. Ich wünsche viel Vergnügen! „Und sie tanzen keinen Tango“: https://www.youtube.com/watch?v=SnEV0FbFMao
Ebenso Mut zum Gesang hatte ich bei meiner Hommage an den Altblogger Cassiel, dem ich meine Version des Cole Porter-Hits „Brush up your Shakespeare“ widmete: „Schlag nach bei Cassiel“: https://www.youtube.com/watch?v=SEQqfNquzDQ
Einen veritablen Shitstorm erzeugte ich mit meiner Veralberung der Einladung zu einem „Cabeceo-Training“. Jahre danach habe ich den Text in einem Video eingesprochen: „Wenn’s ins Auge geht“ https://www.youtube.com/watch?v=F63Yx_Dag6M
In mindestens dreistelliger Zahl ernte ich auf meinem Blog moralinschwere Beschimpfungen. In einem Video griff ich auf eine Idee von Sarah Bosetti zurück und nannte das Ganze „Ich habe nichts gegen Autoren“: https://www.youtube.com/watch?v=vMFaf1BpfyQ
Wenn Autoren (gerne auch Autorinnen) über den Tango schreiben, kommt es oft zu einer heftigen Ausschüttung des Kuschelhormons. Ich fand dazu wundervolle Beispiele. „Tango Po-esie“: https://www.youtube.com/watch?v=faW1ehWWqnc
Nach wie vor sehr schön finden wir ein Video, in dem ich, als „Taliban“ kostümiert, Textbausteine des Kollegen Cassiel reproduzierte. „Cassiels Predigt zum Vatertag“: https://www.youtube.com/watch?v=2Nch85CVhDE
Dies ist das einzige von uns produzierte Video, bei dem wir mit Schnitten arbeiteten. In allen anderen Fällen ließen wir die Kamera laufen und veröffentlichten den unbearbeiteten Beitrag.
Professionell geschnitten sind die Lesungsvideos zur Neuauflage des „Milonga-Führers“. Im Netz ist eine gekürzte Version sowie der gesamte Vortrag (in zwei Teilen) verfügbar:
„Lesung: Der noch größere Milonga-Führer“ https://www.youtube.com/watch?v=6RHg4ZoRJHA
https://www.youtube.com/watch?v=S1w347hL9PA (1.Teil)
https://www.youtube.com/watch?v=vFjzc4KqTGM (2. Teil)
Eine sehr große Auswahl, wie man sieht! Wer sich also amüsieren oder empören möchte, hat reichlich Gelegenheit.
Ich wünsche unterhaltsames Zusehen!
Na bitte, wusste ich doch, dass Herr Riedl meinen Kommentar aufgreift. Und immerhin lobt sich der Erbsenzähler überschwänglich selbst. 13.000 Zugriffe in über 10 Jahren - mein Gott, wie armselig ist das denn? Das schaffen Sie ja auf Ihrem Blog in weniger als einer Woche! Und darauf sind Sie echt stolz? Aber es zeigt sich wieder: Im Angeben und sich selbst loben sind Sie Weltmeister!
AntwortenLöschenIch bin Ihnen wirklich dankbar, dass Sie mich auf das Thema „Videos“ gebracht haben.
LöschenNur wüsste ich nicht, irgendwo erwähnt zu haben, dass ich auf diese Filmchen „stolz“ sei. Ich lebe auch gerne damit, dass neidzerfressene Hansel wegen meiner Texte einige Zeilen Gedöns veranstalten. Zu mehr scheint’s nicht zu reichen.
Auch mich haben Sie auf eine Idee gebracht: ich hätte jetzt Satirestoff für 3 Jahre.
LöschenSolange Ihre Artikel nicht diesen Umfang erreichen...
LöschenNun habe ich zirka 20 Videos vorgestellt. Eindrucksvoll, dass man sich innerhalb weniger Stunden bereits ein Urteil bilden kann. Wahrscheinlich in einer Art geistigem Schnelldurchlauf...
AntwortenLöschenKlaus Wendel hat zu unserem Video nun einen Artikel verfasst:
Löschenhttps://www.tangocompas.co/piazzolla-fuer-einsteiger-oder-unterricht-war-gestern/
Der Kollege arbeitet sich im Wesentlichen an dem ab, was er sieht. Beispielsweise an meiner Kleidung oder der Wohnzimmer-Einrichtung. Die Musik interessiert ihn kaum – na ja, wer kann das beim Tango auch erwarten?
