Botschaften aus Analphabetistan

Bekanntlich gibt es auf meinem Blog kaum Kommentare. In den letzten 4 Wochen waren es zirka 100. Nicht alle habe ich veröffentlicht, da sie wenig bis gar nichts mit dem Inhalt meiner Artikel zu tun hatten, sondern sich vorwiegend mit mir selber beschäftigten. Und da wissen wir doch spätestens seit Mao: Personenkult kann schlimm enden!

Dennoch wäre es schade, manche Zeugnisse zeitgenössischer deutscher Dichtkunst den Lesenden vorzuenthalten. Die Diskrepanz zwischen Wollen und Können führt oft zu hinreißenden Irrfahrten durch Orthografie, Syntax und Stil sowie verkackten Metaphern, welche die deutsche Sprache weit hinter die Gebrüder Grimm zurückwerfen. Daher habe ich mir erlaubt, manche Einsichten wenigstens bröckchenweise abzudrucken und mit kleinen Sottisen zu beantworten.

Viel Vergnügen!     

„Ich maße mir lediglich zu, die Texte mancher Autoren im Zusammenhang lesen und ihren Sinn zumindest sinngemäß erfassen zu können.“ (19.9.)

Ja klar, einen Sinn kann man nur sinngemäß erfassen! Alles andere wäre eine Zumaßung.

„Interessieren würde mich hingegen sehr, wie Kurt Tucholsky über Ihren Blog und Ihre Bezugnahme auf seine Texte gedacht und geschrieben hätte.“ (10.9.)

Genau: Nur tote Zeugen sind gute Zeugen (alte Mafia-Regel).

„Lesen Sie sich meine Kommentare nochmal genau durch, bevor Sie wieder – sichtbar überfordert mit Tucholskys Werk – andere für ‚Dummerchen‘ erklären.“ (18.9.)

Sicher, von Tucholsky sind wir alle überfordert, Dummerchen!

„Ach Riedl, schade, das Sie sich immer wieder mit Themen beschäftigen, von denen Sie keine Ahnung haben.“ (15.9.)

Schlimmer: Ich muss mich mit Leuten befassen, die keine Ahnung haben!

„Das Thema ist für Sie um Lichtjahre zu schwierig!“ (15.9.)

Ein Lichtjahr gibt eine Entfernung an (9,46 Billionen Kilometer) – keinen Schwierigkeitsgrad.

„0 Inhalt ist gut! So ist es“ (14.9.)

Freut mich, Ihren Geschmack getroffen zu haben!

„Klaus Wendel schreibt - flugs ist Riedl zur Stelle mit:
5639 Zeichen
793 Wörter
27 Wörter fett gedruckt
20 Absätze
5 Wörter kursiv
2 Links
0 Inhalt“ (14.9.)

Danke für das Erbsenzählen!

„Aber eines muss man Herrn Riedl lassen: Unermüdlich ackert er das Internet durch, um ‚seine‘ Themen zu finden und um über Leute herzuziehen.“ (10.9.)

Dann lassen Sie es mir doch!

„Und wenn Sie schon von ‚Gestörten‘ schreiben (wer so über andere schreibt, braucht sich über Gegenwind nicht zu wundern): Der einzig Gestörte sind Sie.“ (10.9.)

Bei 8,3 Milliarden Menschen immerhin eine Leistung!

„immerhin haben sie erkannt dass sie ein feigling sind“ (9.9.)

Ich bin verwirrt: Wer ist „sie“?

„Aus ihren (w)irren Kommentaren entnehme ich, das hier gerade eine Zensur stattgefunden, hat.“ (9.9.)

Braucht man nicht zu entnehmen – die findet ständig statt!

„Das ist langweilig, wenn Sie die Kommentare nicht veröffentlichen.“ (9.9.)

Für mich nicht!

„Schade, das ich keinen Kommentar über Nebelkerzen von einer Naturwissenschatlerin lesen kann! Das würde die Zugriffszahl rasant in die Höhe treiben.“ (9.9.)

Vorsicht: Für „Nebelkerzen“ besitzt ein Kollege die Urheberrechte!

„Wir beide wissen ja eh ganz genau, dass Sie meine Argumente inhaltlich nicht entkräften konnten.“ (9.9.)

Klar, aber nicht verraten! Soll eine Überraschung sein.

„Bravo Riedl! Sich selbst als Feigling zu bezeichnen, ist schon eine Meisterleistung.“ (8.9.)

Finde ich auch – kriegt nicht jeder hin!

„Mir genügte ein einziger Blick auf Ihren Text, um das methodische Scheitern Ihrer Argumentation zu erkennen.“ (8.9.)

