Gift auf die Ohren

Sensationelles berichtet die britische Zeitung „The Guardian“: Gefährliche Stoffe seien in allen getesteten Kopfhörern gefunden worden!

Zu diesen gehörten Chemikalien, die Krebs, neurologische Entwicklungsstörungen und die Feminisierung von Männern verursachen können.

Die tägliche Verwendung – insbesondere beim Sport, wenn Hitze und Schweiß vorhanden sind – beschleunige die Migration direkt auf die Haut.

Zumindest die langfristige Exposition, vor allem für gefährdete Gruppen wie Teenager, sei sehr besorgniserregend – auch wenn kein unmittelbares Gesundheitsrisiko bestehe.

Hintergrund seien „endokrine Disruptoren, die unsere natürlichen Hormone nachahmten.“ Die Rede sei von „Bisphenolen, Phthalaten und Poly- und Perfluoralkylsubstanzen (PFAS)“, die über den „Cocktail-Effekt potenziell schwerwiegende langfristige Gesundheitsrisiken“ mit sich brächten. 

Getestet wurden „81 Paar In-Ear- und Over-Ear-Kopfhörer“, die man vorwiegend in osteuropäischen Staaten gekauft habe. In jedem getesteten Produkt wurden solche gefährlichen Substanzen gefunden. Schon frühere Studien hätten gezeigt, dass Bisphenole aus synthetischen Materialien in den Schweiß übergehen und über die Haut aufgenommen werden können.

In den getesteten Kopfhörern wurden außerdem Phthalate gefunden, starke Reproduktionstoxine, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, chlorierte Paraffine, die mit Leber- und Nierenschäden in Verbindung gebracht werden, sowie bromierte und organophosphathaltige Flammschutzmittel, die ähnliche endokrin wirksame Eigenschaften wie Bisphenole hätten. Alle aber nur in Spurenmengen.

Frühere Untersuchungen hätten unter anderem ergeben, dass „jedes dritte Paar Damenunterhosen giftige Chemikalien enthält.“

https://www.theguardian.com/technology/2026/feb/18/hazardous-substances-headphones

Wie recht hatte daher doch der Gift-Experte Martin Luther mit seinem Rat: „In der Woche zwier, schadet weder ihm noch ihr“.

Es sollte doch vor allem die Männer im Tango aufrütteln, welche ja meist was auf den Ohren haben – im schlimmsten Fall Kopfhörer. Und das manchmal aus reinen Image-Gründen, wie der Potsdamer Tango-Experte Kevin Seidel schon vor langer Zeit dargetan hat: 

Aber ich steh da mittem Kopfhörer auf. Das sieht irre cool aus. Hab' ich aus nem Film, wo der coolste Typ auch so Kopfhörer aufhat, während er auf seim Flugzeugträger die Jets startet.“

https://milongafuehrer.blogspot.com/2015/09/kevin-seidel-el-che-nie.html

Aber was nützt es, wenn die coolen Typen dann allmählich feminine Züge annehmen? Auflegen ist doch nach wie vor meist Männersache – schon wegen des Technik-Spielzeugs. Und nun droht gerade solchen He-Men die Verweiblichung!

Glücklicherweise ist aber die Reproduktions-Phase beim üblichen Tangopublikum bereits abgeschlossen. Höchstens muss noch Unterhalt gezahlt werden.

Selber hatte ich in meiner DJ-Zeit mit Kopfhörern keinen Kontakt, da ich die Stücke kannte und daher nicht „vorhören“ musste. Und solche Dinger auch nicht dafür benötigte, mich vor der eigenen Musik zu schützen.

Zudem dürfte die Schweiß-Produktion bei der üblichen Tangomusik gering sein.

Was tun? Vielleicht sollten wir das Auflegen daher lieber den Frauen überlassen, bei denen eine weitere Verweiblichung durchaus die Attraktivität steigern könnte!

Insgesamt glaube ich, dass die toxische Wirkung von Tangomusik weniger von Chemikalien aus Kopfhörern ausgeht, sondern von der Auswahl langweiliger und öder Titel, die auch beim hundertsten Anhören nicht besser werden.

Da wären manchmal Ohrenschützer die bessere Lösung!

Bereits für 39,90 € kann man EdO-Aufnahmen wirksam dämpfen:

https://www.youtube.com/watch?v=cBI1pt4eWhk 

Kommentare

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