Dass ich hier – wie der Titel sagt – einen ersten Zugang zu Piazzollas Schaffen eröffnen möchte, scheint ihm egal zu sein. Die Rolle der Musik im Tango wird eh überschätzt.
Interessierten rate ich dringend zur baldigen Lektüre seines Artikels. Wahrscheinlich wird ihm sein Unterstützerkreis bald raten, den Text in irgendeinem „Riedl-Archiv“ verschwinden zu lassen. Peinlich genug ist er.
Herr Riedl,
Löschenloco, loco loco… kann man dazu nur sagen. Sie sehen: Piazzolla passt zu Ihnen.
Glauben Sie ernsthaft, man benötige ausgerechnet Ihre Videos, um einen „ersten Zugang“ zu Piazzolla zu bekommen? Jeder Einsteiger kann heute bei Spotify oder Apple Music sein Werk hören – vollständig, ohne Ihre Mimik betrachten zu müssen und, das ist der eigentliche Luxus, ohne dass die Musik ständig unterbrochen wird.
Auch das Internet ist voll von Informationen, Dokumentationen, Interviews und Konzertaufnahmen zu Piazzolla, die sein Werk wesentlich kenntnisreicher und erfrischender präsentieren. Sie tun gerade so, als müssten ausgerechnet Sie uns Piazzolla im „Werther’s-Echte-Werbeduktus“ mit altväterlicher Stimme schmackhaft machen.
Mir erst recht nicht. Ich besitze eine umfangreiche Piazzolla-Sammlung und hatte das Glück, ihn viermal live zu erleben. Über seine Musik zu schreiben, würde bei mir vermutlich mehr als einen Artikel benötigen. Was Sie dagegen in Ihrem Video dazu sagen, bleibt derart allgemein und nichtssagend, dass die Musik selbst dabei erstaunlich wenig gewinnt.
Besonders hübsch fand ich übrigens Ihre „Ballade para un Locker“ (Originalsound Video). Gemeint ist natürlich die "Balada para un loco". Diesen Text habe ich bereits in den 1980er Jahren bei weit über hundert Bühnenauftritten auf Spanisch und Deutsch rezitiert. Ich bilde mir daher zumindest ein, mit Piazzolla nicht völlig unvertraut zu sein, nicht nur, weil ich ein Stück mit dem Text von Horacio Ferrer zitieren kann, sondern mich lange mit ihm beschäftigt habe.
Gerade deshalb würde ich seine Musik auch niemals pauschal als „Milonga-Dauermusik“ behandeln. Piazzolla ist für mich musikalisch viel zu interessant, um ihn auf die Frage zu reduzieren, ob man dazu irgendwie Tango tanzen kann.
Und dass Sie bei meinem Beitrag nicht bemerkt haben, dass er Ihre eigenen Video-Besprechungen spiegelt, ist eigentlich die schönste Pointe der ganzen Sache. Denn genau so gehen Sie häufig vor: Sie beschreiben, was Sie auf einem Video sehen, wissen wenig über die Umstände dahinter und füllen die Lücken anschließend mit Vermutungen aus Ihrem immer gleichen Blickwinkel.
Ich habe bei Ihrem Video einmal dasselbe gemacht.
Offenbar wirkt diese Methode deutlich weniger überzeugend, wenn man selbst vor der Kamera steht.
Lieber Herr Wendel,
Löschennun haben Sie sich derart intensiv mit Piazzolla beschäftigt - und das alles hat trotzdem nichts gebracht?
Wirklich tragisch!
Worüber ich mich wirklich amüsiere: Mag ja sein, dass mein Video überflüssig ist, weil über Piazzollas Musik schon derartig viel veröffentlicht wurde. Ich staune dann nur über die Aufregung, die es nun plötzlich bewirkt – als ob die gesamte Tangoszene nun in akuter Gefahr wäre…
Ich bin ja eigentlich ein Piazzolla-Fan. Aber bei diesen Videos vergeht mir jede Freude an dieser Musik. Auf diese Art und Weise gewinnt man keine neuen Fans!
AntwortenLöschenAch - Trottel, die lustige Texte schreiben, finde ich auch ganz nett!
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