Dann schauen Sie bitte gleich wieder weg!

„In diesem Sinne: Kopf hoch, wir übernehmen das Web dann bald für dich.“ (8.9.)

Zu spät – macht die KI schon!

„Schade, dass macht ein glattes ‚nicht genügend‘ - setzen!“ (8.9.)

Heißt heute „ungenügend“. Sie müssen ein altes Zeugnis haben.

„Ich frage mich, ob Sie Ihrer Leserschaft ‚Volldepp‘ auch ins Gesicht sagen würden.“ (8.9.)

Allen nicht. Aber bei einigen machts umso mehr Spaß!

„Vielleicht verstehen Sie nun, warum ich Spaß an diesem Blog habe.“ (8.9.)

Na sicher – drum mach ich’s ja!

„Lieber Kollege Riedl, Ihr jüngster Beitrag ist ein rhetorisches Gesamtkunstwerk der Selbstimmunisierung.“ (8.9.)

Da haben Sie was missverstanden: Meine Texte muss man lesen, nicht anhören.

„Man darf nicht vergessen es ist halt NUR ein Staatsexamen für Lehramt. Da fällt schon einiges hinten runter.“ (8.9.)

Dann sollten Sie aufpassen – nicht, dass es Sie trifft!

„Seine Reaktion ist wie von einem kleinen Jungen der dann auf der Rechtschreibung herum hackt, um abzulenken.“ (7.9.)

Wenn die PISA-Studie Recht hat, hacken kleine Jungs eher auf ihren Kameraden rum.

„Und prompt sind Sie darauf hereingefallen. Sie haben den Namen gefunden und daraus geschlossen, die Identität sei real. Meinen echten Namen hingegen, den ich hier früher sogar schon einmal angegeben hatte, haben Sie als Fake bezeichnet.“ (2.9.)

Hui, ist das kompliziert. Ich hoffe, Sie wissen wenigstens selber noch, wie Sie heißen!

„Ist lustig zu sehen, wie Sie sich hier lächerlich machen, indem Sie sich andauernd selbst loben, Erbsen zählen und Zugriffszahlen veröffentlichen. Kein seriöser Blogger würde so etwas Dämliches machen.“ (1.9.)

Wer hat behauptet, dass ich seriös bin? Unverschämtheit!

„Aber das ist doch Ihr Geschäftsmodell, dass anderen Ihr Blog nicht gefällt, oder?“ (1.9.)

Klar – aber nicht weitersagen!

„Schade, das Ihnen nichts Besseres einfällt.“ (1.9.)

Jeder muss mit dem leben, was er kann. Wissen Sie doch selber!

„Warum haben Sie eigentlich eine Kommentarspalte? Sammeln Sie vorgetäuschte Existenzen?“ (1.9.)

Ja – und die lasse ich dann in der Spalte verhungern!

„Sie sind ja ein ganz schlauer Fuchs, Herr Riedl!“ (31.8.)

Endlich mal eine zutreffende Einschätzung – kann nur von einer Frau kommen!

„Hallo Herr Riedl, als pensionierter Beamter und Privatversicherter lässt sich über die Gesundheits-‚Reform‘ natürlich entspannt philosophieren.“ (31.8.)

Ja. Und?

„Oja! Fast täglich liest man dummes Zeug über den Tango. Wie recht Sie doch haben!“ (31.8.)

Klar, weiß ich!

„Wie wär's, wenn Sie einmal den Dreck vor der eigenen Tür kehren?“ (27.8.)

Nö. Ich hab ihn ja nicht hingeworfen.

„I'm Polish-born Australian, not American.“ (26.8.)

Da haben Sie mein volles Mitgefühl!

„Was wollen Sie sagen? Das weiss eigentlich niemand so genau. Und Sie selbst offensichtlich auch nicht.“ (24.8.)

Klar – aber die Leserschaft liebt Geheimnisse!

„Klaus Wendel, Klaus Wendel, Klaus Wendel und immer wieder Klaus Wendel. Wo bleiben die Zugriffszahlen? Die sind mindestens genauso wichtig!“ (21.8.)

Die gibt’s doch jeden Tag – nur nicht drängeln!

***  

Und für unsere neuen Tucholsky-Experten:

„Sprich, wie du schreibst. Und ich weiß, wie du schreibst.“

https://www.textlog.de/tucholsky/glossen-essays/ratschlaege-fuer-einen-schlechten-redner

https://www.youtube.com/watch?v=Sxlfc4TE10c

Hinweis: Die obigen Zitate dienen reinen Unterhaltungszwecken. Ihre Verwendung im Tango ist daher strengstens untersagt!

Kommentare

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